Donnerstag, Juni 30, 2011

Worte, Wörter?

Allein in der Überschrift, so kurz sie ist, steckt schon eine Masse von dem, was mich beschäftigt. Das eine hinterlässt doch eine ganz andere Farbe, Geruch, Geschmack, als das andere: "Worte" klingt irgendwie fühlreicher, bedeutsamer als "Wörter", das zumindest mich an Grammatik, an "Silben zählen" denken lässt.

Überhaupt was zwischen den Zeichen immer mitschwingt. Das hinterlässt doch bei jedem einen andern Klang. Sprache ist eine sehr feinstoffliche Angelegenheit und hat viel mit persönlicher Geschichte zu tun.

Manchmal fehlen die Worte, manchmal sind es viel zu viele.Welche Erfahrungen habe ich mit Worten gemacht, wie wende ich sie an. Was sagen sie über mich.

Und dann: "Nur Worte!" das gibt es gar nicht. Wenn "Landsmännin" auf Verständnis trifft, dann läuft da was verkehrt. Doch dies nur am Rande, weil Luisa ("Salamandra", Blogger mag grad' keine Hyperlinks) vorgestern so treffend auf die "Frauenmannschaft" zeigte.

Jedenfalls, aus mir fließen die Worte und Wörter einfach so heraus, dass sie mir fehlen, ist selten. Und so langsam sehe ich auch, dass die Wortlosigkeit des Gegenübers manchmal einfach nur hilflose Erschlagenheit ist - Erschlagenheit durch meine Flut: Schon im Kindergarten habe ich laut meiner Mutter jeden potentiellen Gegner an die Wand gequatscht.

1 Kommentar:

waldviertelleben hat gesagt…

du hast doch auch etwas zu sagen! weisst einfach alles. ich schätze das sehr.
lg
ingrid