Dienstag, Oktober 31, 2006

Steine und Pflanzen

Der Gauzibauz rät mir, einen Smaragd unter mein Kopfkissen zu legen gegen die erkältete Nase. Das war einmal meine Lieblingsfarbe: smaragdgrün. Ich liebe es noch immer.

Nun ist rot dazugekommen, und es wird immer lauter. Leider habe ich, glaube ich, nur Jade. Rosaquarz hat meine Tochter in mein Leben gebracht, blauer Goldfluss hat mich ausgesucht, und ein Bernstein ist genauso zu mir gekommen.

Steine, das ist ein Thema: die Kinder schenken mir dauernd welche, das ganze Haus ist voll damit. Flint am meisten.

Manche sind unglaublich: einige muss ich gleich wieder 'rauswerfen, weil ich sie nicht ertragen kann.
Einer ist mal mit den gekauften Kartoffeln ins Haus gekommen, den hatte ich eine Zeit lang in meiner Küche, der sah selbst aus wie eine Kartoffel und war ganz gemütlich. Einer der ersten, bei denen ich das Gefühl hatte, er ist zu mir gekommen und bringt etwas mit.

Ich kann das nicht so ganz ausdrücken.

Aber danke für den Rat, werde mich mal nach einem Smaragd umtun, die dunkle Zeit kommt ja grad' erst.
Das mit den Pflanzen, das Sam schreibt, interessiert mich auch.

Ich habe mal bei Luisa sowas gelesen, dass die Pflanzen zu uns kommen, das sich bei uns ansiedelt, was wir im weitesten Sinne brauchen.

Nun, die Holunderin war vor mir da, aber dieses Haus ist ein-, zweimal über die weibliche Linie vererbt worden.

Schwarzer Nachtschatten fing an, sich auszubreiten, als wir einzogen und ich erklärte ihn zum Feind - mein Ältester konnte grade laufen und das war mir zu gefährlich, ich hab' die Pflanze ausgerissen, wo ich ihr begegnet bin. Noch heute zuckt meine Hand, wenn ich sie seh'.

Johanniskraut und Wegerich kommen oft und werden mehr. Wegen unseres Vorgartens halten die Leute unser Haus für unbewohnt. Inzwischen trau' ich mich gar nicht mehr so recht, ihn zu verändern, was da alles lebt!

Auch dem Garten hinterm Haus lass' ich, wo's geht, die Wildheit.

Gerade habe ich mir den dritten Teil von "Herr der Ringe" angesehen und die Musik säuselt mir immer noch im Kopf herum. Es ist fast zwanzig Jahre her, dass ich das Buch gelesen habe und ich kann mich erinnern, dass öfters die Rede davon war, dieser Stoff sei nicht zu verfilmen. Damals habe ich das auch gedacht, all' das, was sich da in meinem Kopf abgespielt hat bei der Lektüre, auf Leinwand? Unvorstellbar!

Die Schlachtenbeschreibungen fand ich, zugegeben, eher ermüdend und unübersichtlich auf dem Papier - in der Glotze waren sie jetzt recht plastisch, aber trotzdem - brüllen und stechen, brüllen und stechen, zur Abwechslung mal draufhaun', naja, und ein bisschen viel Pathos, weniger Musik wär' manchmal mehr gewesen.

Natürlich hab' ich geweint am Schluss, für Hollywood sind sie, glaube ich, sehr nah am Buch geblieben - obwohl ich mich an Verstärkung aus dem Totenreich nicht so recht erinnern kann?! Adler, Warge, Olifanten, Orks, auch die Ents, gut getroffen. Alle Achtung.

He, es ist Halloween, und im Lokalradio haben sie sich heute darüber mokiert, dass die Karnevalsvereine diese Veranstaltung nicht als Tradition betrachten. Nee, es ist keine! Jedenfalls nicht unsere! Eine irische und dann eine amerikanische.

Wie haltet ihr's mit Allerheiligen?

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