Freitag, Januar 24, 2014

Eine Hafenstunde...

...schob ich heute bewusst in meinen Alltag. Ein Pausenzeichen.
Es war gerade das erreichbarste Wasser  -  und das richtigste.

Der Duisburger Innenhafen und ich:

In den Siebzigern des vorigen Jahrhunderts lernte ich in der Grundschule, dass Duisburg den größten Innenhafen Europas (der Welt?) hat. Wir haben dann auch mit der Klasse eine Hafenrundfahrt gemacht. Ich trug meine Kommunionssandälchen mit eigenartigen Häkelsöckchen und hab' gefroren wie ein Schneider.

Da hatte die Küppersmühle den Betrieb schon eingestellt. Der Kornspeicher, der angemalt war wie eine riesige "Mr. Softy"-Milchtüte, stand noch Jahrzehnte und war, weil von der Autobahn aus sichtbar, (A59, im Volksmund "Achse" genannt, weil wohl irgendein Planer mal den Ausdruck "Nord-Süd-Achse" gebrauchte!) lange Jahre eine wichtige Orientierungsmarke - eine Ausfahrt ist gleichbei.

Irgendwann in den Neunzigern mal beim Speicher mit Grejazi auf den stillgelegten Schienen am Kai herumgeturnt zu sein, erinnere ich mich auch sehr genau. Da war noch nix mit "schickem neuen Stadtteil".

Vom Wasser aus begegnete ich dem Hafen dann im neuen Jahrtausend mittels meiner Teilnahme an einer Drachenbootregatta. Das war eine gute Erfahrung - auch, weil ich mit 20 Leuten in einem Boot denselben Schlag haben musste...

Die Kunst mag ich eigentlich meistens, die da so rumsteht. Und die Synagoge beim meiner Meinung nach sehr gelungenen "Garten der Erinnerung" habe ich schon besucht.

Das Marode, das ist hie und da noch vorhanden. Inzwischen gibt's aber sogar "Grachten".

Nun.

Leerstände gibt's auch.

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