Donnerstag, Dezember 20, 2007

Weihnachtshype - mal anders...

Hiermit oute ich mich.
Ich kriege gern Geschenke.
Und ich schenke gern.
Allerdings auch nur solche Geschenke, die passen.
Will heißen:
Ich verabscheue es, etwas um des Schenkens willen zu schenken.
Es muss was dahinter stecken.
DAS macht das Schenken manchmal schwierig.
Bis vorgestern kriegte mich noch gelegentlich die Panik,
weil ich noch nicht die Hälfte aller Heiligabendgäste
bedacht hatte.
So ein Morgen in der Stadt auf Geschenkejagd
kann Stress sein.
Besonders bei Ideenmangel.
Gestern habe ich mich zur Ruhe gezwungen.
Viele Geschäfte machen ja erst um zehn auf.
Das ist für mich schon fast mitten am Tag und irgendwie Unsinn.
Finde ich.
Also war ich um acht Uhr dreissig in der Stadt.
Erster Glücksmoment:
das zentrale Parken war für diesen Tag gratis
und ob der frühen Stunde
hatte ich
freie Stellplatzwahl.
Zweiter Glücksmoment:
ein entspanntes Frühstück im fast noch leeren Café,
lecker, guter Kaffee, auch nicht selbstverständlich,
und eine gute Tageszeitung.
Dann:
Intuitives Einkaufen.
Viel Gelaufe hin und her, ja!
Gelobt seien meine wunderbaren Wanderschuhe,
irgendwie kein Stress.
die Ideen kamen plötzlich ganz von selbst.
Aus dem Bauch, statt aus dem Kopf.
Und:
Der Wert eines Geschenkes hängt nicht
am Preisschild!
Ob etwas sechs oder sechzig Euro kostet,
ist für mich kein Entscheidungskriterium,
solange es Sinn macht, das Geschenk.
Alles erledigt und vor allem den Umstand genossen,
auf kurzem Weg immer wieder
Tüten ins Auto bringen zu können,
also auch kein Geschleppe.
Gute Strategie!
Hinterher:
Angemessenes Ausruhen!
Und ich freue mich auf Heiligabend.
Ein gemütliches Raclette-Essen
mit Leuten, die ich
WIRKLICH
mag.

Kommentare:

rike hat gesagt…

klingt gut: intuitives einkaufen...! musste richtig ein bißchen lachen...sah dich mit weit ausgebreiteten armen durch die läden ziehen und mit geschlossenen augen nach sinnvollen geschenken tasten..
schön, dass du es geschafft hast!
denn es gibt wirklich nichts schlimmeres ( vor allem für einen selbst!) als geschenke, die man nicht von herzen gibt.
und: ich bin auch immer die erste in der stadt - und die erste, die sie schnell wieder verläßt. jedenfalls die einkaufsmeilen!
viele grüße!
rike

Sylke hat gesagt…

das klingt herrlich entspannt-mußich auch mal für die letzten Geschenkkäufe auspobieren!
Dieses Jahr gibt es bei uns auch mal Raclette an Heiligabend.
Lustig, d. ich es hier in den Weiten des www auch lese.
Alles Gute für dich!
Sylke

kvinna hat gesagt…

Das Problem mit Braten und Knödeln ist doch, dass ständig etwas in der Küche zu tun ist, während die Gäste im Esszimmer sitzen.

Da uns aber an Heiligabend das gemütliche Zusammenhocken und ein gewisser Gesprächsfluss SEHR wichtig ist, ist Raclette einfach die beste Lösung.

Wir haben 'rumexperimentiert, aber irgendwie kommen wir doch immer wieder DARAUF zurück!

Schöne Feiertage!