Freitag, September 28, 2012

Abenteuer (Nord)Osten

Aus gegebenem Anlass warf ich vor drei Wochen mein Zeug ins Auto und verschwand für einige Tage.  Mein Weg führte mich wie so oft in solchen Momenten ans Wasser. Ich bin von Herzen froh um die spontane Erfahrung, dass mein Truppentransporter zum schlichten, aber hinreichend komfortablen Wohnmobil taugt und dies die Erholung nicht nur unkompliziert, sondern auch sehr, sehr preiswert macht.

Zingst war mein erstes Ziel, jedoch blieb ich spätnachts bei Bresewitz stecken; trotzdem in der Gegend der Hund begraben schien, hat mich der Verkehr noch eine Weile wach gehalten. Zu lesen traute ich mich nicht; Übernachten ist ja nicht auf allen öffentlichen Plätzen erlaubt und mein Licht hätte mich vielleicht verraten, wer weiß. Letzlich eingeschlafen in meinem Bett im Auto bin ich zum zärtlichen Ruf einiger Kraniche.

Am nächsten Morgen gefiel mir dann Zingst überhaupt nicht und ich wandte mich Prerow zu. Es war die richtige Entscheidung; der gefundene Campingplatz war wie für mich gemacht.

Die Tage dort waren gut.

Auf dem bewusst langsam vorgenommenen Rückweg sah ich mir Wustrow auf Fischland an. Der Ort reicht über die gesamte Landbreite zwischen Bodden und Meer. Der Krimi "Fischland-Mord" trägt Schuld, dass ich mir auch die alte Seefahrtschule ansah und die Swantewit-Skulptur an der Seebrücke aufsuchte.

Von Rostock sah ich nix, nur Ikea. Die Freunde in Schwerin, die ich besuchte, hatten mich um diesen Abstecher gebeten.

Die Landschaft am Weg hat mich ins Herz getroffen. Und Schwerin ist der Rede wert!

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