Sonntag, Januar 13, 2008

Neuwagen für 1700 Euro

Wooah! Was für ein Preis! Und dann ein Diesel, der 5 Liter auf 100 Kilometern bracht! Vier Sitze! Wenig Laderraum, Purismus in der Ausstattung. Der Tata Nano eben, der in Indien gebaut wird.

Irgendwo habe ich aufgeschnappt, dass er nicht mehr Dreck macht als ein Motorrad. Dafür kann er eine ganze Familie vergleichsweise komfortabler fortbewegen, mit ein bisschen mehr Zuladung, als sie auf einem Motorrad möglich ist.

Und viele, viele Menschen, die bisher auf's Fahrrad angewiesen waren, werden sich nun ein Auto leisten können...

Kommentare:

Ursel hat gesagt…

Hallo Kvinna,

Fortschritt für alle Inder, die sich bisher kein Auto leisten konnte, ja sicher, Gerechtigkeit muss sien.
Aber vielleicht sollte für jedes indische Auto dann irgendwo auf der Welt ein Zweitauto eingespart werden, hm ? Und dafür ein Fahrrad in Betrieb genommen werden..
Denn selbst ein 5-Liter-Auto macht Dreck, ganz zu schweigen von den andern, die die meisten von uns fahren.
Ich war aber ganz baff, als ich vom neuen Mercedes in Deutschland las, der mit 5 Litern auskommen soll. Das ist ja endlich auch mal Fortschritt in D. Aber, wie gesagt, auch nur, wenn er sich nicht mit andern Autos summiert, sondern anstatt kommt !

Ist immer leichter gesagt, als getan, weiss ich ;)

LG Ursel

Ibnatulbadia hat gesagt…

Es ist durchaus verständlich, dass die vormals "Dritte Welt" auch zum Lebensstandard unserer "Ersten Welt" aufschliessen will.
Das Problem ist aber, dass die Welt nur eine ist und wenn der Motorisierungsgrad in Indien (über 1 Milliarde Einwohner!) prozentual den gleichen Wert erreicht wie bei uns, ist die Luftverschmutzung und die Verschwendung der Energieressourcen selbst bei einem 5-Liter-Auto enorm! Das sehen wir ja heute bereits in China, das etwas "weiter" ist als Indien...

Und die Lösung? Da müsste die "Erste Welt" halt ganz selbstlos sagen: "Wir haben diesen Wohlstand gehabt, jetzt verzichten wir darauf und lassen die anderen einmal ein bisschen geniessen – bis sie dann merken, dass sie dadurch auch nicht wirklich glücklicher werden." :-)))

Nein, ich weiss natürlich auch keine praktikable Lösung. Gut liegt das Schicksal der Welt nicht bei mir, sondern in den Händen des Göttlichen!

Herzlichst,
Ibnatulbadia

P.S. Das beinahe schadstofffreie Auto wurde längst erfunden, doch die Pläne hielt man immer schön in der Schublade – die Autoindustrie will doch die Erdöl-Lobby nicht verärgern :-)

kvinna hat gesagt…

Als Tochter eines Tankstellenbetreibers kann ich hier natürlich wieder nur völlig subjektiv sein; also vorsicht mit dem, was ich schreibe!

Hmja, irgendwie kann ich, die ich im Glashaus sitze, nicht den Stein schmeißen, der da heißt: "Bleibt mal schön beim Fahrrad, das ist gesünder für euch und für die Umwelt!"

Manchmal denke ich, dass nicht wirklich die Verfügbarkeit eines Autos für den einzelnen den Dreck macht, sondern vielmehr der Einsatz, die Anwendung.

Sprich: das Auto nur wirklich dann zu benutzen, wenn der Weg zu weit ist, um ihn in der gegebenen Zeit anders zurückzulegen und/oder das zu Transportierende nicht in den Fahrradanhänger passt - auch die Unbilden der Witterung, die das KFZ unerlässlich machen für DIESE eine, ganz bestimmte Fahrt sind ein sehr dehnbarer Begriff... auf der 500-km-Fahrt in den Urlaub ist leichter sparsam fahren als auf 250 Zwei-Kilometer-Fahrten.

Ursel hat gesagt…

Hallo Kvinna,

habe ich da sowieso schon ein wenig Ironie rausgehört, als Du schriebst "und viele, viele Menschen, die bisher auf's Fahrrad angewiesen waren, werden sich nun ein Auto leisten können..."
??

Klar ist es der EINSATZ und nicht die ANSCHAFFUNG eines KFZ, das sehe ich auch so..

Wieweit sind die Pläne denn mit Alkoholautos in D ?
Der macht ja deutlich weniger Dreck als Benzin.


LG Ursel

kvinna hat gesagt…

@Ursel: Ja, hast du. Und die Diskussion, ganz auf Alkohol umzustellen habe ich noch nicht wahrgenommen, dafür aber um so mehr das hier: http://www.wdr.de/radio/wdr2/westzeit/453369.phtml

Grejazi hat gesagt…

Ein wahrlich schönes Thema zum sticheln.

Zum Thema Alkohol oder genauer Ethanol.

Mit Alkohol aus der Abhängigkeit!?

Hier sehe ich die Schweden als Vorreiter, die, wenn ich richtig erinnere, bis zum Jahr 2012 die Neuzulassungen von KFZ komplett auf Ethanol umgestellt haben wollen. Dieses ist jedoch nur ein Teil eines ehrgeizigen Vorhabens: Als erstes Land der Welt, so hat die Regierung beschlossen, will sich Schweden aus der Abhängigkeit vom Erdöl befreien - und zwar bis zum Jahr 2020.


Im Gegensatz dazu hat sich z.B. Deutschland auf den (unsinnigen) Kompromiss eingelassen Bioethanol als Beimengung im Benzin auf 10 Prozent zu erhöhen. Egal ob ältere Fahrzeuge dieses verkraften oder nicht. Man kann ja neue kaufen!


Und noch einen zum Thema Klimaerwärmung!
Wir befinden uns immer noch in einem Eiszeitalter, auch wenn wir es in unserer Kurzsichtigkeit nicht wahr haben wollen.
Hier zwar an einem Höhepunkt eines Interglazials aber immer noch KALT!
In unserer Erdgeschichte liegen die Zeiten zwischen zwei Interglazialen "aktuell" bei 100.000 Jahren. Für einen Menschen nicht gerade einfach zu erfassen.

Vielleicht haben wir ja gar nicht den großen Einfluß auf unseren Planeten, wie wir uns immer vormachen - oder man uns vormachen will.

Ist vielleicht auch die immer wieder gern zitierte KLIMAKATASTROPHE auch wieder nur ein Versuch Dinge zu erklären die der Mensch gar nicht wirklich versteht?!

kvinna hat gesagt…

Unsere Autos sind jedenfalls zu alt. Und die Schweden müssen dann ja wohl auch alle neue Autos kaufen?!

Die schönen Oldtimer bleiben dann irgendwann auf der Strecke. Grausel!

Um beim Klima noch eins 'drauf zu geben: Tatsächlich aufgezeichnet werden die Wetterdaten seit etwas über 100 Jahren.

Wie aussagekräftig sind denn da die gesammelten Daten überhaupt?? Das lasse man sich jetzt mal auf der Zunge zergehen...