Donnerstag, Oktober 30, 2014

Ich jammere nicht. Ich reflektiere!

Notmaßnahme:
Kerzen! Vorzugsweise hinter rotem Glas, das erhöht den Einduck von Wärme nochmal. Außerdem seit Neuestem viele Duftkerzen. Erwerb zweier riesiger gebrauchter Kuscheldecken. Vielleicht doch mal wieder Halstücher anziehen?

Unterstützend:
Räucherstäbchen, die teureren japanischen. Denn die sind ohne Holzkern, dessen Verbrennen meiner Meinung nach den Duft nachteilig beeinflusst.

Kontraproduktiv:
Gerichtstermine, Ärger mit Ämtern und Geldmangel.

Aufregend:
Am 10.11.14 die erste Klausur, ebenso Abgabetermin diverser schriftlicher Ausarbeitungen. Da bin ich guter Dinge. Aber auch very busy: Die Termine mit den Kommilitioninnen folgen Schlag auf Schlag, denn eine sehr umfangreiche schriftliche Gruppenarbeit muss auch fertig sein bis dahin. Wir liegen gut im Rennen, aber der Besuch einer Praxisstelle birgt schwere Terminprobleme. Knifflig. Aber: Das Feedback der Dozenten zu meinen Leistungen zeigt mir, dass ich richtig bin an dieser Stelle.

Und noch:
Ganz allgemein habe ich den Eindruck, dass Stress evoziert wird durch das Gefühl, es sei ja schon sooo spät. Es befällt mich täglich beim Dunkelwerden. Klar, die Uhr sagt etwas Anderes als das Gefühl. Und diese Differenz stellt Anspannung her.

Donnerstag, September 04, 2014

Ich sitze am Rechner...

...beantworte Emails, führe Telefonate.

Ein strahlend schöner Tag.

Der kurze Blick auf die Straße lenkt meine Aufmerksamkeit auf eine etwa 70 Jahre alte Frau, die, einen Fuß in ihrem Auto, die Hand locker auf der geöffneten Fahrertür, über das Dach ihres verquer in einer Einmündung stehenden Vehikels mit einer andern plauscht.

Das Kennzeichen dieses älteren Opels endet auf "AH 243".

"Adolf Hitler, Februar 1943" macht mein Hirn daraus.

Bei Wikipedia finde ich dazu:
"Die meisten Soldaten stellten Ende Januar/Anfang Februar 1943 die Kampfhandlungen ein und gingen in Kriegsgefangenschaft, ohne dass es zu einer offiziellen Kapitulation kam." Es ist ein Auszug des Kampfgeschehens in Stalingrad zu dieser Zeit, in der eine deutsche Armee vernichtend geschlagen wurde.

Samstag, August 09, 2014

Ich habe...

..."Er ist wieder da!" zu lesen begonnen - und gleich wieder aufgehört: Völlig vorhersehbar, entsetzlich langweilig. Nichts, das mich zieht.

Leute, lasst Euch mal etwas wirklich Neues und richtig Mutiges einfallen, um den, "dessen Name nicht genannt werden darf", befriedigend klein zu lachen.

Sonntag, August 03, 2014

Es war...

...mir ein Fest.

Und das ist nicht gelogen.

Auf der Hochzeitsfeier erschien ich am späten Abend. Die Brauteltern gaben mir den Schlüssel ihrer altgedienten, topfitten Familienkutsche und ich fuhr die Gäste, die dies brauchten, zu ihrem Hotel oder nach Hause.

Unter den zunehmend missbilligenden Blicken der vor dem Lokal wartenden gewerblichen Taxifahrer, gewiss.

Geschmeidig.

Es war ein strahlendes Fest und ich genoss, gut beschäftigt bis vier Uhr in der Früh.

Dann brachte ich mich selbst heim.

Müde und zufrieden.

Setzte mich noch auf meinen Balkon, bis ich fror und hatte dann die nötige Bettschwere.


Freitag, Juli 18, 2014

Reibung!

Im Kern mag ich geschmeidig sein und fließen lassen. Aber manchmal ist er da, der Wunsch nach "Reibung ohne Not!". Keineswegs meine ich damit Offensive als unprovozierte Aggression.

Mir ist mehr nach einem klar positioniertem Kraftmeiern, bei dem's dem Gegenüber offen steht, das anzusehen und zu respektieren: "DAS ist sie, DA steht sie!" oder bei sich etwas fest zu stellen, dass ihn aufruft, sich seinerseits zu erklären.

Und wenn er dann entscheidet, anzugreifen - ja, dann liegt das Problem wohl bei ihm.

Die Dinge auf den Punkt zu bringen ist sonst eine Stärke von mir.

Heute habe ich mich selbst nicht so richtig überzeugt mit meinem Post.

Sonntag, Juli 13, 2014

Sonntagsgedanken

"Die Väter essen saure Trauben und den Söhnen werden die Zähne stumpf!"

Natürlich hat der Pastor heute Israel nicht heraus halten können aus seiner Kirche.

Ja. Der Konflikt wird weiter gereicht von Generation zu Generation und irgend jemandem nützt es wohl, dass er am kochen bleibt.

Im Gesangbuch fand ich, ohne gesucht zu haben, dies:

"Die große Schuld des Menschen sind nicht die Sünden, die er begeht - die Versuchung ist groß und seine Kraft ist klein. Die große Schuld des Menschen ist, dass er jederzeit umkehren kann und es nicht tut!"

Mir sträubt sich ja alles bei dem Wort "Schuld". Nun.

Etwas ansehen, sich seinen Teil denken und nicht handeln. Mein innerer Abstand war oft groß genug, um erkennen zu können. Aber gehandelt habe ich aus fünftausend verschiedenen Gründen nicht. Einer davon war viel zu oft die Angst vor den unbekannten Folgen - unbekannt, nicht (!!!) übel. Und so kann ich gut sehen, dass eine Änderung der Richtung ein größerer Kraftakt, eine höhere Leistung ist, als von Anfang an auf dem richtigen Weg gewesen zu sein.

So weit Meines.

Nur, was ist im nahen Osten? Würde mein Kind bei lebendigem Leib verbrannt, wäre mein innerer Abstand gewiss zu klein, um meinem Handeln eine andere Richtung geben zu können.

Also wer dreht dort an den Stellschrauben?

Lose Enden, offene Fragen. Denkanstoß.


Mittwoch, Juni 18, 2014

Ich bin...





...noch immer zwischen denselben alten Punkten unterwegs. Will heißen, worauf es mir ankommt in meinem Leben, das sind weiterhin dieselben Dinge.



Aber die Wege dazwischen, die sind nun ganz neu - und das verschafft meiner Präsenz im "Hier!" und "Jetzt!" eine ganz andere Intensität.



Am Rande dieser Wege liegen Perlen wie diese: