Samstag, August 22, 2009

Ich hab' keine Ahnung,...

Nun mit Erklärungen von Edit!
...ob die Büffel auf der Farm nebenan den Rumms vernommen haben, mit dem ich überprüfte, ob mein Schädel hart genug ist für Schweizer Bergahorn. Die Mitarbeiterin vom Hochseilgarten hat's wohl mitbekommen, denn als ich neben ihrem Kollegen zur Hütte heraufgehumpelt kam, begrüßte sie mich mit einem spöttischen: "Ach, DAS war der Knall, den ich gehört hab'!"

Na, wer den Schaden hat!


Diese eine Seilbahn namens "Jet" ;) war um einiges flotter als die andern und schon auf halber Strecke wusste ich, dass es ein Fehler gewesen war, die dick behandschuhte Hand nicht bremsend auf's Oberseil gelegt zu haben.

Aber eigentlich ist mir bis auf das Veilchen und drei mittelgroße Schürfwunden nicht wirklich 'was passiert. Zur Auswahl standen: Schleudertrauma, Gehirnerschütterung, Nasenbein- oder sonstige Knochenbrüche sowie diverse Platzwunden - völlig zu schweigen von möglicherweise ausgeschlagenen Zähnen.

Irgendwas muss ich also richtig gemacht haben beim Aufprall - logisch, Zeit zum Denken hatt' ich nämlich keine! ^^ (Als ich am nächsten Tag doch ein wenig humpelte, nannte Grejazi das treffend "Jet-Leg".)

EDIT hat festgestellt, dass hier wohl Erklärungsbedarf besteht: wie in den vorangegangenen Posts bereits angedeutet, habe ich die zweite Hälfte der nordrhein-westfälischen Sommerferien mit Mann und Kindern fast vollständig in der Schweiz verbracht. Näheres schnellstmöglich im Urlaubbären.

Den Hochseilgarten besuchten wir im Rahmen dieses Urlaubs bereits das dritte Jahr hintereinander, grundsätzliche Kenntnisse im Umgang mit Klettergurt nebst zwei Sicherungskarabinern sowie einem kleinen Rollenteil sind also vorhanden.

Weil eben nicht nur Hängebrücken u.ä. gesichert überwunden werden, sondern auch Seilbahnen da sind, die im Gurt hängend befahren werden, ist da auch noch so ein etwa handgroßes "Metallteil" mit Rollen dabei, welches oben auf's Seil gesetzt wird und unten eine Öse hat, die der Aufhängung des Fahrenden dient. Dabei mit den dicken Lederhandschuhen zu bremsen, ist nicht bei allen Seilfahrten nötig, bei EINER aber schon. Die erreichte Geschwindigkeit wird sonst so hoch, dass die Beine außerstande sind, den Anprall am "Endbaum" auch nur annähernd zu bremsen ;)

Das Veilchen war wirklich nicht der Rede wert, ich hatte nämlich lediglich eine Schwellung in der Augenbraue und das Blut aus dem geplatzten Gefäß ist wohl ins Lid gelaufen. Schon am nächsten Tag spürte ich von dieser Blessur nur noch den Spott, den sie mir einbrachte!

Kommentare:

Trudy hat gesagt…

Ein harter Übergang, von schwarzer Kirschenkonfi zum Jet Leg! Ich stehe wohl auf der Leitung. ;-))
Sieht nicht gut aus, dein Auge.
Gute Genesung wünsch ich dir.

mondin hat gesagt…

Auha,

bist Du aus der Seilbahn runtergefallen ?

Hoffe, das hat sich schon wieder in alle Regenbogenfarben verflüchtigt..

Gute Besserung !

Sam hat gesagt…

Mit dem Kopf vorraus ??! Da hast Du aber einen echten Widder- Fahrstil... :)
Gute Genesung wünscht Sam
(die auf einem Hochseilgarten Windeln bräuchte)

kvinna hat gesagt…

Eh, Sam, ich bin doch Jungfrau!!! Allerdings ist mein Kopf so unglaublich groß, dass er wahrscheinlich die stärkste Beschleunigung und die andern Körperteile überholt hat! ^^

waldviertelleben hat gesagt…

deine beschreibung klingt beängstigend. stell mir das so vor, wenn frau am ende des seils auf der polsterung klebt.
aber jetzt ist alles schon wieder gut.
lg
ingrid

Stela hat gesagt…

Also diese Hochseilgärten scheinen gefährlich zu sein in den letzten Monaten hat's 2 Frauen aus dem Bekanntenkreis "gewickelt" beide sind übrigens mit so einem Seilbahngerät an den Pfosten gekracht,eine hatte den Fuss gebrochen.
Ich bewundere auch deinen Mut! Bei uns ist sogar so ein Hochseilgarten IM DORF und ich hab mich trotz Vorsätzen noch nicht dahin getraut.
Gut gesichert würd' ich schon gern mal probieren meine Höhenangst auszuloten!
Gute Besserung für dein Auge-hat schon was sehr Theatralisches, so ein Veilchen!!!
Liebe Grüsse,Stela

kvinna hat gesagt…

Als ich das erste mal da 'rauf bin, habe ich mich zwischendrin auch mal gefragt, warum ich eigentlich keine Angst habe, so hoch oben auf'm Baum. Ich glaube, das liegt an diesem Hosengurt. Oder an den Karabinern.

Und passiert ist mir nur deshalb etwas, weil ich an dieser einen Stelle vorher nicht richtig nachgedacht habe.

Dass es so glimpflich ausging, liegt freilich daran, dass ich im entscheidenden Moment dann keine Zeit zum Nachdenken hatte ^^.

Im Grunde hätte ich auch bremsen können, wenn ich es LANGSAM getan hätte. Schnell fest zupacken reißt nämlich heftigst im Gelenk.

Naja. HINTERHER klüger sein ist auch keine Kunst.

365 Tage hat gesagt…

schönes Veilchen! Bravo zum sportlichen Mut und zur un-selbstmitleidigen Darstellung.