Mittwoch, Februar 17, 2016

Früh ...

... war ich heute mit meinem Auto unterwegs, ich musste ins Dorf, das Brot war alle. (Nach einigen größeren Hausarbeiten legte ich mich nochmal zum traumhaften Sonnenaufgang in mein Bett, so eine Wohltat, ich habe frei!).

Was nun im Dunkel verkündet wurde als erster vollständiger Satz aus meinem Autoradio, das beschäftigt mich schon seit einigen Tagen: "Die vielen Polizisten beruhigen diejenigen, die im Bataclan nur zwei Türsteher gesehen haben!".

Die Anwesenheit von scheinbarer Sicherheit mag traumatisierte Menschen beruhigen - für eine Gesellschaft stellt die durch den noch einmal bis Mai (!!!) verlängerten Ausnahmezustand bis an den Rand der Willkür erweiterte Befugnis der französischen Polizei ein Risiko dar; die Grundrechte der Demokratie werden be-, nein, abgeschnitten.

Am 30. Mai 1968 verabschiedete der Deutsche Bundestag Notstandsgesetze, die zum siebzehnten Mal seit dem Krieg das Grundgesetz änderten. Ursache für den Beschluss waren unter anderem die Kaufhausbrandstiftungen in Frankfurt am Main und die Unruhen rund um das Attentat an Rudi Dutschke.

Diese Notstandsgesetze wirkten wie Dünger für die weitere Radikalisierung gewisser Bevölkerungsgruppen.

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