Donnerstag, Dezember 06, 2007

Nachdenklich

Dem Fluss entstiegen... oder doch nicht...

Alles bewegt sich, es gibt keinen Stillstand, keinen Ruhepunkt. Dinge, die stagnieren, sind nicht in Ordnung, da steckt immer etwas Ungesundes dahinter. Dennoch braucht frau einen Pol. Den gibt es immer für eine gewisse Zeit, aber auch der ändert sich.

Im Moment ist mein Zielpunkt immer mein Bett. Der Abend, wenn alles getan, alles gesagt ist und ich zu meinen Büchern kann. Die meine Müdigkeit in die richtigen, sanften Kanäle leiten. Damit ich schlafen kann.


Letzte Nacht habe ich sehr heftig von Tölz geträumt und beim Aufwachen fiel mir wieder ein, dass ich einige Nächte vorher schon mal sowas Ähnliches geträumt habe. Irgendwas ist mit Tölz, eine Art unbestimmte Sehnsucht, dass es sich so umtreibt in mir.


Es beunruhigt mich nicht. Ich warte einfach mal ab, was kommt.

Kommentare:

Sam hat gesagt…

Vielleicht kommst du ja nochmal Nachsehn :)
Zur Zeit ists in Tölz föhnig, schneefrei, die Marktstrasse ist mit Christkindelmarktbuden vollgestellt, es riecht nach Schweinswürsteln, Kraut, Brot aus dem Holzofen und Glühwein.

Mir gehts seit einiger Zeit seeehr durchwachsen mit Tölz (immerhin meine Geburtsstadt!). Es kommt mir immer dekorierter vor, gehübschter, lebloser. Ich hab es so anders in Erinnerung, von Kind weg bis vor wenigen Jahren: voller Handwerk, schrägen und charaktervollen Ecken und Gassen.
Jetzt scheint es langsam die Identitätslosigkeit so vieler Orte anzunehmen - schön renoviert, eher teuer und beklemmend fad. Die Wohngebiete gleichen sich immer mehr, Gärten mit Rosenkugeln, Keramikfröschen und Windradeln vor *blitzsauberen* Reihenhäusern, 90% obenrum in hellem Holz. Die Familien die dort wohnen ähneln sich ebenso.
Das Wilde, Selbstbewusste das dieser Gegend mal eigen war, schwindet mit den Hiesigen (den Eingeborenen?). Tölz wird zunehmend ein Ableger von München, ein Alterswohnsitz Wohlhabender, Kulisse für Lodenpublikum und Wunschort der typischen besserverdienenden Kleinfamilie. Mein Opa würde sich ununterbrochen im Grab umdrehen wenn er mitbekäme was hier abgeht.

Ich radel z.Zt. lieber in München durch Mittersendling, wenn ich mich heimatlich aufgehoben fühlen will, als durch dieses Freilichtmuseum mit seinen Standardfiguren.

Natürlich liegt das an MIR, lass Dich nicht irr machen in Deinem Eindruck und Deinem Denken von Tölz. Ich nähme Deinen Heimatort sicher auch anders wahr als Du.

Sam hat gesagt…

Ahja, kommt noch ein Bergfotopost??

kvinna hat gesagt…

Ich hatte angefangen mit einem entsprechenden Bildbericht, aber das ging elend langsam vonstatten und ich hab's erst mal gelassen.

Jetzt hat sich 'rausgestellt, dass unser Rechner Besuch aus Troja hatte und mein armer Mann hat in einer Nachtschicht Windows neu installiert.

Ich stelle fest, dass manches jetzt schneller geht, mal sehen.

Irgendwas ist wohl auch bei blogger vorgegangen? Das Drumherum ist nun wieder in englisch verfasst?

Wenn ich an Tölz denk', dann kommt da auch weniger die Marktstraße drin vor. ;)

Und was die Gesichtslosigkeit angeht, da fällt mir was ein, ich stell' mal eben das Bild 'rein...