Sonntag, Mai 06, 2007

Mitbewohner

In diesem Jahr scheinen noch mehr Tiere in unser altes, schlupfwinkelreiches Haus zu drängen als sonst schon immer. Spinnen aller Art und Größe sowie Silberfischchen haben wir ja sowieso, reichlich und mich stören sie nicht.

Unsere Schlafräume und ein Badezimmer befinden sich unterm Dach. In diesem Jahr sind neben dem kleinen Dachfenster im Bad tatsächlich Stare unter die Ziegel gezogen. Pünktlich viertel nach sechs am Werktagmorgen landet immer eines der beiden Elterntiere sozusagen auf meinem Kopf, wenn ich am Waschbecken steh' und trappelt dort 'rum. Ob schon 'was geschlüpft ist in dem Nest kann ich nicht hören, der brütende Partner wird aber anscheinend gefüttert.

Die Meisen im Nistkasten im Kirschbaum fliegen öfter, bei denen piepst es auch schon.

Aber ich wollte ja vom Haus erzählen. Der alte Speicher überm ehemaligen Stallteil des Hauses ist recht luftig, nicht isoliert und dort überwintert immer allerlei. Kann schon mal vorkommen, dass im Dezember eine Wespenkönigin im Haus rumsummt, weil sie mit den Christbaumkugeln ins Warme getragen wurde. Irgendwo ist auch immer ein Hornissennest, das freut mich dann besonders.

Und nun richte ich auch mein Augenmerk verstärkt auf solitäre Bienen, die in keinem Staat leben, ihre Eier in alle möglichen Löcher legen, reichlich Pollen dazutun und dann die Öffnung mit einem Lehmdeckel verschließen. In diesem Jahr sind die nämlich überall, nicht nur im sonnengewärmten Mauerwerk, sondern auch in den Profilen der Kunststofffenster.

Unsere Küchentür hat oben ein paar solcher Löcher und ein Bienchen hat sie in diesem Jahr entdeckt. Das habe ich nicht gleich gemerkt, die Tür steht tagsüber weit offen und eine FliegengitterSCHWINGtür hält Unerwünschtes draußen. Irgendwann fiel mir dann aber auf, als die Tür mal zu war, dass da ein Insekt sehr aufdringlich wurde.

Na ja, jetzt versuche ich, auch wenn ich mal weg muss, die Tür so kurz wie möglich verschlossen zu halten und hoffe, dass das Tier bald fertig ist.

Und hoffentlich kann ich morgen endlich von Regen berichten...

Wo ich grad' dabei bin, die Fliegentür hat letztes Jahr mein Gatte selbst gezimmert, Schwingtürscharniere waren dabei einer seiner Geistesblitze, ich bin SEHR froh darüber, es erspart mir erstens den Ruf "Tür zu!" wenn wiedermal ein Kind, wie Kinder nun mal sind, reinrausreinraus rennt und zweitens das dazu gehörende "Rummsknall!!".

Leider aber will Katze Cleo weiterhin die Tür geöffnet bekommen. Dabei ist sie ganz leichtgängig, die Tür, hat auch wenig Eigengewicht, kann die Katze gar nicht einklemmen oder sonstwie in Bedrängnis bringen, wirklich. Aber sie traut sich nicht durch, die Katze. Das führt schon mal dazu, dass sie allein im Haus hockt, weil ich grad' nicht weiß, habe ich sie zuletzt rein- oder rausgelassen?? Ist sie mitreingeschlüpft?? Oder so...

Hat jemand einen Tipp, wie man ihr beibiegt, dass mit einem simplen Kopfstüber die Tür aufgeht? Oder stellt sie sich doof, weil's so schön ist, uns mit einem vorwurfsvollen "Mau!" vom Dosen- zum Türöffner zu befördern???

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