Samstag, Dezember 23, 2006

Deutlich?!

Als ich heute mit meinem Auto an einer großen Ampelkreuzung auf Grün wartete, hielt neben mir ein PKW aus Bad Segeberg. Zunächst mal nicht ungewöhnlich, schließlich ist Weihnachten, da fahren manche Leute halt' 500 km, um die liebe Familie zu besuchen. Was mich mit Bad Segeberg verbindet, sind die beiden spießigen Nachtkonsolen - ich steh' dazu! - die wir vor ungefähr elf Jahren dort gekauft haben. Hm. Und meine Eltern kaufen dort immer noch Möbel, aber das steht auf einem andern Blatt.

Was mich wie ein kleiner Schlag traf, war das Wort, das die Buchstaben auf dem Nummernschild ergaben: SERM. Mein Herkunftsdorf. Der Ort, wo meine Oma begraben liegt.

Kurz darauf suchte ich in der Haushaltswarenabteilung eines sehr großen Einkaufsmarktes nach Holzschabern für Raclettepfännchen. Im Haushaltsfundus, den ich mir mit meiner Schwägerin teile, gibt es drei Raclettegeräte. Theoretisch also was zwischen 18 und 24 Holzschabern. Schätze ich.

Na ja, irgendjemand frisst die Dinger. In diesem Jahr sind es dann mal nur sieben, die sich auftreiben lassen. Für elf Leute an Heiligabend eindeutig zu wenig.

Also suche ich zwischen Backformen, "Pfannenfreunden" (wer denkt sich eigentlich sowas aus?) und anderen KÜCHENARTIKELN und finde - batteriebetriebene Grablichter. Später dann auch die Spatel, okay, aber da stehe ich und gucke auf diese Grablichter. Und denke: "Na gut, das kriegt sie von mir, die Oma. Aber mehr nicht."

Zuhause taucht dann irgendwie so ein Tchibo-Blättchen zwischen meinen Einkäufen auf. Blättere es grob durch. Und auf jeder Seite steht hinter den Bestellnummern eine offenbar willkürliche Buchstabenkombination, die auf jeder Seite bei mindestens einem Artikel das Wort SERM ergibt. Manchmal dreimal.

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