Mittwoch, November 25, 2009

Souvenirs, Souvenirs! Ha! Von Johnny Halliday! Und ich dachte an Chris Howland oder Bill Ramsey! Aber klasse! Hier klicken!

Diesen Fingerring - gar nicht so leicht, als Rechtshänderin einen Ring an der rechten Hand zu fotografieren und das überbelichtetste Bild ist leider auch das schärfste - habe ich mir in Blaubeuren im "Schöne Lau Shop" gekauft. Tatsächlich, er hatte auch mal geöffnet, der Laden. Dies war nur absolut sporadisch der Fall und meist nicht, wenn ich dort vorbei kam.

Das Sortiment kam mir ein bisschen ulkig vor, es gab alles Mögliche und Unmögliche, aber nicht unsympathisch. Und Begegnungen im Urlaub können auch Souvenirs sein. ^^

Der Ladeninhaber fragte mich jedenfalls nach den Silberdrachen, den ich an diesem Tag um den Hals trug. Ob ich denn "Mittelalter und so" mögen tät. Nun, entweder spricht eine Sache mich an oder eben nicht. (Der Ring tat's. Mitten zwischen all' dem Andern...) Da ist mir eigentlich egal, unter welchem "Etikett" sie daher kommt. Es ergab sich noch ein nettes Gespräch...

Oder das alte Ehepaar vor dem Münster in Ulm, die späte Sonne genießend. Die Frau war die Tochter eines Wehrmachtssoldaten, der kurz vor dem zweiten Weltkrieg von Bochum nach Ulm versetzt wurde - für die Ulmer Kinder war die damals Achtjährige eine Art Alien. Ihr Mann, im Rollstuhl, war ein Pommernflüchtling - wie die Eltern meines Vaters.

Die Erklärbären im Münster, alles Rentner mit eigenen, interessanten Geschichten. Einem von ihnen war es sehr wichtig, mir eine ganz bestimmte Marienfigur in einem Seitenteil zu zeigen, weil sie so irdisch, erdig, weiblich daherkommt mit ihrem runden, fröhlichen Baby auf dem Arm.. Solche Marien gibt's in der Tat nicht viele.

Der schon im Blaubeuren-Post erwähnte Volvofahrer aus Düsseldorf, der mir in Urspring entgegenkam.

Der Wirt vom Café in der Blautopfmühle, der früher bei Volvo in Ulm gearbeitet hat und einen viel besseren Weg zu der Werkstatt wusste, als den, den der ADAC-Mensch mir empfohlen hatte. Bei ihm hatte ich die Ulm-Karte gekauft.

Im Badhaus der Mönche: ein junger Mann, vermutlich Student, kam in Begleitung herein und entdeckte, dass er und die Kassiererin aus zwei verschiedenen Balkanländern kommen, die früher eins waren, heute aber offiziell als verfeindet gelten. Die beiden fielen sofort in Landesprache und waren so herzlich, so erfreut miteinander, dass der Begleiter und ich uns augenblicks überflüssig fühlten. Allerdings fotografieren musste ich die beiden später noch mit seiner Kamera.

Als dann im Gegenzug er mich fotografierte, kamen wir doch noch ins Gespräch ^^.

Später erzählte die Frau von der Kasse mir, dass sie auch gern allein verreist, aber die einsamen Abende seien so schrecklich dabei. Ich verriet ihr meinen Kniff: den Tag so verbringen, dass ich am Abend nur noch müde bin und glücklich ins Bett falle ;)

Und der Service-Mitarbeiter in der Ulmer Autowerkstatt war einfach nur lecker.

Kommentare:

Sam hat gesagt…

Schöner Ring!

birgit hat gesagt…

ein absoluter hammer
*neid*
yeah find ich ganz klasse