Mittwoch, Juni 13, 2007

Keine Zeit, keine Zeit!

Die letzten 8 Tage war ich quasi nicht zu Hause, bzw. nur mal auf einen Sprung oder um todmüde in die Federn zu fallen. Sind es die nahenden Ferien? Liegt es am schönen Wetter? Keine Ahnung, aber in unserer Familie jagt zur Zeit ein Termin den nächsten. Sicherlich liegt es aber an der geringeren Dunkelheit, dass ich ziemlich entspannt damit umgehe. Im Vergleich zum alljährlichen November-Dezember Rummel...

Sportfest, Sommerfeste, Kirchentag, Ausflug, Klassenarbeiten, Familienkaffee anlässlich des sechsten Geburtstags meiner Tochter, jede Menge vierzigste Geburtstage lieber Freunde, Abkränzen als fünfte und letzte Feier zur Goldhochzeit in der Nachbarschaft und nicht zuletzt das Rudertraining, das mit dem Herannahen der ersten Regatta gehäuft stattfand. Am Samstag ist es soweit und wir sind in Form! Ich bin wirklich gespannt!



Hehe! Gestern bin ich wieder in den See gesprungen und habe diesen Unterschied zum gechlorten Freibad genossen, das Wasser schmiegt sich ganz anders an den Körper, Sand kriecht in die Sandalen - ja, ich habe mir "wasserdichte" Sandalen gekauft, nützlich beim Rudern - und schwimmen kann frau damit auch. Eigentlich schwimm' ich ja sonst lieber barfuß, aber nach dem Rudern geht alles schneller, wenn ich in voller Montur ins Wasser springe.

Wunderbarer Nebeneffekt: diese Sandalen sind wirklich gut für meine Füße, man kann damit tatsächlich LAUFEN und es rollt sich glatt wie barfuß!

Mein mittleres Kind hat beschlossen, Trompete zu spielen und die Gemeinde leiht ihm eine, eine B-Trompete, wie ich jetzt gelernt habe. Er hat Freude daran und da er Musik liebt, bin ich gespannt, ob die Trompete sein Instrument ist. Leider kann ich selbst keine Noten lesen und das Kind lernt es gerade, eine Fähigkeit, die er sich NEBEN dem Trompetenunterricht aneignen muss....

Letzte Woche Freitag war ich anlässlich des Kirchentages in Köln, das musikalische Kind hatte dort einen Auftritt mit dem Kinderchor. Raben habe ich dort gar keine gesehen und die Taxen wurden alle von Männern gesteuert - doch, ich konnte es nicht lassen, in jedes Taxi zu schauen :0) Köln ist - naja, ich war froh, dass wir im Bus hingekarrt wurden, selbst möchte ich dort nicht Auto fahren müssen. Ansonsten war die Atmosphäre halt' die einer touristisch attraktiven Großstadt mit jeder Menge Gastronomie und entsprechendem Publikum., vermutlich wegen des evangelischen Kirchentages NOCH voller als sonst.



Heute habe ich mir dann mal die Zeit abgezwackt, durch die Blogs zu stöbern und selbst mal wieder 'was mitzuteilen, aber es ist eher ein Sammelsurium, genauso ein Kraut wie grade in meinem Kopf ist. Räusper.
Gestern hat mein Gatte dann 6 Kilo Marmelade gekocht aus unseren unschlagbaren, wunderbaren, vollaromatischen schwarzen Herzkirschen. Nachdem die unterm Dach geschlüpften Stare ihre ganze Verwandschaft herbeigesungen, alles über Pflückhöhe sehr sorgfältig abgeerntet haben und unser Vorrat nun gesichert ist, ist immer noch sooo viel am Baum, dass man ganz prima von der Hand in den Mund leben kann.


Außerdem fördert das feuchtwarme Wetter allem Anschein nach die Paarungslust der Schnecken. Die großen, nußbraunen bis weißgebleichten Weinbergschnecken tun's jedenfalls genauso wie ihre kleineren, dunklen Namensvettern mit den hellen Flecken und Streifen und das freut mich persönlich außerordentlich.

So, genug geplappert!



Kommentare:

Corriendo mundo hat gesagt…

Sag´s ruhig:
Köln ist - laut, häßlich, schmutzig, eine einzige Kampfbaustele, hektisch, ungemütlich, verwurschtelt, viel zu voll mit Menschen und vor allem Auts, ständig überstrapaziert mit Festen, Feiern und Events und ungeheuer anstrengend.
Es gibt eigentlich nur einen Grund, hier zu leben: Es ist ungeheuer lebendig und bunt.

Übrigens hatte ich am Freitag frei, bin während des Kirchentages nur am Sonntag gefahren und da war geschäftstechnisch tote Hose, weil die Christen ja frohlockend zu Fuß gehen oder Straßenbahn fahren im Rudel.

Sag´ mal Bescheid, wenn du das nächste Mal kommst, damit ich ggf. zu erkennen geben kann.

Der Topf sah auf den ersten Blick aus wie lecker Rote-Beete-Suppe.

Hasta luego, Anuja

kvinna hat gesagt…

Ja, hat alles zwei Seiten: In so einem riesigen Stadtgetümmel kommt wahrscheinlich die Besinnung meistens zu kurz - dafür ist es bestimmt nie langweilig und man ist quasi gezwungen, über den eigenen Tellerrand zu gucken.

Uns hat der Bus bis an den Heumarkt gefahren, ich dachte erst, wieso steht da eine Aral-Tankstelle hinterm Denkmal - dann begriff ich: Ach, das ist die Deko vom Kirchentag! ;P

Wieder abgeholt wurden wir dann auf der andern Seite vom Maritim, da brauchte also niemand ein Taxi, schade.

Aber wir sind ja recht nah beieinander, da ergibt sich bestimmt mal 'was.

Corriendo mundo hat gesagt…

Diese ständige "Äktschen" kann durchaus und überaus langweilig sein. Ab einem gewissen Alter sowieso. Viel heiße Luft um nichts. Viel (Selbst-)zerstörung.
Ein besinnlicher Ort zum Leben gehört inzwischen zu meinen größten Sehnsüchten.

Sehr weit seid ihr da ja nicht rumgekommen....

kvinna hat gesagt…

Kennst du vielleicht "Bernd das Brot"? Der Gute hat meiner Meinung nach die einzig wahre Einstellung zu Dauerbespaßung und Erlebnisorientierung. :)

Nach dem Auftritt hatten mein Sohn und ich noch etwas mehr als eine Stunde, bis der Bus kam.

Wir sind dann auf's Geratewohl losgelaufen, in die Fußgängerzone, und haben noch ein bisschen Köln gesehen. Wo wir schon mal da waren, habe ich dem Kind den Dom gezeigt, ich selber war vor Jaaahren schon mal 'drin.

Lustig waren diese, hm, Aufseher(?) im Dom, die rot sahen, wenn irgendwo ein orangefarbener - evangelischer!!! - Kirchentagsschal auftauchte.

Nachdenklich gemacht haben mich auch die im Dom begrabenen Kardinäle - ich stelle mir vor, ich bin Kardinal und weiß, wenn ich tot bin, pilgern die Leute in den Keller zu meinem Grab?!? Schauder!!

Schade, dass diese wirklich nette kleine Wasser-Spiel-Stadt aus Bronze(?) unten am Rheinufer völlig trocken lag. Da wären wir beide dann gerne 'reingepatscht.