Montag, September 03, 2007

Leben...

Gestern Abend machte ich eine Zeitreise. Ich holte den Karton mit meinen alten Tagebüchern unten aus meinem Kleiderschrank heraus und begegnete mir mit sechzehn, mit Anfang zwanzig wieder.

Verliebtheiten, Dramen, Toten... Neuanfängen...

Und auch den Anfängen meiner Beziehung, meiner Ehe, unserer Elternschaft.

Liebe - heißt das, jemanden nicht trotz, sondern wegen seiner Schwächen zu lieben? Das klingt allerdings nur auf den ersten Blick nett. Wenn man's mal ehrlich betrachtet.

So ähnlich, wie man Säuglinge liebt, weil sie einen vorbehaltlos lieben - weil sie keine Wahl haben.

Kommentare:

Antje hat gesagt…

Das klingt aber sehr frustrierend!
Ich glaube ja, dass man, wenn man jemanden liebt, lernt die Schwächen zu akzeptieren. Jedenfalls habe ich noch nie einen Menschen wg. seiner Schwächen geliebt.
Und kann es sein, dass die Liebe zu Säuglingen etwas mit echten Gefühlen zu tun hat? Mit einer Mutter-Kind-Liebe, die nicht zu erklären ist, aber dennoch vorhanden? Und weniger damit, dass Mutter und Kind keine Wahl haben?
Herzlich
Antje

kvinna hat gesagt…

Gerade die Mutterliebe hat ihre dunklen Seiten. Das habe ich selbst über mich als Mutter herausgefunden. Und nun habe ich mir dieses Buch bestellt: http://gauzibauz.blogspot.com/2007/08/tausend-dank-anuja.html

(Leider gelingt es mir noch immer nicht, Hyperlinks in Kommentaren zu setzen. Der Link führt zu einem Post von Gauzi.)

Antje hat gesagt…

Das Buch liegt bei mir seit einigen Monaten auf dem Stapel der Ungelesenen (mir iist es immer etwas Unheimlich, wenn Männer über Mutterschaft und Mutterliebe sprechen). Aber vielleicht sollte ich doch mal reinschauen? Natürlich hat die Mutterliebe auch ihre dunklen Seiten, wie jede Liebe.... aber eben auch ihre hellen - hoffe ich. Möglicherweise reden wir aneinander vorbei, weil du gerade dieses Buch gellesen hast und ich sehe die Dinge (noch) ohne diesen Hintergrund.
Herzlich, Antje

kvinna hat gesagt…

Ich hab's noch nicht gelesen. Es ist noch nicht da. :0)

Ursel hat gesagt…

Auch gut zum Thema Mutterliebe : Elisabeth Badinter "Mutterliebe". Soweit ich mich erinnern kann , auch recht schonungslos und von einer Frau geschrieben ;)

LG Ursel