Montag, Januar 22, 2007

Zurückgeworfen...

...hat mich ein Säugling, mit dem ich am Samstag auf einer Geburtstagsfeier flirtete, zurückgeworfen auf das Thema Schwangerschaft, Geburt, Stillen.

Auch da ist viel Dogma im Spiel. Heute noch muss ich Empörung unterdrücken, wenn ich Mütter sehe, die mit ihren Säuglingen anders umgehen, als ich das damals tat. "Wie kann sie nur...", "Das würde ich nie...", "Wenn das mein Kind wäre...".

Dünkel ist im Spiel auf beiden Seiten, bei den Müttern, für die alles so natürlich wie möglich laufen muss - bis es zum Krampf wird - und auch bei denen, die den männlichen Schulmedizinern alles glauben und sich dabei verlaufen. Ich seh' da durchaus auch meinen eigenen Dünkel.

Sicherlich kommt da bei mir das Schulmeisternde zum Zug, dass man meinem Sternzeichen gern nachsagt, das Besserwissen eben. JA! Bin ich wirklich die Einzige, die alle anderen missionieren will, wenn sie einmal ihre eigenen Blindheiten aufgedeckt hat? "Da das für mich gut ist, müssen alle andern das auch so machen wie ich!" Ja, Pustekuchen!

Das zu erkennen und es auszuhalten indem ich MEINE KLAPPE HALTE, ist nach wie vor eine schwierige Lektion für mich! Das gibt innere Widerstände vom Feinsten.

Aber es zeigt auch, wie sehr mich das Thema noch immer berührt. Nicht, dass ich nochmal ein Baby will, nein, dieses Bedürfnis ist vollständig befriedigt, ich habe es ausgekostet bis zum letzten und alles ist gut. Mit meinen eigenen Kindern sind jetzt andere Themen dran als die abhängige Hilflosigkeit der Säuglinge, die sie einmal waren.

Mit meinen eigenen Babies habe ich viel gelernt und begriffen über die Welt und mich selbst. Das mit der Natur und dass ich ein Säugetier bin und was das wirklich bedeutet. Das ist jetzt aber kein Plädoyer für's Kinderkriegen. Andere Frauen brauchen keinen Impuls, beneidenswert, sie sind von Anbeginn bei sich. Wiederum andere finden vielleicht in ganz anderen Dingen den Weg zu sich.

Bei mir war das eben so, eben mein Weg und ich bin schon froh darüber, find' den Weg, der mich in mein jetziges Leben geführt hat, auch okay. Obwohl ich nun vor einigen Aufgaben stehe, von denen ich noch keinen Schimmer habe, wie ich sie lösen soll.

Vielleicht wär' alles einfacher, wenn ich nicht so eingebunden wäre, soviele Bande hätte, ob nun familiäre oder andere. Dann wäre vielleicht klarer, wohin ich nun will. Welche Ziele ich habe und was ich bereit bin, dafür einzusetzen.

Die Dinge von höherer Warte betrachten, aus einem gewissen Abstand, das täte ich gern. Dann wäre ich bei mir und alles wäre einfacher. Stattdessen krebse ich 'rum und kann nicht sehen, wo's langgeht.

An irgendeiner Stelle habe ich ihn wieder verloren, den Faden.

Kommentare:

Corriendo Mundo hat gesagt…

Die Wahrheit ist: Es gibt keinen Faden. Wenn Du das wrklich begreifst, kannst du dir viel Unsinn ersparen - und wirst nie wieder den Faden verlieren. Das allerdings ist nicht ganz leicht, erfordert auch viel Mut und Ehrlichkeit sich selbst gegenüber - die Ehrlichkeit, zu erkennen, daß Du absolut nichts weißt. Und wenn Du gerade mal wieder eine tolle Einsicht hast: Erinnere Dich daran, wie schnell die letzte tolle Einsicht sich selbst wieder überholt hat durch neue, noch tollere Erfahrungen.
Es ist alles nur ein sinnfreies Spiel. Und es bleibt eine große Herausforderung, auch und vielleicht sogar noch mehr, wenn Du deine Wege alleine gehst, ohne die Illusion, eine Familie oder sonstigen Rückhalt zu haben.
Das Zweigestirn, immer wieder ganz am Anfang

kvinna hat gesagt…

Bei mir lautet die Frage eher: "Was will ich?" als "Was bin ich?".

Um das herauszufinden, muss ich wohl auch noch:"Wie komme ich zu mir?" beantworten.

Ist das wirklich einfacher, wenn man eine Insel ist?

Anonym hat gesagt…

Nein, das ist es nicht und nicht nur das es nicht einfacher ist, es ist auch gefährlicher. Die Vereinzelung ist ein wunderbares Machtmittel - wie heißt es doch so schön - Teile und herrsche!

Wie du zu dir kommst?
Definiere deinen Platz und nimm ihn ein...

Corriendo Mundo hat gesagt…

Die Frage "Was will ich?" ist nur eine Verzögerung. Wenn Du das hast, von dem du glaubst, daß du es wolltest, kommt die Frage erneut. Dann lautet sie "Jetzt hab´ ich alles erreicht, was ich wollte - und nun?" Kein Stück weitergekommen, abgesehen von ein paar schönen Stunden, die wir immer verbringen. Immerhin.
Die Frage "WER will überhaupt was?" geht etwas tiefer.
Allein-für-sich sein ist nicht jeder Persons Sache, die meisten trauen sich das nie und erfahren daher auch nie, daß sie sowieso immer allein sind - gut geerdet sein dabei ist hilfreich. Und leicht ist es auch, weil ich mit niemand diskutieren muß über mich.
Gruß vom Zweigestirn

kvinna hat gesagt…

Siehste, du kommst aus einer ganz anderen Richtung an die Sache 'ran. Du spiegelst dich nicht im Außen und musst dich nicht an andern stören.

Das kann ich auch! Ich habe auch schon so gelebt. Und ich kann sehr gut mit mir allein sein. Ich kann mich erinnern, dass ich das in meiner Schul- und Lehrzeit sogar oft vorgezogen habe.

Ja! Da war aber immer diese eigenaratige Gewissheit, dass ich hierher will, in dieses Leben. Wie das genau aussehen sollte, wusste ich nicht.

Aber ich wollte einen Widerpart und ich wollte auf jeden Fall Kinder. Oft habe ich damals innerlich den Kopf geschüttelt über mich und mich gefragt, woher diese Gewissheit und Zielstrebigkeit kommt.

Jedenfalls ist alles so gekommen.

Und nun stehe ich hier, bereue nichts, frage mich aber, was nun kommt. Habe gemerkt, dass ich und die Umstände mich verändert haben.

Da ist jede Menge Außen, das ich nicht in Frage stellen kann, weil ich es so gewollt habe. Und dem muss ich gerecht werden.

Ich kann und will doch nicht zu meinen Kindern sagen:"Okay, ich bin dann mal weg, ich muss mich noch ein bisschen ausprobieren!" (Beispielsweise, wenn ich Hochseefischerin sein wollte...)

Mein Außen schränkt mich ein, keine Frage. Ich bin aber bereit, das zuzulassen.

Die Krux ist, dass ich meine Grenzen und Fähigkeiten neu finden muss. Wie weit kann ich gehen und wie weit will ich überhaupt gehen?

Fühlt sich an, als müsste ich mich neu erfinden.

Und dass es keinen Faden gibt, das glaube ich nicht. Es ist kein sinnfreies Spiel.

Es geht um Leben. Leben ist der Sinn und Zweck von allem. Das Credo aller Daseinsformen.

Es sich zu vergiften, mit was auch immer, hat überhaupt keinen Sinn.

Aber das ist jetzt eigentlich schon wieder ein ganz anderes Thema.

Corriendo Mundo hat gesagt…

"Siehste, du kommst aus einer ganz anderen Richtung an die Sache 'ran. Du spiegelst dich nicht im Außen und musst dich nicht an andern stören." Ersteres stimmt, ich würde es nur etwas anders sagen:
Ich komme aus der gleichen Richtung wie wir alle und habe mich ebenfalls lange im Außen gespiegelt. Jetzt bin ich ein wenig anders unterwegs, denn es geht sowieso nur allein. Dieses "Allein" ist völlig unabhängig davon, ob du de facto allein bist oder ob tausend Leute ständig um dich herumturnen.

Mein Alleinsein inmitten von tausend Menschen impliziert, daß ich auf jede Menge Leute im Außen treffe, die mir weiterhin meine Lektionen erteilen und mich, wenn ich es mal so nennen will "spiegeln".
Ich lebe leider immer noch nicht auf einer Insel, sondern fahre immer noch Taxi in einer Großstadt und stehe mit beiden Beinen fest auf der Erde, von Fliegen oder Abgehobensein weit entfernt. Wäre ich nicht so geerdet, würde ich mich gar nicht so weit vorwagen in bestimmte Bereiche und Angst bekommen!
Ich identifiziere mich nur nicht mehr mit dem, was im Außen stattfindet, und suche meine Bestätigung nicht mehr dort. Das ist KEIN bequemer Weg.

"Das kann ich auch!" Ja, es kann jeder, es erfordert nur eine klare, kompromisslose Ausrichtung. Daran hapert es bei den meisten.

"Ich habe auch schon so gelebt."
Never, Kvinna, da verwechselt du was. Aber vielleicht kommst du noch an diesen Ort der Einsamkeit mit dir selbst, wo auch du dich nicht mehr spiegelst und glaubst, irgendwas Bestimmtes sein zu müssen.

Ich bin nicht mehr irgendjemand. Nicht einmal mehr Musikerin, das war bislang immer meine liebste "Selbstdefintion", aber auch diese ist Blödsinn. Ich bin nicht einmal eine Frau. Das sind alles nur Rollen - und die einzige Entscheidung, die ein Mensch vielleicht in seinem kurzen Leben treffen kann, ist die, ob er/sie weiterhin bereit ist, an den ungezählten und für mich total langweilig gewordenen Rollenspielen teilzunehmen - um sich dadurch nie selbst zu finden.

Bis dahin sind eben solche Fragen wichtig und richtig "Was kommt als nächstes, wo stehe ich, wie platziere ich mich im Außen, was will ich, welche Rolle will ich als nächste spielen" usw. Trotzdem bedeuten sie letztlich nichts.

Ein schönes Bild ist für mich immer das vom letzten Moment, im Angesicht des Freundes Schnitter, der garantiert kommen wird und wo wir alle uns fragen dürfen: "Was war wirklich wichtig im Leben?" Da bleibt nicht viel.

Und die Tatsache zu erkennen, daß es hier keinen Sinn gibt und das wir selbst nicht einmal entscheiden, was wir als nächstes tun im Leben, ist ein ziemlich harter Brocken, auch für mich immer noch.

So long, Labbatú und der schwarz-Gefiederte

Anonym hat gesagt…

Wie wäre es statt "neu erfinden" einfach nur sich selbst zu finden!
Und so Sich Selbst im so genannten Außen leben, so weit sind die anderen, die das Leben mit dir teilen, dann auch gar nicht weg!
Was am Ende an Sinn für dich übrig bleibt, liegt in deiner Hand!

der Gauzibauz hat gesagt…

He du leuchtendes Zweigestirn,
magst nicht in die Mailingliste kommen? Da gibt es ungefähr 100!
Frauen denen deine Weltsicht ein Türchen öffnen?könnte?
Meins nicht ganz so ernst,aber DU tätst denen mehr wie gut.

Hallo Kvinna,
ich hab mit 42 noch ein Baby gewollt,
war aber zu dem Zeitpunkt schon ausgeräumt.Leider!Dafür hanen wir jetzt einen verzogenen Hund.Jedem sein!
Aber mir geht es schon auch manchmal wie dir.Am Besten:Nicht
hinschauen.
Grüsse

Corriendo Mundo hat gesagt…

@Gauzi: Danke für das wohltuende Massagebalsam, Gauzi, aber wie du schon schrubst, ich will da nicht hinkommen. Wer will, kann ja zu mir kommen. Da trennt sich die Spreu leichter vom Weizen bzw. das sind dann eben nur wenige. Du weißt ja: Qualität vor Quantität. Schönen Gruß, Entität und Tollität

Corriendo Mundo hat gesagt…

@ Anonym: In meiner Hand liegt gar nichts, ist meine Erfahrung. Wäre interessiert, wie es gehen soll, das etwas in meiner Hand liegt - würde vielleicht einiges erleichtern? Verrätst du es?

@ allgemeine Frage zum "Alleinsein":
Viele spirituell und/oder feministisch schreibende AutorInnen betonen ja, wie wichtig es sei, sich einer Gruppe anzuschließen, Freundinnen zum Austausch zu haben etc.pp. Besonders hat mich das auch immer bei Luisa Francia irritiert, als ich deren Bücher las.

Damit wird das Alleinsein und Alleinegehen, für sich stehen, auf mir schleierhafte Weise negativ bewertet und das hat mich immer wieder erstaunt, vor allem, weil es gar keinen anderen Zustand als das Alleinsein gibt im Leben.
Bis heute warte ich darauf, ein einziges Mal auch im geichen Atemzug zur unbegründeten Behauptung auf eine plausible Schlußfolgerung für die These zu treffen, das Alleinsein nicht gut sein soll (ab einem gewissen Reifegrad - versteht sich, das ich kein Baby meine, welches alleine nicht überleben kann o.ä. Haarspaltereien) und Rudelbildung - wie auch immer jetzt - förderlich.

Ich halte es da mehr mit den Geistern, die sagen, es sei noch nie eine Gruppe erleuchtet worden.
Im Gegenteil, das Rudel will gar nicht, das du sich selbst findest - ohne es - und wird dich mit aller Kraft daran zu hindern suchen.

Das Zweigestirn

der Gauzibauz hat gesagt…

Ja, da magst du Recht haben.
@anonym,
sinnfrei in dem Sinn,der liebe Gott
spielt mit sich selber ein sinnfreies Spiel einfach um des Spielens Willen.
Oder so ähnlich? Heisst in Sanskrit
LILA
das meinst du doch **,oder?
Grüsse

Anonym hat gesagt…

Was ich in der Hand habe?
Meine Entscheidungen die ich täglich treffe, zum Beispiel. Und Sinn, den ich mir nicht selbst gebe, erscheint mir ziemlich sinnlos.
Das Leben ist LILA, was aber wenn ich apricot oder ein frisches Steingrau bevorzuge? Oder statt Sanskrit, die Lehren der Ahninnen?
Lula

kvinna hat gesagt…

Okay, die Bilder, die man von sich hat, sind oft nur Spiegelungen im Außen.

Aber was bleibt ohne diese Bilder?

Ich finde allein sein nicht negativ. Ich habe auch diese Erfahrung gemacht, dass von außen versucht wurde, mich in eine Gruppe hineinzukriegen, dass da eine diffuse Angst vor dem war, was mein Alleinsein mit mir machen und welche Wirkung das dann auf die Gruppe haben würde.

Möglichst viel von anderen wahr zu nehmen hat mich aber gerade in letzter Zeit sehr bereichert.

Ich vergleiche das gern mit einem stehenden Gewässer, das ohne Zu- und Abfluß mit der Zeit völlig verkrautet und schließlich verschwindet.

Meine Um-mich-Menschen machen etwas mit mir und ich mache etwas mit ihnen, ohne bewußtes Wollen. Dynamisch, nicht statisch, findet Austausch statt und Zuwachs.

Ich denke auch, das ist die eigentliche Aussage von Luisa. Beim Aufeinandertreffen und Begegnen geht es nicht um Vermischung und Zusammenschluss, aufgehen in der Masse.

Es geht um Impulse, die aufgenommen werden und Prozesse auslösen, die im Individuum stattfinden. Die entstehenden Energien kann man für sich behalten oder wiederum einen neuen Impuls weitergeben.

Da geht keine Energie verloren.

@Labbatu: Du schreibst, du bist nicht mehr irgendjemand. Aber was bleibt jenseits von Frau, Taxifahrerin, Musikerin? Liegt darin nicht Auflösung?

Corriendo Mundo hat gesagt…

Es heißt LEELA, nur auf deutsch schreibt es sich als Farbe, und hat natürlich auch in gewisser Weise mit farbigen Akzenten zu tun.

Von frischem Steingrau bin ich allerdings ebensowenig überzeugt wie davon, daß ich es sei, die Entscheidungen im Leben trifft. Guckt sich ein Mensch sein Leben einmal genau an, so kann er leicht feststellen, daß nichts, und auch gar nichts, plan- und oder steuerbar war.

Was die Lehren betrifft - die sind alle leer. Aber zugegeben, macht es immerhin für eine Weile Spaß, mit diesen Dingen zu spielen oder sich einfach faszinieren zu lassen.

LEELA schließt alles mit ein, auch das sogenannte Böse. Und auch die Männer. Ich hoffe, die Lehre der Ahninnen weiß darum.

Wir treffen uns dann alle auf dem Gipfel wieder.

Corriendo Mundo hat gesagt…

"Labbatu: Du schreibst, du bist nicht mehr irgendjemand. Aber was bleibt jenseits von Frau, Taxifahrerin, Musikerin? Liegt darin nicht Auflösung?"

Ja, das ist Auflösung.
Sowas, wie verlernen von allem, was du je gelernt und geglaubt hast. Die Auflösung all der Illusionen.

Wenn Du dich hinsetzt, die Augen schließt und mal suchst, wo genau du bist, kannst du es dann finden? Festmachen? Definieren? Eingrenzen? Ausweiten? Kannst du es überhaupt beschreiben? Oder ist es schon längst wieder was anderes und du hast es verpaßt, weil du es definieren willst? Vergiß alles andere dabei und guck nur danach, was du bist, während des Guckens, ohne Zeitkonstrukte wie Gestern oder Morgen. Dann löst sich dein geachtes Individuum auf. So einfach geht es - und ist so schwer zu verstehen für den Verstand. Die völlige Auflösung zieht sich nämlich schon eine Weile hin bei mir - obwohl ich´s weiß.

Das da nichts ist, macht den meisten Menschen viel Angst. Wir wollen ja etwas sein. Uns identifizieren. Um uns an etwas festzuhalten. Ich auch. Manchmal. Nicht mehr so oft.

Meine Identifikation löst sich auf, ich BIN das alles nicht - Taxifahrerin, Musikerin usw. sind nur Konstrukte - obwohl ich es natürlich für Andere und in der Welt darstelle. Und manchmal auch vehement darstelle, wenn ich etwas für mich durchsetzen will. Und manchmal auch mit Freude, wenn es Spaß macht.

Tatsächlich gebe ich aber keine Energie mehr in die Darstellungen und löse mich - als sogenanntes Indivuduum - immer mehr auf, hinein ins göttliche Sein. Wenn es mich denn haben will....
So etwa könnte es hinhauen in Worten ... und paßt doch wieder hinten und vorne nicht.

Vielleicht auch so: Das, was du glaubst, zu sein, kann in Millisekunden einstürzen wie ein Kartenhaus, in solchen Dingen ist das Leben manchmal echt kreativ. Deswegen heißt es ja auch "Krise als Chance".
Wer das erkennt, hoffentlich ohne massive Krise, erkennt vielleicht auch, das da nichts ist, niemand was hat und niemand was entscheidet. Ich arbeite weiter am Aufgeben, Auflösen, Hingeben, es lohnt sich und ist unsagbar spannend

kvinna hat gesagt…

"Und manchmal auch vehement darstelle, wenn ich etwas für mich durchsetzen will. Und manchmal auch mit Freude, wenn es Spaß macht." Wenn du dich auflöst und alles Illusion ist, woher kommt denn dann das Wollen? Und der Spaß?

Corriendo Mundo hat gesagt…

Meine Impulse kommen von dem gleichen Ort, von dem auch deine kommen. Wenn du also nachschaust, warum du das alles tust und eine Antwort darauf findest, das ist es.

Oder so: Mein Körper und mein Hiersein auf dem Planeten lösen sich nicht auf. Das ist eine dieser weitverbreitesten Illusionen über das Erwachen. Solche komischen Vorstellungen hatte ich auch, und vor allem auch die schöne und falsche Annahme, das es "danach" keine Probleme mehr gibt. Leider gibt es nur wenige, die die Wahrheit darüber sagen - und sehr viele von diesen "Machen sie dies und das und seien sie glücklich"-Anweisungen.

Es gibt da einen bekannten Satz: "Auf dieser Welt, aber nicht von ihr." Oder umgekehrt - bin nicht gut im Zitieren anderer Leuts Weisheiten, aber es trifft es in etwa, wie herum auch immer.

Klartext: Ich wache auch morgens auf und gehe aus dem Haus, um meine Miete zu besorgen, solange das auf meinem Skript steht - welches ich nicht geschrieben habe.
Ich wasche mich auch weiterhin.
Und gähne. Und muß aufs Klo.Und freue mich an meinem Wohlbefinden, an gutem Essem, an netten Begegnungen. Alle fünf Sinne funktionieren bestens, ein paar mehr dazu vielleicht - und das Leben geht weiter, wie bei allen anderen auch. Nur: Du weißt, es nicht so, wie man es dir mal einprogrammiert hat. Probier´s halt aus - erklärbar ist es nicht und schon gar nicht für den programmierten Verstand.

Tritt einfach aus der Zeit heraus - da ist es!

Anonym hat gesagt…

Tja ich denke, andere sind auch durchaus in der Lage zu wissen und zu verstehen und zu erkennen, dass Polaritäten wie Gut und Böse nichts weiter sind, als unzulängliche Erklärungsversuche für schwer zu ertragende Zustände…
Noch mal zu den Entscheidungen – das Leben ist nicht steuerbar oder planbar - was macht das schon, ich kann mich trotzdem entscheiden, ob ich es gut finde oder nicht, ob ich mich für oder gegen das Leben entscheide, ob ich mich von Ängsten überwältigen lasse oder durch den Regenbogen springe
Lula Lula Lula Lu - Tschüssi ich zieh weiter