Mittwoch, April 16, 2008

Experiment

Aus verschiedenen Gründen fing in letzter Zeit der Gebrauch des Wortes "man" an, mir gehörig auf die Nerven zu gehen. Nahezu reflexhaft begann ich, es möglichst oft durch das Wort "frau" zu ersetzen.

Aber es dauerte nicht lange, da ging mir auch das auf den Keks und mir fiel ein Text ein, den ich vor Jahren mal in irgendeinem Prospekt gelesen hatte, ich weiß nicht mehr, in welchem Zusammenhang.

Jedenfalls brachte der Text den Ärger über die Geschlechterorientierung in unserer Sprache zum Ausdruck und dass die Sache mit den "-Innen" und der kleingeschriebenen "frau" ja wohl auch nicht das Gelbe vom Ei sei.

Vorgeschlagen wurde, solche Formulierungen von vornherein zu vermeiden und sich geschlechtsneutral auszudrücken. Die gegebenen Beispiele waren so schlicht wie einleuchtend, nur damals berührte mich die Problematik nicht.

In Zukunft werde ich das aber umzusetzen versuchen und ich habe bereits erfreut festgestellt, dass es nur in einzelnen Fällen wirklich schwierig wird, "man" oder "frau" aus dem Spiel zu lassen.

Ein bisschen anders ist das beispielsweise bei Berufsbezeichnungen... wenn ich mich bloß an den Text erinnern könnte... aber Recherche ist ja mein zweiter Vorname!

Und mal sehen, ob es mir möglicherweise auch noch gelingt, sogar ohne Emoticons richtig verstanden zu werden!

1 Kommentar:

Kingsizefairy hat gesagt…

dieses "frau" zu allen möglichen und unmöglichen gelegenheiten finde ich noch viel nerviger.
verallgemeinerungen eigentlich auch. daher bemühe ich mich weder das eine noch das andere zu benutzen sondern situationsbedingt das wörtchen "ich", denn ich kann ja immer nur für mich sprechen und eigentlich nicht für andere