Donnerstag, Dezember 27, 2007
So oder so ist das Leben...
Hotaru kehrt darin voller Liebeskummer aus Tokyo in ihre kleine Heimatstadt zurück und trifft u.a. Rumi wieder, die inzwischen in einem Kinderhort arbeitet.
Eines Abends war ich bei Rumi. Sie hatte mich eingeladen, bei ihr zu übernachten. Ich hatte bereits geduscht und den Pyjama angezogen. Gemütlich saßen wir im Wohnzimmer und plauderten. Wenn Rumi gelegentlich das Fenster öffnete, strömte zusammen mit der kühlen Luft ein zarter, frühlingshafter Geruch herein.
"Übrigens, vor ein paar Wochen hat ein Junge bei uns ein Taubenküken aufgelesen. Er hat den Käfig mit dem Küken bei der Einganspforte aufgestellt und sich aufopferungsvoll um das kleine Wesen gekümmert. Wirklich aufopferungsvoll. Anstatt mit den anderen Kindern zu spielen, hat er die ganze Zeit das Küken umsorgt und es sogar zum Tierarzt gebracht. Der Junge liebte seine Taube über alles. Nicht nur die Taube, alle Vögel. Aber stell dir vor: Neulich hat ein Landstreicher die Taube gegessen."
"Gegessen?"
"Kein Scherz. Einer vom Fluss hat die Taube gestohlen. Hat sie gebraten und gegessen. Einfach so."
"Tja, jeder sieht die Welt mit seinen Augen. Für den Jungen ist die Taube ein Objekt grenzenloser Liebe, der Landstreicher hingegen sieht darin nur ein Stück Fleisch"
"Man möchte lachen und trotzdem tut es weh."
"Wehtun ginge ja noch - es bricht einem das Herz!"
"Schon, aber weil der Junge und der Landstreicher in so verschiedenen Welten leben, kann man vielleicht nicht mal sagen, wer recht hat. Man kann sich auf die eine oder andere Seite schlagen, doch die schmerzlichen Erfahrungen, die wir alle mehr oder weniger machen, kann man nicht ignorieren. Man muss die Gefühle ernst nehmen, diejenigen des Landstreichers wie die des Kindes. Wir können noch so lange über Gut und Böse philosophieren - was letztlich zählt, sind unsere Erlebnisse und Empfindungen im Alltag, mögen sie noch so klein oder unbedeutend erscheinen."
"Und was hast du ihm gesagt?"
"Der Mann sieht die Welt anders als du, aber deshalb darfst du dich nicht unterkriegen lassen. Wenn dir jemand etwas kaputtmacht, musst du halt wieder von vorne anfangen. Immer und immer wieder. Nicht aufgeben. - Ich wollte dem Jungen nichts vormachen."
Montag, Dezember 24, 2007
Ihr Lieben!
Freitag, Dezember 21, 2007
Niedlich!
Ein allseits bekannter Kafferöster bietet derzeit einen Plüschtiger an, der zum Staubwischen dienen soll. Angeblich ideal für Auto und Büro.Donnerstag, Dezember 20, 2007
Weihnachtshype - mal anders...
Dienstag, Dezember 18, 2007
Advent, Advent...
Montag, Dezember 17, 2007
Bäume...
Sonntag, Dezember 16, 2007
Donnerstag, Dezember 13, 2007
Ich glaub', mein Schwein pfeift! 8[
Lilith, die Kindsmörderin (überarbeitet)
Sie wurden in die Wiege gelegt oder an ihr aufgehängt, um den Säugling vor Lilith zu schützen.
Lilith, die vielleicht in der Gestalt der eigenen Mutter an die Wiege tritt...
Das beruhigende daran, Lilith das Etikett "Kindsmörderin" aufzukleben ist, sie damit weit weg von sich selbst zu schieben.
"ICH würde DAS nie tun!"
Kindsmord ist verurteilenswert, da kann frau sich dann gleich behaglich zurücklehnen, da ihr selbst das fernliegt, muss ja mit ihr alles in Ordnung sein.
Fragt sich, ob das lebenslange Leid, das bei der Weitergabe des eigenen Verdrängten den Kindern eingepflanzt wird, besser ist als früher Tod.
Und doch!
Dienstag, Dezember 11, 2007
Etwas verstehen...
Eine Frau, die ihre fünf Kinder tötet, mag manchen als Perversion der Mutterschaft gelten. Als etwas, das so fern von ihnen selbst ist, dass sie es nicht mehr sehen können. Manche mögen auch psychische Abwegigkeiten mit physischen Fehlern erklären können.
Worauf ich aber hinauswill, ist etwas ganz anderes.
Selbst linksliberale Atheisten können in sich den Bodensatz des Katholizismuns und das Gedankengut eines verdorrten Österreichers tragen. Denn was die Mutterschaft anbelangt, ist etwas seit Generationen so tief in Köpfen und Herzen eingepflanzt, dass es nicht mit Ideologien weggewaschen werden kann, die erst seit vielleicht dreißig Jahren gesellschaftsfähig sind.
Die Katholiken mit ihrer Maria als Urbild und Ideal der Mutterfigur, die sie hoch auf einen Sockel gestellt haben. Hoch, so hoch, dass KEINE drankommt. Die Nazis mit ihrem Mutterkreuz. Trautes Heim...
Mutterglück. Mutterliebe. Das ist etwas so Hehres, so Reines, dass ja jede Frau sofort in Glück und Liebe erstrahlen muss, die endlich ein Kind in ihren Armen hält. Schön für die, die das so erleben.
Aber wie viele sind da, denen es ganz anders ergeht. Die den Wurm in ihren Armen halten und sich fragen, was ist falsch mit mir oder was ist falsch mit diesem Kind? Die sich verzweifelt bemühen, glücklich zu sein und trotz vieler Versuche nicht drankommen an das schöne Bild auf der Babynahrungs-Werbung.
Ganz natürlich.
Aber das sagt ihnen keiner. Keiner hat Verständnis.
"Sei doch glücklich!" heißt die Parole. "Denn was gibt es Schöneres?" In ihren Ohren klingt das wie Hohn und zieht sich durch ihr ganzes
Mutterleben.
Ich habe hineingeschaut in meine Abgründe. Ich kenne sie. Und mache mir nichts vor.
MEIN Monster ist gebannt.
Weil ich ihm ehrlich ins Gesicht gesehen habe.
Sonntag, Dezember 09, 2007
Gedanken über eine psychisch kranke Frau...
Freitag, Dezember 07, 2007
Identität...
Wer die Kette nicht kennt, das ist ein Plus-Ableger, in dem Reste verramscht werden. Und normalerweise sehen diese Läden auch genau so aus: wie Ramsch-Läden nämlich! ;) Hier war jemand barmherzig und hat's ein bisschen getarnt.
Donnerstag, Dezember 06, 2007
Nachdenklich
Im Moment ist mein Zielpunkt immer mein Bett. Der Abend, wenn alles getan, alles gesagt ist und ich zu meinen Büchern kann. Die meine Müdigkeit in die richtigen, sanften Kanäle leiten. Damit ich schlafen kann.
Letzte Nacht habe ich sehr heftig von Tölz geträumt und beim Aufwachen fiel mir wieder ein, dass ich einige Nächte vorher schon mal sowas Ähnliches geträumt habe. Irgendwas ist mit Tölz, eine Art unbestimmte Sehnsucht, dass es sich so umtreibt in mir.
Es beunruhigt mich nicht. Ich warte einfach mal ab, was kommt.