Dienstag, Juli 05, 2016

Projekt "Wasserschale" ...

... endgültig gescheitert.

Ich habe zwei Katzen. Obwohl meine Wohnung Freigang nicht ermöglicht und ich nach wie vor eine Gegnerin reiner Wohnungshaltung für Vertreter der Gattung "Felidae", namentlich EKH, umgangssprachlich auch "Feld-, Wald- und Wiesenkatze" genannt, bin.

Es ging nicht anders, es hat Nachteile für die beteiligten Zwei- und Vierbeiner, die therapeutische Notwendigkeit verbietet zur Zeit jeden Widerspruch.

Wanda, schwarz mit weißem Brustfleck, ganz ältere Dame, klein. Cleo, Jungspund, Grautiger, groß, Clownin durch und durch.

Letztere eben planscht, wo Wasser ist. Schleppt Näpfe durch die Gegend. Wie, das ist ein Rätsel. Selbst den Trinkbrunnen, von mir zusätzlich beschwert, positioniert sie meterweit um. Ein normaler Napf steht längst nicht mehr zur Debatte.

Hoffentlich begreift die kleine Schlaumeierin niemals, wie ein Wasserhahn funktioniert.


Samstag, Mai 28, 2016

Ich nenne es ...

... mein "Morgentief" und das hier ist der Versuch, dagegen anzuschreiben. Wenn ich aufwache, möchte ich oft sofort wieder einschlafen, weil alles so schrecklich ist. Auch, wenn ich unweigerlich wach werde, tue ich mich schwer, das Bett zu verlassen. Die Grundstellung ist in etwa: Alles wird on einer Katastrophe enden, schlimmstmöglich, und ich habe keine Lust und ich will nicht. Habe ich mich erst mal in Gang gesetzt, kommt vieles von selbst und lässt sich rational bewältigen. Die Schwarzseherei dagegen und die Katastrophisierung  (Albert Ellis lässt grüßen), die gehn' echt schwer ab. Manchmal hilft der Gedanke, dass es jetzt aber echt reicht mit der Miesepeterei ...

Eins noch: Irgendwas  macht die Nacht, der Schlaf, machen die Träume mit mir, wenn das Unterbewusstsein am Ruder war, dann habe ich oft das Gefühl, da werde ich zurück geworfen in das schwarze Loch, aus dem ich mich dann am Morgen mühsam heraus wurschteln muss.

Donnerstag, Mai 26, 2016

F (r)eier Tag ...

... in bed with: Kaffee und Wasser. Zu Vogelgezwitscher in linder Morgenluft die Flüssigkeitsstände im Körper wieder auffüllen. Frühstück: Noch nicht. Die Katze an meiner Seite versuche ich, mich meiner Träume zu erinnern. Diese Nacht brachte einen Gast, der nicht gewünscht war. Als seine Mutter habe ich ihm dennoch was zu Essen gemacht und ihm einen Platz zum Schlafen gewährt. Aber wenn er nicht ins Tun kommt - ich werde es ihm nicht abnehmen.

Freitag, Mai 20, 2016

Durchfluss

Es ist gerade alles "ein bisschen viel" und ich übe mich in der Kunst, mein Wohlbefinden unabhängig zu machen von allen äußeren Bedingungen.

Das Bewusstsein,  dort zweifelsfrei hin zu gelangen, entspannt mich langsam.

Konkret: Schmerztabletten, warmes Körnerkissen auf dem Bauch, Blues in die Ohren, Frühstück im Bett.

Und ganz allmählich wird der Tag doch mein Freund.

Donnerstag, März 24, 2016

Die Sache mit dem Himmel

Zweitausenddreizehn  war ein wild bewegtes Jahr für mich. Während mein Leben Bocksprünge machte, beobachtete ich am Himmel ganz großes Kino. Wolkenkulissen und Lichtszenerien epischen Ausmaßes.
Ich dachte, das sei die Großwetterlage, die in diesem Jahr eine besondere gewesen war. Bis die darauffolgenden Jahre dieselben gigantischen Bilder malten.
Da begriff ich:
 Der Himmel war mir deshalb als ausnehmend kolossal erschienen, 
weil ich ihn so lange  nicht
 angesehen hatte.

Mittwoch, März 16, 2016

Dem aktuellen ...

... Dienstplan folgend, habe ich Dienstags und Mittwochs am Vormittag frei. Diesen Umstand nutzend, gehe ich, nachdem mein Kind sich auf den Weg zur Schule gemacht hat, einfach nochmal genüsslich ins Bett.
Die Katze begrüßt das.