Freitag, August 17, 2007

Holla, Holder, Holler...Holunder!!!

Allseits wird in Ernte geschwelgt, der Holunder ist jetzt auch im Süden reif. Fünfeinhalb Liter hat meine Holunderin mir geschenkt, und die hüte ich wie einen Schatz! Denn da steckt eine ungeheuerliche Kraft drin, die lasse ich nur aus der Flasche, wenn ich sie dringend brauche.

Einige Jahre habe ich mit einem alten Alu-Dampfentsafter gearbeitet, den ich mir jedes mal von einer älteren Bäuerin geliehen habe, in unserem Haushalt gab es keinen mehr, obwohl noch manches alte Schätzchen meiner Schwiegermutter und ihrer Mutter sich in meinem Gebrauch befindet...

Aber das Aludings war dann eines Tages korrodiert und der Saft lief ins Kochwasser, statt vorn zum Schlauch hinaus. Also habe ich letztes Jahr eine Investition getätigt und mir einen flatschneuen emaillierten gekauft. Die Frau vom Haushaltswarenladen meines Vertrauens - ich bin immer dafür, den Einzelhandel vor Ort zu fördern :) - war ganz begeistert, dass sowas noch gekauft wird und wollte mir einen Elektrischen ans Herz legen.

Klar, den könnte man dann auch draußen betreiben und der Herd wäre nicht stundenlang blockiert. Aber ich befand, dass unser Ordner mit Gebrauchsanweisungen und Garantien zu Hause voll genug sei und "Je mehr Technik, desto mehr kann kaputt gehen!", also kaufte ich den einfachen, mit Verlaub, der wahr teuer genug, ist aber SEHR gut.

Außerdem braucht es ohnehin einen ganzen Tag, da muss dann eh' vieles andere warten.

Und als ich am Abend die letzte Flasche zu machte, konnte ich mit Fug und Recht von mir sagen: "Also, die Holunderin, die hat mich heut' geschafft!" Eine körperliche Arbeit, die wirklich Freude macht, eine Abwechslung im Hausfraueneinerlei, und sehr befriedigend.