Donnerstag, Februar 06, 2014

Von mir aus...

.... kann er mir das Telefonbuch vorlesen. 

Wenn ich dabei nur weiterhin mit meinem Kopf auf seiner Brust liegen und lauschen kann, wie seine Stimme in seinem Brustkorb schwingt. 

Ihn riechen und fühlen. 

Was das Leben für Bocksprünge macht.

Ich hinterfrage nicht, ich fordere nicht. Ich nehm's, wie auch immer es kommt. 

Seine Hände, die nicht verbergen können, dass er mit ihnen arbeitet. Sein Blick, bei dem ich mir auch nach beinah 28 Jahren nicht sicher bin, ob der nicht doch ein kleines bisschen silbern ist.

Und die gottverdammte Tatsache, dass er aus der absolut selben Welt kommt und die absolut selbe Sprache spricht wie ich. Bei allem.

Dass, was er spricht, Hand und Fuß hat und ich zum Glück nicht auf das Telefonbuch ausweichen muss, um ihm entspannt zuhören zu können.



Als ich das letzte Mal in dieser Wohnung war, hat mich die Einsamkeit und Verlassenheit, die sie spiegelte, getroffen. Etwas hat sich gedreht seitdem. Die Ursache dieser Bewegung tut nicht nur den Räumen gut.


Da habt Ihr's! Schwarz auf schwarz.

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