Samstag, August 23, 2008

Frauen und Technik

Meine Spülmaschine ist gebaut wie viele andere Spülmaschinen auch; oben ist halt' so ein Drahtkorb, der sich wie eine Schublade herausziehen lässt. An den Längsseiten befinden sich Ablagen, die es ermöglichen, beispielsweise zwei Tassen übereinander zu deponieren.

Da ein rotierender Arm das Spülwasser ja von unten in die Tassen spritzt, frage ich mich schon, wie die Tasse über der Tasse eigentlich sauber wird?

Ganz im Ernst!

Nun habe ich in diversen Frauenkreisen diese meine Frage schon mal zur Sprache gebracht. Ohne befriedigendes Ergebnis. Was mich am meisten erschütterte: die gänzliche Undifferenziertheit; "Na, da sind doch noch so Düsen, die DAZWISCHEN spritzen..."

Wären da Düsen, ginge die Schublade nicht auf. Und den Damen ist das völlig egal.

Genauso ignorant - Achtung, völlig subjektive Äußerung! - finde ich die Ansicht, Socken kämen in der Waschmaschine abhanden. Wer sich die Trommel mal wirklich von innen angesehen hat, muss erkennen, dass das auf Grund simpelster physikalischer Tatsachen gar nicht sein kann.

Experimentell habe ich über die Dauer von ca. zwei Jahren für mich und meine Waschmaschine nachgewiesen: Die Socken, die ich hinein stecke, kommen auch wieder heraus. Definitiv.

Aber Frauen scheint das jedenfalls nicht zu interessieren.

Kommentare:

Grye Owl Calluna hat gesagt…

Hallo Kvinna!
Da stimme ich Dir wirklich zu,.....meine Socken kommen auch wieder raus,...alle!
Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag.
Liebe Grüße
Grye Owl

kvinna hat gesagt…

Es geht mir nicht um Tassen. Und auch nicht um Socken. Was mich fasziniert, ist die Haltung vieler Frauen gegenüber technischen Sachverhalten.

Dieses Nicht-Wissen-Wollen von Dingen, mit denen sie tagtäglich zu tun haben.

Dieses kritiklose Hinnehmen von etwas, das gar nicht sein kann.

Sam hat gesagt…

Das mit der Spülmaschine hab ich mich schon als Kind gefragt. Die Spülmaschine meiner Mutter in den 70ern war auch nicht anders gebaut.
Ich glaub, dass die Reflexionen des Strahls in der Maschine die Tassen von oben erwischt - das Ding dreht sich flott, das Wasser hat einiges an Tempo drauf und erzeugt daher ein richtiges Sauwetter im Gehäuse, meinst nicht?

Zum Eigentlichen Deines Themas: was Du da an den Frauen bemerkst kenn ich auch von schwulen Männern.
Nenns mangelnde geistige Spannkraft oder kurz: brüchige Intelligenz.
Wie sollte sie irgendwas interessieren das man nur selbständig über lineares, deduktives Denken erkennen kann. Frauen und viele Schwule denken zyklisch und spiralig *Ironie off*

kvinna hat gesagt…

Treffer, Sam!

Das mit dem Sauwetter in der Maschine mag hinkommen.

Das mit dem zyklischen Denken - wir wollen ja nicht polarisieren, gell?

Ich gebe zu, dass mir manche lineare, deduktive Denkvorgänge auch zu weit gehen und das Interesse dann bei mir erlahmt.

Deshalb drehe ich mir aber nicht die Wahrheit so zurecht, dass sie passt. Ich lass' es dann eher ungereimt stehen, da ist mir wirklich wohler.

Sam hat gesagt…

Ich find gar nix schlimm am polarisieren...

Männer haben sämtliche Digicams, Näh- Spül- und Waschmaschinen entwickelt (und nicht etwa die Frauen dran gehindert, es selbst zu tun)

So schlicht und polar ist das!

kvinna hat gesagt…

Ha! Und damit kommst du wieder auf so ein zweischneidiges Ding.

Wie sehr brauch' ich denn all' diese schönen Erfindungen? Sind Frauen vielleicht deshalb nicht darauf gekommen, weil sie's nicht brauchen?

Es zu haben ist doch eigentlich Dekadenz... dass du und ich uns kennen, liegt allerdings am Internet.

Und das finde ich wiederum gar nicht dekadent, im Gegensatz beispielsweise zum superbreiten Flachbildschirm, den ICH jedenfalls nicht brauche - weia, das ist ja wieder endlos.

Einerseits sind manche Dinge "nice to have", aber "brauchen" geht anders. ANDERERSEITS...

Stela hat gesagt…

Hi kvinna,
ich hab das mit den von der Waschmaschine verschlungenen Socken immer für einen Spass gehalten weil ja tatsächlich in jedem Haushalt immer wieder Socken und andere Sachen fehlen.(jedenfalls in meinem chaotischen!!!!)
Ich hab vor einem Jahr mal unsere Spülmaschine"repariert" der rotierende Arm war ausgehängt und war verwundert welch hoher Wasserdruck in diesem Sprühdings
herrscht.Mir geht's immer so dass ich erst einen Bogen um derartige Aufgaben mache und mich hinterher darüber wundere dass ichs nicht früher angepackt habe:weils eigentlich so einfach und logisch ist wie sonst wenig im Leben...
Stela

Sam hat gesagt…

Hi zusammen,

NATÜRLICH ist das mit den Socken-Verschwinden- in- der- Maschine ein Spass!

Also bittschön, ich glaubs ja nicht, dass jemals eine das ernsthaft... Obwohl.
Sachen gibts ...:)

kvinna hat gesagt…

Ja, Sachen gibt's! Ich kenne eine, die hat mir das glaubhaft versichern wollen. Dass das inzwischen erwiesen sei, dass die Socken sich zwischen Trommel und Dichtung davonmachen und bei Verschrottung der Maschine irgendwo im Innern wiedergefunden werden. Ich versichere, sie hat fest geglaubt, was sie da erzählte.

Und eine hatte erkannt, dass der Trockner zum Trocknen der Wäsche an eine Wasserleitung angeschlossen werden müsse, irgendwie Wasser bräuchte, damit die Wäsche trocken wird. Ehrlich.

Ich war auf einer reinen Mädchenschule. Und danach habe ich bei der Sparkasse gearbeitet. Da wimmelt es vor Frauen, vor allem in den unteren Chargen. Eine komplett weibliche Geschäftsstelle unter männlicher Führung ist da das Normale.

Was ich sagen will: Ich war jahrelang so viele Stunden fast ausschließlich unter Frauen, dass die Wahrscheinlichkeit, gelegentlich auf SOLCHE Exemplare zu treffen, mutmaßlich höher ist.

Na, und im Gemeindezentrum ist in der Küche natürlich auch immer Weiberzeit, alle Altersstufen, alle Modelle ;)))

Nicht, dass wir uns missverstehen: ich mag sie trotzdem, die meisten Frauen.

Ursel hat gesagt…

Hehe, oh da hast Du aber einen wunden Punkt gefunden..
Ja, warum hab ich als Kind Mama's alte Kamera auseinandergebaut, nur um zu gucken, wie's dadrin aussschaut, und dann wieder zusammengebastelt..
Und noch ne Menge anderer Dinge.
Und Reifen hab ich auch immer selbst gewechselt, bis dann João kam..
Und Nägel eingehauen, geschraubt etc..
Das war jetzt die praktische Seite.
Ist das, wie die theoretische, vielleicht einfach Bequemlichkeit.
"Ich brauch's nicht wissen, also will ich's auch nicht wissen."
Will meinen Speicherplatz gewissermassen nicht mit SOWAS belasten..
Keine Ahnung !
Mich interessiert so'n Kram aber immer noch :)
Naja, das nur als kleine Portion Senf, nachdem die Wurst schon kalt ist :)

Grüsse
Ursel