Freitag, November 30, 2007

Bin heute...

...sehr kommunikativ. Gerade habe ich an sehr vielen Stellen im Internet meinen Senf verteilt. :) Mal sehn', was echot. Passend zu dieser losgelösten Mitteilsamkeit ein heiteres, leichtes Bild vom geliebten Schwarzkirschbaum aus dem April!

Mittwoch, November 28, 2007

Mein Mantra

Bei mir bleiben!
Konsequent
sein!

Dienstag, November 27, 2007

Intellektuelle Herausforderung!

Ich wohne in einem sehr alten Haus und habe mir nie Illusionen darüber gemacht, wer außer den mir bekannten Bewohnern noch so alles darin Quartier genommen hat. Deshalb konnte es mich eigentlich auch nicht überraschen, dass sich oben in den Schlafräumen eine Maus herumtrieb.

Lustig war nur, wie wir sie entdeckten: eines freien Tages wurde mein schlafender Gatte von einem Rascheln auf seinem Nachttisch geweckt und sah sich quasi Aug' in Aug' mit der kleinen Grauen. Sie hatte sich für die dort liegenden dicken Eicheln interessiert, die die Kinder ihrem Papa mal geschenkt hatten. :)

Nun gehört keiner von uns zu den Zeitgenossen, die bei einer solchen Entdeckung in Panik verfallen und sich ausmalen, der Kleinsäuger könnte ihnen des Nachts über die schlafenden Gesichter kriechen. Selbst wenn, so verursacht uns das keine Ängste.

Dennoch musste das Tier eingefangen und aus dem Haus befördert werden, ganz klar.

Eine Strategie musste her: in jedem Raum wurden Walnusskerne deponiert und die Türen angelehnt gelassen, um zunächst festzustellen, wo sich die Mitbewohnerin bevorzugt aufhält.

Zu diesem Zeitpunkt hatte sie nur mein Mann gesehen. Aber sie bewies sehr schnell ihre Anwesenheit durch allmählichen Nussverzehr. So wurden also zwei Lebendfallen gekauft und an den neuralgischen Punkten deponiert.

Sie sind halkugelförmig, aus Kupferdraht, haben einen Holzboden, zwei sich verjüngende Einstiege, deren Enden offene Drahtspitzen sind und eine Blechklappe an der Seite zur Befreiung der Delinquentin. Zunächst nahmen wir wieder Nusskerne als Köder, aber die verschwanden gemeinsam mit der Maus!

Hm.

Vielleicht, so dachten wir, hat sie die Kerne von außen irgendwie durch's Gitter geangelt. Eine allseits bekannte Nuss-Nougat-Creme sollte das Angeln schwieriger machen. Aber da sie vollständig herausgeleckt wurde, war nun klar: die Maus spazierte ungehindert in die Falle hinein und auch wieder hinaus!

Also suchte ich den örtlichen Raiffeisenmarkt - im Volksmund "die Genossenschaft" ;) - auf, um eine andere Lebendfalle zu besorgen. Mit wem ich auch sprach, "Töten!" war die einhellige Meinung.

Aber ich sah das Ganze sportlich! Nutella versagte, weil die neue Falle mit einem Köderdorn ausgestattet war, von dem es heruntertropfte. Da brauchte die vierpfötige Diebin es nur vom Boden zu lecken und konnte hinausspazieren, ohne per Dorn den Schließmechanismus auszulösen!

Grübelnderweise spießte ich einen duftenden Dominostein auf den Dorn.



Das war das Ergebnis.

Donnerstag, November 22, 2007

Integration!?

Immer wieder beschleicht mich skrupelhaft dieses Gefühl, in einer wohlbehüteten, gutbürgerlichen Blase zu leben, in die wenig eindringt von den rauhen Realitäten, mit denen diejenigen sich herumschlagen, die vom Schicksal weniger begünstigt sind als ich.

Klartext: He, es geht mir saugut und es erschüttert mich total, wenn ich sehe, was für menschliche Katastrophen im Kleinen oder auch im Großen um mich her geschehen. Es macht mich völlig perplex, was es alles gibt!

Polen ist in der EU. Das bedeutet, dass ein polnischer Familienvater, der eine gesicherte Arbeitstelle in Deutschland nachweisen kann, ohne weitere Umstände mit seiner Familie herziehen kann. Daran ist ja auch nix Verwerfliches.

Aber vier Tage nach dem Herzug kann sein sechsjähriger Sohn, jüngstes seiner drei Kinder, ohne ein Wort deutsch zu sprechen in die hiesige Grundschule eingeschult werden. Über drei Monate können vergehen, in denen die Schule mit den Eltern Kontakt aufzunehmen versucht, was immer wieder daran scheitert, dass niemand in der Familie auch nur ein Wort deutsch spricht.

Da ist niemand, der die Familie mal an die Hand nimmt und sagt, passt mal auf, wenn ihr hier leben wollt, habt ihr folgende Möglichkeiten, deutsch zu lernen und das ist mal das A und O.

Die Direktorin der Grundschule begnügt sich damit, der Mutter mit Händen und Füßen mitzuteilen, sie solle die hiesige VHS besuchen. Dass diese vielleicht das Geld dazu nicht hat, kommt ihr nicht in den Sinn.

Alle Informationen, die man bekommen kann und die einem bei der Integration helfen könnten, gibt es nur auf deutsch, bestenfalls mal auf englisch und vielleicht auf türkisch. Das war's.

Ständig kommt es zu Missverständnissen und Schwierigkeiten, weil keine gemeinsame Sprache da ist. Und allem Anschein nach gibt es an der ganzen Schule (15 Klassen, 385 Schüler) nur ein einziges Kind mit dieser Problematik. Der Ausländeranteil ist überhaupt gering und die andern sind alle mindestens ausreichend, wenn nicht sogar sehr gut integriert.

Na ja, nachdem ich die Probleme erfahren habe, habe ich mal ein paar Dinge ins Rollen gebracht. Ich will mir hier nicht selbst auf die Schulter klopfen, aber mal mitteilen, dass ich nicht nur gemotzt, sondern auch etwas unternommen habe. Mit der Schule, mit dem Integrationsbeauftragten unserer Stadt und so weiter. Gelobt sei das Internet, mich zu informieren war eigentlich einfach.

Was bleibt, ist das Kopfschütteln, dass so etwas möglich ist. So, wie sich das jetzt darstellt, sitzt die Mutter möglicherweise allein zu Hause - die älteren Kinder sind an weiterführenden Schulen und ich hoffe, dass sich von dieser Seite bald mal auch etwas bewegt - und kann sich nicht helfen.

Wer schon mal in einem fremden Land, dessen Sprache er nicht spricht, Urlaub gemacht hat, kann sich vielleicht das Unbehagen vorstellen. Ich jedenfalls habe mich in Spanien und in Schweden hie und da wie die letzte Idiotin gefühlt, weil ich die Sprache nicht sprach.

Und nun übertragt dieses Unbehagen aus dem Urlaub mal gedanklich in euren Alltag, in das Land, in dem ihr lebt. Grusel. Einkaufen. Telefonieren. Ämter. Vermieter. Arbeitgeber. Kollegen. Und die Sprache zu lernen, kostet Geld, das ihr vielleicht nicht habt. Dass es staatliche Förderung und Hilfen gibt, sagt euch keiner.

Ich finde diese Vorstellung einfach unerträglich.

Meine Freundin M. meinte lakonisch: "Das ist doch normal. Solche Kinder gehen unter!" Das darf doch nicht wahr sein!

Aber anscheinend bin ich ganz schön naiv.

Dienstag, November 20, 2007

Den Berg 'rauf!

Ich habe Geduld gebraucht, um diese Fotostrecke hochzuladen; ich denk' immer, wenn 'was gar nicht klappt an der Maschine, dann soll's eben nicht sein, ist nicht der rechte Zeitpunkt. Und, voilá, heute habe ich's nochmal versucht, es ging wie geschmiert.
Dies ist meine Tour mit Sam den Brauneck hinauf. An dem Parkplatz haben wir uns getroffen.
Die kegelförmige Demmelspitze kann frau hier gut sehen; für die braucht's aber etwas mehr Gerät als Wanderschuhe und Rucksack.In der Ferne ist das Paradies zu sehen..."Schandfleck!" fand Sam...sah auch echt wüst aus, wo dies Gerät hier stand.Die Demmelspitze scheel von der Seite...Rauf......und immer......noch raufer...
Und hier mal BLAUER Enzian!Mal ganz ehrlich: in den ersten fünfzehn Minuten mit Sam auf dem Weg habe ich gedacht, himmel, ich werde nie oben ankommen, ich hab' ja jetzt schon Seitenstiche! War mir das peinlich! Aber ich habe es doch geschafft, ich denke, ohne mich allzusehr zu blamieren. :) Bloß auf den letzten Metern machte Sam mir unmissverständlich klar, dass meine Verfassung und die herannahende Dämmerung es verböten, auch zu Fuß hinunterzusteigen. Nun wäre eigentlich die letze Seilbahn hinunter schon weg gewesen. Da hat Sam mich bei DIESER Aussicht auf's Karwendel deponiert und ist in die Station geflitzt. Keine Ahnung, wie sie den Fahrer überzeugt hat und wie ich die drei Stufen in die Seilbahn noch geschafft habe. Aber jedenfalls wurden wir dann noch abgeseilt und haben unten hervorragend zu Abend gegessen :)
Wie diese schlafende Göttin heißt, habe ich leidernatürlich vergessen. Aber sie ist das Sahnehäubchen: Hm.
Das hat mir jetzt sehr gut getan, mit diesen Bildern zu arbeiten.
War sehr intensiv.
:0)

Freitag, November 09, 2007

Keine Sorge!

Es geht mir gut! Ich kreisel' nur grad' woanders 'rum! :)



Nein, nicht im Buddhismus, auch wenn das Bild den Eindruck erweckt. Aber es gibt gut meine derzeitige Gemütslage wieder. Daher bin ich auch wenig im Blogversum zur Zeit.