Montag, Dezember 29, 2008

Traumhaft!

Ich bin mühsam dabei, sechs Kinder auf ebensovielen Rücksitzen einzeln anzuschnallen in dem kleinen, superflachen schwarzen Sportwagen. Soeben habe ich sie von einem Reiterhof abgeholt und muss sie nach Hause bringen.

In diesem Moment ertönt das tiefe Röhren des kraftvollen Motors und der Wagen fährt los. "Verflixt, schon wieder!" denke ich, und "Naja, nicht schlimm, ich bin ja daran gewöhnt, dass das Fahrzeug fahrerlos startet. Auf den nächsten Metern geht es eh' nur geradeaus, genug Zeit also!"

So bin ich ein paar Minuten beschäftigt, als mir siedend heiß einfällt: "Da vorne kommt eine unübersichtliche Einmündung, bis dahin muss ich am Steuer sein!" Das Auto fährt schnell, der Weg von den Rücksitzen zum Fahrerplatz zieht sich wie Kaugummi, es wird brenzlig, die Luft bietet Widerstand, ich brauche all' meine Kraft - derweil ein Kind an mir vorbei nach vorn hüpft, als wär's nix!

Sowas träume ich öfter.

Die Rauhnächte sind zudem die einzigen Nächte im Jahr, die ich ausdehne bis zum Erbrechen - die meisten Ausschlaf- (sprich: Ferien)tage liegen nämlich in der hellen Jahreszeit, die in der dunklen liegen, nutze ich zum Schlafen! Schlafen! Schlafen! und das hat manchmal die seltsamsten Auswirkungen.

Samstag, Dezember 27, 2008

Beleidigte Leberwurst...




Gelegentlich kommt es vor, dass ich in die Gesichter meiner Kinder spreche: "Einer von euch kann mal eben zum Briefkasten gehen!" und dies hat EINHUNDERTPROZENTIG zur Folge, dass meine Jüngste "Ich! Ich! Ich!"-schreiend zum Schlüsselbrett sowie anschließend nach draußen stürzt.

Vor einigen Tagen machte ich den "Fehler", mich direkt an sie zu wenden: "Geh' doch bitte mal zum Briefkasten!" was ein beleidigt-empörtes "Mann, Mama! Wieso immer ich?" zur Folge hatte. Völlig geduldfrei erklärte ich: "Du schreist doch sonst immer los, wenn's um den Briefkasten geht! Also geh' einfach, Punkt!" Grummelnd leistete sie tatsächlich der Aufforderung Folge.

Von einigen anderen Tätigkeiten abgelenkt, achtete ich dann eine ganze Weile nach dem Briefkastengang nicht auf sie. Irgendwann sehr viel später fand ich sie mitten im Wohnzimmer auf dem Boden sitzend, die Wolldecke komplett auf ihr, ein vorwurfsvolles Gespenst.

Die Decke lüpfend, fragte ich ebenso freundlich wie ratlos nach dem Grund?

Tränenverzerrtes, völlig verzweifeltes Gesicht: "...weil du gesagt hast, dass ich IMMER zum Briefkasten will..." (...)

Nur eines ist völlig sicher bei so einem Verhalten: Wie ich's auch immer mache - es ist garantiert verkehrt! Ich empfinde das generell als sehr anstrengend und manchmal, aber nur manchmal, bin ich das einfach nur leid und sonst gar nix.

Mittwoch, Dezember 24, 2008

Ich mag keine Engel!

Mit himmlischen Heerscharen kann ich nix anfangen. Und auch als Boten Gottes sind sie mir suspekt, die Engel. Flammenschwert, Wolkenheim, seliges Lächeln oder, seit Neuestem, der etwas esoterische Anhauch, der sie umgibt - nee!
Trotzdem habe ich in diesem Jahr zwei schlichte Engel verschenkt an zwei ältere Damen, die einfach welche brauchen. Und mir ein engelhaftes Perlengebilde als Schlüssel(?)anhänger, weiß auch nicht, warum.
Sams Adler scheint mir auch ein Engel zu sein - aber ich seh' da sowieso lauter Eizellen und Nabelschnüre im kosmischen Adventkalender.
Zeit für anderes Licht.
Ausgerechnet der mürrische Mensch vom Getränkeladen, der immer schweinische Witze erzählt, wenn er glaubt, keine Frau höre zu (???) hat mir diesen kleinen Engel geschenkt, an dem ich zum eigenen Erstaunen eine neckische Freude habe. Das Figürchen hat so ein freundliches Gesicht.
Und außerdem
hat es das Herz in der Hand -
genau wie ich.
Frohe, friedliche stille Tage
wünsch' ich euch allen!

Mittwoch, Dezember 03, 2008

Wahrheit

Der Spruch, der neulich als Baumarktreklame (Jippiieeejeahjeahjippijippijeah!)
auf einer Anhängerplane an mir vorbei gefahren ist,
geht mir nicht aus dem Sinn.
Weil er für mich und mein Leben
ganz genau so stimmt:
"Es sind die schmutzigen Jungs, die Herzen brechen!"
Es ist einfach so, dass diejenigen "Männer", die auch innerlich einen Schlips tragen,
bei mir noch nie landen konnten,
mich als Frau nie interessiert haben...

Montag, Dezember 01, 2008

Montagmorgen...Resümee

Die Sonne scheint. Ich bin ausgeschlafen aufgewacht, was ich die ganze letzte Woche nicht ein einziges Mal von mir behaupten konnte. Das Wochenende war lückenfrei programmiert, jedenfalls im Verhältnis zu meinem deutlich reduzierten Tempo. Doch, das ist mal ein wunderschöner Montagmorgen.

Der Rest vom Fest... jo, keine Langeweile heute früh. Aber schön war's - die Prinzessin fand nach langer Zeit die Muße, mich zu besuchen. Tja, sie ist umgezogen, sie hat wieder geheiratet und seit fast zwei Jahren geht sie wieder Vollzeit arbeiten. Letzteres allein macht's schon schwieriger, mit mir Hausfrau eine gemeinsame Mußestunde zu verbringen, ist halt' so. Es gibt Freundschaften, denen macht so etwas nichts aus. Bei jeder Begegnung wird da wieder angeknüpft, wo's das letzte Mal abgesetzt wurde. Und es gibt Freundschaften, die durch so etwas allmählich ausklingen.

Oh, und das hier ist schon gar nicht mehr wahr. Das hat ca. 36 Stunden gehalten und war in allen Lokalblättern. Traditionell Chaos in allen Straßen, 50 Verkehrsunfälle im Umkreis, meistenteils Blechschäden. Aktuell bin ich froh, wenn's mal ein bisschen Frost gibt in der Nacht.



Achje, und die Gartenstühle sollte ich doch langsam mal 'reinstellen. Der Kirschbaum trug ein anderes Weiß als im April...


Petersilienhochzeit hatten wir, der Grejazi und ich. Hat keiner gemerkt. Zwölfeinhalb Jahre sind zwar der halbe Weg zur Silberhochzeit, richtig Tradition ist deren Feier aber mehr in Norddeutschland. Am Niederrhein wird's nur hie und da gefeiert. Vorsichtshalber hatte ich aber trotzdem einen Petersilienstrauß im Haus. Es sind nämlich die Gäste, die für die feste und flüssige Verpflegung sorgen und wenn keine Petersilie im Haus ist, muss das Brautpaar zahlen...



Zum Trost noch ein paar Herbstfarben, von ein- und demselben Baum zur selben Zeit. Ich bin mir noch nicht sicher, ob das ein Ahorn ist. Wenn ja, dann ein ganz ausgefallener...







Tja, ich hab' zwar kleine Hände - Handschuhgröße 7 - aber dieses Platanenblatt ist trotzdem imposant gewesen.



Und so schön ist mitunter der Niederrhein... dem ich hiermit noch einmal ausdrücklich meine Liebe erkläre.







Donnerstag, November 20, 2008

Eierbrei!

Was ist denn das, wenn eine Kreatur offenbar leidet und langsam krepiert, wenn der Mumm fehlt, "hach, die traurigen Augen", "so puschelig", "hochheilige Natur (oder was dafür gehalten wird!)" wo offenbar das Kindchenschema greift, und nicht der Arsch in der Hose vorhanden ist, dem Viech den Garaus zu machen?

Egoistisch ist das! Nicht den "Mord" verantworten wollen, aber dem "kaputtgehen" jammernd zusehen! Ha!

Früher hatte ich Hemmungen, halbtoten Vögeln den Hals umzudrehen, weil mich die Vorstellung gruselte, plötzlich den Kopf in der Hand zu haben. Aber dem Vogel ist das wurscht, tot ist tot.

Eine Amsel mit gebrochenem Flügel, die beim Tierarzt an ihrem angstbebenden Herzen gestorben ist, hat mich gelehrt, dass das Tier nix davon hat, dass ich sein Bestes will. Sein Bestes gehört nämlich ihm und der Preis ist zu hoch. Das Leben ist der einzig wahre Besitz jedes Menschen und jeder Mitkreatur.

Ein Feldhasenbaby, das außerstande war, sich noch zu bewegen, weil ihm vermutlich die Katz' den Rücken gebrochen hatte, ist jämmerlich verreckt. Weil es so niedlich war, hat mir der Mumm gefehlt, kurzen Prozess zu machen.

Aber ich bin lernfähig.

Dienstag, November 11, 2008

Newslink

Wo der Winter naht, schnell noch einen Blick, wie der Sommer war!

Montag, November 03, 2008

Ereignisdichte - oder: Keine Langweile in Sicht!

Letzte Woche Donnerstag, viertel nach zwölf am Mittag. Meine Tochter sitzt am Esstisch und macht Hausaufgaben, ihre Brüder werden innerhalb der nächsten anderthalb Stunden nacheinander heimkommen.

Da klingelt das Telefon. Paula nenn' ich mal die Frau, die mich da hochdramatisch anschluchzt; ihre Tochter ist in M.'s Klasse, ihr Sohn in B.'s: "Wir brauchen Hilfe!" Ihr Mann, ich sag' mal, "Fred", sei dabei durchzudrehen, er habe einen Termin in der Schule und sie habe Angst, was dort geschehen würde.
Die gemeinsame Tochter, ich nenn' sie Grete, hatte von der Schule aus angerufen, die Lehrerin habe sie geschlagen und Fred müsse kommen. Nun seh' ich mich wirklich nicht als Dompteurin für einen wutschnaubenden Fred und bat ihn ans Telefon. Tatsächlich, er bebte:"Die haben mein Kind nicht anzupacken..." und so weiter. Beschwichtigungsversuche sinnlos.


Erzählte mein Kind mir so etwas aus der Schule, hätte ich sicher einige Fragezeichen, aber ich war ja nicht dabei. Deshalb ginge ich sehr vorsichtig mit so einer Aussage um, erst mal ohne irgend jemanden der Lüge zu bezichtigen oder sonstwie zu beschuldigen. Bei Kindern ist das mit Schwarz und Weiß manchmal nicht so einfach, wie Erwachsene sich das denken.

Paula und Fred habe ich nun schon des Öfteren als "Drama Queen" und "Drama King" par excellence kennengelernt und Grete sowie ihren Bruder, hier heißt er Ernst, sind, sage ich ohne schlechtes Gewissen, berechnend bis durchtrieben.

Nicht, dass wir uns falsch verstehen: ich hege keinen Groll gegen diese Familie, bin auch nicht dafür, sie loswerden zu wollen, wie das manche hier im Ort tatsächlich wünschen. Es ist schwierig mit ihnen, aber mir tun die unglücklichen Verflechtungen in dieser Familie auch leid. Dieses Weltbild "Alle wollen uns was Böses und haben es nur auf uns abgesehen; wenn bei uns etwas schiefgeht, sind immer die Anderen Schuld oder die Umstände!" ist ja schließlich nicht vom Himmel gefallen, irgend etwas macht die Menschen zu dem, was sie sind, das kann ich nie übersehen.

Der Hinweis, die Klassenpflegschaft sei für solche Vorfälle zuständig, nützte nix:"Die kenne ich nicht, da habe ich kein Vertrauen zu!" schnaubte Fred. Ich erbat mir eine Auszeit und versuchte, die beiden Pflegschaftsvertreterinnen zu erreichen, natürlich sprach ich nur mit Anrufbeantwortern. Bei Fred und Paula war dann besetzt. Ich telefonierte mit der Schuldirektorin, um mir ein Bild zu machen. Da fuhr Fred auch schon bei mir vor.

Es gelang mir zwar, ihm klarzumachen, dass ich mich dabei sehr unbehaglich fühlen würde und mich nicht zwischen irgendwelche Stühle setzen wolle, aber der zarte Hinweis, doch erst mal in Ruhe mit seiner Tochter zu sprechen, stieß auf völlig taube Ohren. So wie ich das sehe, hatte Grete ihren Vater Fred zu diesem Zeitpunkt voll am Gängelband.

Der Witz ist ja, dass er denkt, ich sei nicht mitgekommen, weil ich befürchte, meine Kinder könnten wegen so etwas schlechtere Noten bekommen - dabei liegt mir nichts ferner als so eine Haltung. Was macht einen Menschen so misstrauisch gegen alle offiziellen Instanzen?

Na ja, der Termin in der Schule wurde dann vertagt, Fred fand es unfair, allein drei Lehrkräften gegenüber zu stehen - was ich auch irgendwie verstehen kann - aber damit war die Sache für mich nicht erledigt.


Es gibt hier am Ort einen Hansdampf in allen Gassen, der ein sehr aktiver Vater ist, jeden kennt und alles organisieren kann. Paula und Fred wandten sich nun an ihn um Beistand, weil er für sie auch schon in anderen Zusammenhängen eine Vertrauensperson war.

Tja, Hansdampf rief dann mich an und bat mich, doch zu dem neu angesetzten Termin mit zu gehen, er habe aus beruflichen Gründen keine Zeit (und das glaube ich ihm auch!), ob ich denn nicht doch...

So bin ich dann also hingegangen, ausdrücklich als neutrale Zeugin. Inzwischen hatte mein Sohn M. mir den fraglichen Vorfall ganz anders erzählt und die ganze Klasse hat nahezu einstimmig Gretes Aussage widerlegt. Auch sachlich hat sich herausgestellt, dass es gar nicht so gewesen sein kann, wie Grete behauptet hat.

Fred war nicht im Stande, zurück zu rudern oder sich zu entschuldigen, aber dass die Lehrerin Grete nicht geschlagen haben KANN, gab er schließlich knirschend zu. Meinen Mund zu halten fiel mir unsäglich schwer, ich saß wie auf heißen Kohlen, war ganz steif vor Anspannung, als wir schließlich aufstanden.

Gab es solche Dinge schon, als ICH noch zur Schule ging?

Da hat dieser Dramakönig es geschafft, vier Frauen - die Schuldirektorin, ihre Stellvertreterin, die betroffene Lehrerin und mich - voll in Atem zu halten. Ich behaupte mal, der Besonnenheit und Diplomatie von uns vieren ist es zu verdanken, dass Fred nicht noch misstrauischer und schließlich doch friedlich wurde.


Gewalttätig wäre er wohl nicht geworden, da hatte Paula in ihrer Eigenschaft als Dramakönigin am Telefon ohnehin viel zu hoch gegriffen. Aber wer weiß, ob er beim geringsten Vorwurf gegen seine Person nicht doch "zugemacht" und sich an die nächsthöhere Instanz gewandt hätte.

Ich konnte nicht umhin, ihn als wilden kleinen Jungen zu sehen, der irgendwas nicht gekriegt hat in seinem Leben. Inzwischen haben sich DIESE Wogen wieder geglättet.

Und dann ist da noch diese andere Familie, bei der ich immer so ein unbehagliches Gefühl hatte. In dieser wilden Woche, die nun vorbei ist, habe ich Dinge erfahren, wegen denen ich meinen Kindern nun endgültig verboten habe, deren Haus noch einmal zu betreten. Zu meiner sanften Verwunderung scheinen meine Kinder sehr erleichtert über dieses Verbot zu sein.

Aber an jenem Donnerstag klingelte das Telefon noch öfter: der Vater von B.'s Klassenlehrerin ist am Mittwoch gestorben, sie kam Donnerstagmorgen dennoch zum von uns Müttern unterstützten Laternebasteln in die Schule und da ich in dieser Klasse Pflegschaftsvertreterin bin, war ich ehrlich froh, die unterschriebene Beileidskarte gleich überreichen und die Anteilnahme aller aussprechen zu können -mirselbstaufdieSchulterklopf!

Also kam an diesem Donnerstagnachmittag noch ein Anruf: die Beerdigung ist ausgerechnet morgen nachmittag, also muss ich die Klassenbegleitung für den Martinszug auf die Beine stellen und hinterher die bestellten Weckmänner verteilen, während mein Ältester und einige Klassenkameraden zum Landschaftspark Nord gefahren werden müssen, weil sie dort eine Nachtwanderung machen.

Nur gut, dass Grejazi erst ab Ende der Woche Rufbereitschaft hat und diese Fahrt übernimmt.

Diesen Donnerstag, der an Aufregung wirklich den Höhepunkt der Woche darstellte, habe ich dann mit einem abendlichen Whiskytasting, meinem zweiten, beendet, bei dem ich mir auch eine feine Flasche der schottischen Destillerie "The Balvenie" gekauft habe, die leider nicht reduziert war, weil sie an diesem Abend nicht verkostet wurde...

Samstag musste M. mit Klassenkameraden einen Steinzeitspeer mit einem Hühnerknochen basteln. Natürlich hat er einmal mehr zu spät mitgeteilt, was er braucht, genau wie die beteiligten Mädchen.

Was mache ich gutmütige Mutter also, da die Läden geschlossen sind und keiner eine Hähnchenkeule in Reserve hat? Mit meiner Freundin M., bei der ich meine Hühner halte, eine am Morgen verstorbene Legehenne ihres Bruders wieder ausgraben und dem Tier - unter meinem stillen Dank! - die entsprechenden Knochen entnehmen. Wie passend, einen Tag nach dem Gruselfest! ;) Nuja, ich hab' bei so etwas keine Berührungsängste und empfinde auch keinen Ekel.


Gestern früh ist Grejazi dann mit unseren Söhnen zu unchristlich früher Zeit nach Dinslaken gefahren, weil der Älteste dort ein Handballspiel hatte, während ich mit unserer Tochter "mal eben" das Kirchencafé im Gemeindezentrum geschmissen habe. Viel Arbeit, aber auch immer sehr gesellig. Schön war dann auch am Nachmittag der Ausflug zum Schiffshebewerk Henrichenburg, weil ich keine Lust hatte, bei schönem, trockenem Herbstwetter ins Legohaus in Duisburg zu gehen. Letzteres heben wir uns besser für richtig schlechtes Wetter auf, obwohl es dann NATÜRLICH rappelvoll sein wird.

Und was soll ich sagen? Drei Autos haben auf der 70-km-Rückfahrt - gute Güte, waren die Autobahnen voll!! - versucht, mir in den Kofferraum zu kriechen. Unerlaubter Weise habe ich, als sie so nahe waren, dass ich ihre Scheinwerfer nicht mal mehr durch das Fischauge im Heckfenster sehen konnte, KURZ die WARNblinkanlage eingeschaltet.

Da blieben sie dann zurück.
Schließlich muss ich nicht panisch Platz machen und womöglich die Autos auf der rechten Spur schneiden, nur weil jemand hinter mir unbedingt schneller fahren möchte als die von mir präferierten 140 km/h!!! Is' jedenfalls meine Meinung.

Müde war ich dann und bin zu Hause gleich ins Bett gegangen...

Und diese Woche fängt auch schon wieder völlig bekloppt an, ich kann's nicht anders nennen...

Freitag, Oktober 24, 2008

Er ist von uns gegangen...


...der kleine rote Roller. Mit ihm zusammen haben auch noch ein paar andere Dinge, aus denen unsere Kinder definitiv herausgewachsen sind, unseren Haushalt verlassen. Ein kleiner Junge, noch ganz unsicher auf den Beinen, konnte sein Glück nicht fassen und auch noch nicht in Worte gießen - obwohl er bereits drei Jahre alt ist. Seine Mutter hat mit ihm auf der Straße gelebt und nun ist er bei einer befreundeten Familie zunächst in Pflege, bevor sich entscheidet, was wird. Ein kleiner Informationsstaubsauger, der gierig alle Eindrücke aufnimmt, die er kriegen kann. Und ich sehe meinen Ältesten vor mir, wie er damals, den Schnuller im Mundwinkel, mit Latzhose und Windelhintern zu mir aufschauend einen seiner allerersten Sätze voller Inbrunst hervorbrachte:"Mama! If will einen roten Roller haben! Mit Klingel!!" Drei Kinder sind in den letzten acht, neun Jahren mit dem kleinen Roller ums Haus gesaust und nun ist es gut. Nun kann ein neues Kind darauf sein Gleichgewicht finden.

Mittwoch, Oktober 22, 2008

Irgendwie...

ist das mit den Waschbären in Deutschland ja ziemlich unlogisch. Was ich mir so ergoogelt habe, nachdem mich die Notiz in der Geo beim Zahnarzt so verblüfft hatte, kommen mir da zwei, drei Fragezeichen...

Es waren die Nationalsozialisten, denen es 1934 gelang, mit der Freilassung zweier Waschbärpaare in Hessen eine stabile Population zu begründen. Der Gedanke war, die heimische Fauna zu bereichern.

Naja, wahrscheinlich wollten die Herren mal etwas Bunteres vor die Flinte bekommen statt der meist einfarbigen heimischen Säugetiere, vom Dachs jetzt mal ganz abgesehen. ;)

Ich meine, mit dem Waschbären haben ausgerechnet die Nationalsozialisten einen waschechten Nordamerikaner ins Land geholt. Das allein ist doch schon sehr, nun, erstaunlich.

Heute passt den Naturschützern diese sozusagen nationalsozialistische Vergangenheit des Tieres prima in den Kram - ich persönlich halte Polemisierung gegen Neozoen und Neophyten für vollkommen sinnfrei.

Diesem eingeführten Raubtier wird unterstellt, die deutsche Fauna zu bedrohen.

(Den letzten Satz bitte sehr ausführlich sacken lassen.)

Dienstag, Oktober 21, 2008

Ha...

...weil mich die Streicher ganz kribblig machen, das Schlagzeug mir keine Ruhe lässt... und die Trommeln schon gleich gar nicht...

Samstag, Oktober 18, 2008

Liebe Audi-TT-Fahrer!

Wo's mir gerade einfällt: wenn ich das nächste Mal auf der Autobahn unterwegs bin und
einer von euch freien Bürgern fühlt sich durch mich in seiner freien Fahrt behindert,
dann tut mir den Gefallen, reißt euch ein bisschen zusammen,
bis ich den einen LKW überholt habe, anstatt hinter mir
einen spurübergreifenden, licht- und tonhupenden
Veitstanz aufzuführen.
Mein Bus hat zwar viel Stauraum, aber mit eurem Ego
wär' er wahrscheinlich doch ziemlich überladen.
Also vergesst einfach die Idee,
mir hinten hinein kriechen zu wollen!
Danke!

Mittwoch, Oktober 15, 2008

Yeah!

DAS bringt meinen Kreislauf heute hoch!

Netze weben

Der gerade entdeckte Link bringt mich auf etwas.
Noch immer beschäftige ich mich intensiv mit Achtbeinern. So sehr, dass ich Ende September in unserer Grundschule in vier zweiten und in einer vierten Klasse je eine Unterrichtsstunde über Araneus diadematus, die Gartenkreuzspinne, gemacht habe.
Es hat mir großen Spaß gemacht. Aber es war auch sehr anstrengend. Absichtlich habe ich es nicht als Vortrag gestaltet, sondern mich einfach bestmöglich auf alle zu erwartenden Fragen vorbereitet, ein lebendes Exemplar und eine recht realistische, apfelsinengroße Plüschversion mitgenommen und mich dann einfach mit den Kindern darüber unterhalten.
Das hat sehr gut funktioniert.
Die Spinne, die ich knapp vier Tage in einer durchsichtigen Dose hielt, hat es sehr gut überstanden und spinnt wieder ihre Netze in unserem Garten. Allerdings jetzt nicht mehr auf Augenhöhe, sondern etwa zwei Meter darüber. ;)
Allerdings hatte ich nicht bedacht, welche langfristigen Folgen die Aktion für mich haben könnte: ich werde jetzt überall angesprochen und befragt.
Na ja. Hier in meinen kleinen Kreisen eine Art Botschafterin für mitteleuropäische Spinnen zu sein, missfällt mir nicht wirklich. Undifferenziertheiten und Vorurteile gingen mir schon immer massiv auf die Nerven, das ist wohl meine Natur - obwohl meine eigene Brille sicher auch oft genug nicht die angemessene ist.

Montag, September 29, 2008

Ich

Das Bild hat mein Ältester am Sonntag in der Leucht von mir gemacht.
Als ich das sah, wurde mir klar, dass ich mich verkleidet hatte.
Na ja. Nach ca. anderthalb Jahren durft's mal wieder
ein Bild von mir sein.

Sonntag, September 21, 2008

Herbst!

Der Herbst bringt nicht nur Morgennebel... ...sondern auch alljährlich das Ballonglühen an den Niederrhein. Ein ganzes Wochenende mit Riesenspektakel. Kirmes und Menschenauflauf allerorten, nicht nur um die Ballons herum, eigentlich überall in den angrenzenden Orten ist irgend etwas los.
Wir müssen nicht auf jeder Hochzeit tanzen. Neben den Terminen, die die Kinder an solchen Wochenenden vermehrt haben - Chorauftritte, Handballspiele - lassen wir es eher ruhig angehen.
Daher bin ich auch nicht dafür, mich allzusehr in den Rummel zu stürzen. So haben wir dann bei den Ballons wirklich nur dieses eine Spektakel herausgepickt: Ankunft eine knappe Stunde vor dem Aufleuchten, Glück bei der Parkplatzsuche, wenig Herumstehen in Menschenmassen im Dunkel, also entspannter für die Kinder und damit für alle Beteiligten.

Und allein das letzte Bild war's ja wohl wert, oder?

Freitag, September 19, 2008

The Haka - New Zealand Vs Tonga

Eines Tages saß ich mit dem Rücken zum Fernseher am Rechner und hörte hinter mir aus der Flimmerkiste, in der eigentlich gerade Rugby lief, sehr archaische Laute. Und als ich mich umdrehte, sah ich Männer. Männer mit aufgerissenen Augen und herausgestreckter Zunge, die annähernd animalische Drohgebärden machten und äußerst imponierend aus sich heraus gingen.

Doch, sie gefallen mir sehr. Das Haka der neuseeländischen Maori hat offenbar beim Rugby seinen öffentlichen Raum gefunden. Die Männer Tongas antworten hier darauf mit ihrem Sipi Tau.

Aber Haka! Haka ist wunderbar. Wer mag, sucht mal ein bisschen in youtube danach...

Sonntag, September 14, 2008

Gewitterwetterlagenstimmung - oder so...

Dieses Bild hat Grejazi mit meiner Kamera gemacht und es ist auch schon eine Weile her. Ich habe es spontan 'rausgesucht, weil... ja, warum eigentlich?

Kennt ihr das, wenn euch richtig schlecht ist und euch klar wird, dieser unerträgliche Zustand ist nur durch Kotzen zu lösen? Aber eigentlich graut euch vor dem Kotzen und ihr sträubt euch noch ein bisschen bis ihr euch fügt und denkt: "Also gut, dann eben hindurch durch diese ekelhafte Prozedur!" und eigentlich sehnt ihr es dann auch herbei, weil es euch danach endlich wieder besser gehen wird.

So oder ähnlich ist es mit vielen unerträglichen Zuständen im Leben. Ihr fürchtet euch vor dem dicken Ende und doch ist es dann eine Erlösung.

Finstere Wolken am Himmel mag auch eigentlich keiner. Aber wenn es schwül und feucht ist, die Luft steht und schon allein vom Denken der Schweiß fließt, dann sind sie verheißungsvoll, die dunklen Gebilde da oben.

Und wenn es dann endlich knallt und kracht ist nichts schöner, nichts köstlicher als der heftige Wind und der erfrischende Regen. Danach ist die Luft wieder klar und alles leuchtet. Auch der Sauerstoff, der in die Lungen dringt, hat nie besser geschmeckt als nach dem Abzug des Gewitters.

Für gewöhnlich kneife ich bei grausamen Szenen im Fernsehen die Augen zu. Blutbäder sind nicht mein Fall. Nicht so die Blutbäder des Quentin Tarantino. Mein erstes A-ha-Erlebnis hatte ich mit "From Dusk till Dawn" und heute Nacht habe ich mir "Kill Bill" Teil Eins und Zwei einmal wieder angesehen, obwohl ich die brutaleren Szenen nicht eben behaglich finde.

Diese bestimmte Stimmung habe ich nicht oft. Eine Frau, die schnurgerade mit dem Schwert eine blutige Spur zieht... manchmal tut sie mir gut.

Mittwoch, September 10, 2008

Invasoren!

Letzte Woche stellte ein Mitglied unserer Familie bei sich Würmer fest, Spulwürmer. Also macht nun die ganze Familie eine Wurmkur.

Ungefähr zur gleichen Zeit ließ eine beginnende Erkältung mit leichtem Fieber bei mir alle Alarmglocken schrillen: ich spürte, wie meine Bronchien sich von Minute zu Minute mehr zusetzten und wollte auf keinen Fall noch einmal so durch den Hades gehen wie im Frühjahr, außerdem hatte ich keine Zeit für sowas.

Ohne Umwege suchte ich unsere Hausarztpraxis auf und verlangte Antibiotika, die mir auch verschrieben wurden nicht ohne den Hinweis, wenn es mir so schlecht ginge, sollte ich doch nicht mit nassen Haaren zur Sprechstunde... jaja. Mir war zu warm gewesen nach dem Duschen, Föhn gespart, punkt.

Natürlich bekam ich trotz Einhalten aller bekannten Regeln Magenschmerzen und Dünnpfiff von diesen Penicillinbomben, sehenden Auges lief ich darauf zu und hindurch. Bekam dann auch noch in voller Fülle meine Regel und fühlte mich Montag wie durchgekaut und ausgespuckt, war neben mir, irgendwie bedröhnt.

Und rotzte und spuckte froh den ganzen Mist von meinen Bronchien 'runter, die Nase wund vom Abschleimen und trotzdem glücklich, nicht wieder die Lunge zum Hals hinaus husten zu müssen.

Vollgestopft mit pharmazeutischen Qualitätsprodukten verbrachte ich dann vorhin eine volle Stunde mit meiner Tochter im Bad, eine Giftwolke nach der andern veratmend - weil das Kind Kopfläuse hat.

Muss mir diese Abfolge jetzt irgend etwas sagen?

Mittwoch, September 03, 2008

Wo Stallhasen glücklich sind...


...treibt's Kinder den Totempfahl 'rauf! Ja, wir waren mal wieder in Irrland; dort hin zu kommen, erfordert weder Flug- noch Fährticket. Im Gegensatz zum ebenfalls grünen Irland liegt es nämlich bei Kevelaer.

Exkurs: In der Aussprache greift hier übrigens das westfälische Dehnungs-E, "Kewelaar"; eine eigenwillige Besonderheit unserer den Niederlanden nahen Sprachgewohnheiten. "Baerl" spricht sich eben nicht "Bärl". "Moers" bildet hier aber eine Ausnahme: Die Bürger sprechen sich genauso aus wie das nützliche Küchengerät: der "Mörser" und die "Mörserin". Warum auch immer. "Moors" käme jedenfalls dem alten Wort "Murse" für "Sumpfland" näher, welches namensgebend war für die kleine Grafenstadt. ;)

Na, Irrland jedenfalls: neben dem extrem günstigen Eintrittspreis von Euro 3,90 hat uns von Anfang an das Konzept überzeugt. Mit simpelsten Mitteln wie Sand, Wasser, Maiskörnern, Stroh, Go- und Bobby-Car(t)s-Bahnen sowie einigen spektakulären Rutschen, riesigen Luft- und Wasserkissen vergnügen sich hier die Kinder und Eltern, bis letztere müde sind und zu quengeln anfangen, weil sie nach Hause möchten.

KEINE elektronische, stromfressende Bespaßung, nichts, das extra kostet außer der moderaten Verpflegungspreise, jede Menge Grillplätze, an denen Mitgebrachtes gegart und verzehrt werden kann.

Bemerkenswert auch die zweckentfremdeten Fallschirme, die in allersimpelster Weise den Stroh- so wie auch einige Sandmatsch-Plätze vor der Witterung schützen. Oder die ausrangierten Flugzeuge und Hubschrauber, die originell in die Szene integriert wurden. Klettern geht fast überall.
Der Wasserspielplatz: total schlicht und doch für die Kinder ein Faszinosum, auf dem sie stundenlang Leitungen verlegen - so leer hier nur deshalb, weil im Feierabend begriffen.


Erdnüsse. Ich kann sie nicht ausstehen, in keiner Zubereitungsform, nicht geröstet, nicht als Flips, nicht als Butter und eigentlich auch nicht pur. Die Kinder mögen sie. In diese Tüte habe ich geguckt, weil ich müßig einen Kaffee trank, während meine Brut die Strohburg eroberte. WIESO steht da "Gelatine" in der Zutatenliste?


Jedes Jahr ist das Irrland bisher gewachsen, hat sich etwas Neues getan. Dieses Eichhörnchen sitzt in einem Drahttunnel, der es ihm ermöglicht, die Entfernung zwischen seinen zwei Volieren hoch über den Köpfen der Besucher in einer großen Runde zurückzulegen.

Juuut, Eichhörnchen in freier Wildbahn sind ja auch ziemlich quirrlig und machen manchmal den Eindruck, ein bisschen Gaga zu sein, zuviel Koffein im Blut zu haben. Aber dieses hier teilte sich die Behausungen mit mindestens zwei Artgenossen und die benahmen sich alle drei, als hätten sie Tinte geraucht. Ich weiß ja nicht...


Ursprünglich war Irrland ein jährlich neu kultivierter Irrgarten aus Maispflanzen. Daran erinnert heute nur noch eine alte Scheune, deren Boden etwa einen Meter hoch mit Maiskörnern gefüllt ist, in denen sich unglaubliche Dinge anstellen und wahr-nehmen lassen. Allein darauf mit nackten Füßen herumzulaufen ist ungeheuerlich, vom Sich-darin-wälzen ganz zu schweigen! Und zu Hause sind wir jedes mal voll beansprucht, wenn's heißt, ALLE Körner, Strohhalme, Sand, Steinchen... aus der Kleidung zu entfernen. Übrigens wird der Mais im Herbst an die Schweine verfüttert, die der Bauer noch immer hat.

Der Irrgarten nimmt inzwischen den kleinsten Teil des zum ehemaligen Bauernhof gehörenden Landes ein und ist aus Bambuspflanzen. Da die nicht in einer Saison hochwachsen, ist das Labyrinth in diesem Jahr NOCH gut zu überschauen.
Mal sehen, was nächstes Jahr ist.

Montag, September 01, 2008

Hasenglück

"...you can call me Al(brecht)!"

Donnerstag, August 28, 2008

Unbeliebt!

Ich möcht' mal sagen, Kinder wecken is' doof! Wer mag schon den, der da ins Zimmer kommt, wach und fröhlich ist und einen heraustreibt aus dem warmen Nest, eben noch umschlungen von Traumgespinsten und dann hinaus in die grausame Welt! Es tut mir jeden Morgen auf's Neue leid, den Buhmann zu spielen für meine seidig-warmen Schlafkinder und trotzdem muss ich mich durchsetzen!

Mittwoch, August 27, 2008

Das Hohelied der Liebe

- Überarbeitete Version -
(...)
"Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig.
Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf.
Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil,
lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach.
Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit.
Sie erträgt alles, sie glaubt alles, hofft alles, hält allem stand.
Die Liebe hört niemals auf."
(...)

Eigentlich mag ich ihn ja nicht, den Paulus und seine Briefe. Der Mann kommt mir oft vor wie ein ziemlich von sich eingenommener, manchmal etwas weinerlicher, dicker, glatzköpfiger kleiner Mann mit einer ausgeprägten Profilneurose.

Aber so einfach ist das nicht. Manche meiner Mutmaßungen mag auf Paulus zutreffen, trotzdem hat er auch noch ein paar andere Facetten, die ihn doch lesenswert machen.
Das geht eben nicht, Idole aufgrund bestimmter Wesenszüge zu "machen" und sie dann wegen anderer Eigenschaften zu stürzen. Dazu hat ein einzelner Mensch viel zu viele verschiedene Aspekte.

Und meine "Schubladen" werden mir gelegentlich sehr gründlich ausgetrieben. Dafür bin ich dankbar, ebenso wie für die Menschen, die mir manchmal die Augen öffnen über mich selbst.

"Ich will einen Strich unter das Gewesene ziehen, ja, aber erst soll mein Gegenüber begreifen, wie sehr ER MICH verletzt hat, einsehen, dass ich durch ihn genauso leide wie er durch mich."

Das ist ein Widerspuch in sich und ich kann gar nicht glauben, dass ich das nicht gesehen habe; im Kern entspringt es eben doch dem Wunsch nach Aufrechnung, die genau ich ja in Wahrheit gar nicht will.

Ich will nicht "wurscht" und "widerwurscht" spielen, "Du hast aber...", "Ja, und dafür hast du..." und was das wirklich bedeutet, für mich und meine Gefühle, fange ich gerade erst an, zu begreifen.

Groll hegen und kleinlich sein, tatsächlich, es gibt Bereiche in meinem Leben, in denen ich das sehr ausgiebig tue und es überhaupt nicht bewusst wahrnehme. Seltsamer Weise eher bei den kleinen Dingen, bei den alltäglichen Verletzungen. Die großen Schmerzen heimzuzahlen bin ich nicht imstande. Ich kann nicht anders als sie auszuhalten.

Dabei liebe ich doch. Schlicht und ergreifend, nichts weiter als das. Und eben kein Konto aufmachen, das gegenrechnet, das ist doch, was ich will. Einen Strich ziehen. Und der wird nicht mit "Ja, aber..." gezogen.

DAS sollte ich mir auf den Spiegel schreiben! MERKEN!

Diese Blindheit meinem eigenen kleinlichen Groll gegenüber macht mich sprachlos. Und die Tiefe meiner Gefühle erschüttert mich bis ins Mark. Denn ich sehe, dass ich für meine Liebe bereit bin, meinen Groll in aller Konsequenz aufzugeben. Völlig.

Samstag, August 23, 2008

Frauen und Technik

Meine Spülmaschine ist gebaut wie viele andere Spülmaschinen auch; oben ist halt' so ein Drahtkorb, der sich wie eine Schublade herausziehen lässt. An den Längsseiten befinden sich Ablagen, die es ermöglichen, beispielsweise zwei Tassen übereinander zu deponieren.

Da ein rotierender Arm das Spülwasser ja von unten in die Tassen spritzt, frage ich mich schon, wie die Tasse über der Tasse eigentlich sauber wird?

Ganz im Ernst!

Nun habe ich in diversen Frauenkreisen diese meine Frage schon mal zur Sprache gebracht. Ohne befriedigendes Ergebnis. Was mich am meisten erschütterte: die gänzliche Undifferenziertheit; "Na, da sind doch noch so Düsen, die DAZWISCHEN spritzen..."

Wären da Düsen, ginge die Schublade nicht auf. Und den Damen ist das völlig egal.

Genauso ignorant - Achtung, völlig subjektive Äußerung! - finde ich die Ansicht, Socken kämen in der Waschmaschine abhanden. Wer sich die Trommel mal wirklich von innen angesehen hat, muss erkennen, dass das auf Grund simpelster physikalischer Tatsachen gar nicht sein kann.

Experimentell habe ich über die Dauer von ca. zwei Jahren für mich und meine Waschmaschine nachgewiesen: Die Socken, die ich hinein stecke, kommen auch wieder heraus. Definitiv.

Aber Frauen scheint das jedenfalls nicht zu interessieren.

Mittwoch, August 20, 2008

Grappa!!!

Neue Schule, neuer Lebensabschnitt! Tatsächlich, neue Ufer sind erreicht. Der Älteste, der J., geht seit etwas mehr als einer Woche auf die weiterführende Schule. Was das alles mit sich bringt: Busfahrkarte, öffentlicher Bus, Telefonkarte (damit das Kind vom öffentlichen Fernsprecher die Mama rufen kann, wenn mal der Regen waagerecht daherkommt!) Büchereiausweis, Schülerausweis! Glücklicher Weise gibt es eine Einführungswoche, damit die I-Dötzianer, die Fünftklässler halt', sich nicht dauern verlaufen.

Geht selbstständig in die Zentralbibliothek, "Mama, ich kann ja nachmittags einfach nochmal in die Stadt fahren!" Wow!

Doch, für mich ändert sich auch manches. Plötzlich ist das Kind viel größer, vernünftiger, wirklich, von jetzt auf gleich: er übt mit seinem jüngeren Bruder, M., den Text für's Musical vom Kirchenchor und hilft seiner Schwester bei den Hausaufgaben.

Von sich aus!

Macht sehr gewissenhaft Hausaufgaben und packt die Tasche nach Stundenplan: "Mama, DAS musst du auch noch unterschreiben, das muss ich morgen abgeben!"

Die Kleine, gestern: ICH habe ihr erklärt wie der Trick bei den Pyramidenaufgaben in Mathe geht, "Cool, Mama!" Wenn ich daran zurückdenke, wie meine Mutter in meinem Genick ein Mathebuch in Fetzen gehauen hat, weil ich irgendwas nicht kapiert habe...

Ich mach' bestimmt nicht alles richtig, aber sicher richte ich nicht so ein Unheil bei meinen Kindern an wie meine Mutter damals bei mir!!!

Mann, bin ich betrunken!

Kanalisierung

Der Fernseher lockt mich nicht mehr. Gezielt sehe ich jedenfalls nicht mehr fern und beim Zappen fühle ich mich eher zugemüllt. Das konzentrierte Ansehen einer Sendung ist mir ja sauber abgewöhnt worden von all' den Werbeunterbrechungen auf den meisten Kanälen.

Was mich auf die breite Bettcouch vor das TV-Gerät lockt, ist der Mensch, der da bereits liegt. Oder mein Rücken, der sich mal ausstrecken muss, aber nicht oben auf dem Bett allein sein mag.


Okay, manchmal findet Grejazi Goldstücke, die guck' ich dann mit. Aber für Eigeninitiative fehlt mir einfach der Anreiz. Habe ich Muße, entscheide ich mich meistens für ein Buch. Oder für's Internet, die Vernetzung von Informationen, der Austausch, das reizt mich eher.

Manchmal betrete ich Häuser von Freunden, Verwandten und Bekannten, in denen der Fernseher "einfach so" läuft, gelegentlich sitzt nicht mal jemand davor. Mir fällt es schwer, mich auf ein Gespräch zu konzentrieren, wenn dazu bunte Bilder flimmern.

Aber das ist ja dann mein Problem.

Nur frage ich mich wirklich nach der allgemeinen Einstellung zu dieser Unterhaltungsmaschine. Um mich zu entspannen, ist sie für mich nicht das Mittel der Wahl, ich verstehe aber, wenn jemand das so braucht, in einem bestimmten Rahmen.

Es schneidet mir jedoch ins Herz, wenn ich an lauen Sommerabenden in vielen Wohnzimmern dieses eindeutige Leuchten sehe. Der Winter ist schließlich noch lang genug.

Mittwoch, August 13, 2008

Chronik des galoppierenden Irrsinns

Es mag zweieinhalb oder drei Jahre her sein, da hatte ich eine unruhige Nacht gehabt, war froh, als die Kinder im Schulbus saßen und legte mich dankbar noch einmal ins Bett, nicht ohne mir den Wecker für ca. 2 Stunden später gestellt zu haben.

Geweckt wurde ich jedoch früher und zwar vom Telefon. Zu dieser Zeit hatte unser Telefonanbieter, die Firma mit dem "dunkelpinken" Logo (ich nenne das jetzt ganz bewusst nicht "magentafarben", das widerstrebt mir), firmenfremde Call-Center mit einer Art "Kalt-Akquise" beauftragt.

Ich versuchte noch, meine grauen Zellen wieder in die richtige Reihenfolge zu bringen, als der junge Mann am anderen Ende der Leitung bereits fröhlich seinen "Ganz-sensationelles-Angebot-nur-heute-nur-jetzt"-Schwall über mich ergoss.

Im Grunde ging es darum, dass unsere Telefongesellschaft uns in einen anderen Vertrag locken wollte, der nicht uninteressant klang, aber: ich wollte mich partout nicht am Telefon entscheiden müssen, ich wollte Papier sehen.

Ich weiß nicht mehr, wie es kam, Alkohol war in der Nacht davor nicht im Spiel gewesen, jedenfalls nicht bei mir; ehe ich's mich versah, wurden wir beide sehr unfreundlich zueinander am Telefon.

Dabei gebe ich zu bedenken, dass der junge Mann nicht bei unserer Telefongesellschaft arbeitete, sondern bei einem Subunternehmer, sprich, irgendein Billig-Call-Center mit zweifelhaft geschultem Personal.

Jedenfalls sagte ich mehrmals klar und deutlich, dass ich mich nicht am Telefon entscheiden wolle und legte irgend wann einfach auf.

Als nächstes bekam ich per Post eine Auftragsbestätigung für besagtes Angebot. Da ging mir zum ersten Mal der Hut hoch.

Vermutlich war es aber ein Fehler, meinen Unmut telefonisch an den Mann zu bringen. Denn darauf bekam ich ein bedauerndes Schreiben, warum wir denn nicht mehr im Telefonbuch stehen möchten?

Dunkelrot war die Farbe, die ich dann sah.

Wieder griff ich zum Telefon, um mir ganz unmittelbar Luft zu machen. Der Mensch, mit dem ich sprach, wollte alles wieder in Ordnung bringen und bot mir an, für das Beantworten von vier Fragebögen innerhalb zwei Jahren jedes halbe Jahr 50 Euro gutgeschrieben zu bekommen auf unserer Telefonrechnung, als Entschädigung.

Zu diesem Zeitpunkt blickte ich schon nicht mehr durch, wie die Konditionen des alten Vertrages waren und was der Inhalt des neuen war, das gestehe ich. Richtig in den Ursprungszustand kamen wir jedenfalls nicht mehr, aber da wir nur schwer miteinander darüber sprechen konnten, Grejazi und ich, blieb es irgendwie dabei. Durchblick hatte ich, wie gesagt, gar keinen mehr.

Die Fragebögen waren irgendein Larifari in Sachen Image und Kundenzufriedenheit und das Geld kam zuverlässig. Später änderte Grejazi unsere Vertragsbedingungen online, wir bekamen Flatrate und erstmal war Ruhe.

Vor einem Jahr etwa bekam ich wieder so einen Werbeanruf. Aus Schaden klug geworden, äußerte ich Interesse und bat um Rückruf, weil ich das nicht abschließen wollte, ohne mit Grejazi gesprochen zu haben, ich braves Hausschaf, ich.

Der Holde fand das Angebot gut, könnten wir machen, meinte er. Leider rief die Dame jedoch nie zurück und wir vergaßen die Sache. Zwei, drei Monate später - unser Telefonanbieter hat ständig "noch neuere und noch bessere Konditionen im Programm" - kam wieder so ein Anruf und diesmal nahm ich das Angebot an, mit Bauchweh zwar, aber mit der Zusicherung, innerhalb zwei Wochen schriftlich "stornieren" zu können.

Natürlich hätte ich das nicht tun sollen. Es war die entgangene Gelegenheit davor, die mich dazu verleitete. Mir fehlte es an Durchblick durch die Konditionen und an technischen Kenntnissen.

Die Auftragsbestätigung kam, Grejazi war nicht einverstanden. "Kein Problem," sagte ich, "ich kündige das schriftlich, dann ist alles wieder wie zuvor!"

Yessss, "Seeing myself making every possible mistake!"

Also kündigte ich diesen jüngsten Abschluss fristgerecht per Einschreiben. Um daraufhin EINE ZWEITE AUFTRAGSBESTÄTIGUNG zu erhalten. Da war ich dann nicht mehr rot- sondern bereits weißglühend wütend.

Wider besseres Wissen suchte ich nun die nächstegelegene Niederlassung unseres Anbieters auf und ließ mir mündlich zusichern, dass dies ein Versehen eines Kollegen gewesen sein müsse und nun alles online in meinem Interesse geändert worden wäre.

Dieses geschah jedoch nicht, dennoch verlief die Angelegenheit im sprichwörtlichen Sand.

Das Thema "Telefongesellschaft" ist in unserem Hause ein recht sensibles. Kommunikation ist es, um die es geht. Und zwar nicht nur die mit dem "Tele-" davor.

Sei es, wie es sei, gerade sitze ich wieder über dieser Angelegenheit und bin so weit vorgestoßen, wie nie zuvor. Online hatte ich um Rückruf gebeten und die Dame sagte mir eben zu, bis Montag alles in Ordnung zu bringen. Dann rief sie noch einmal an und erklärte, dass sie es nicht nur um monatlich 10, sondern sogar 15 Euro günstiger machen könne und wir oben drein eine einmalige 20-Euro-Gutschrift bekämen.

Kunststück, nachdem wir ca. 9 Monate lang jeweils 10 Euronen zu viel gezahlt haben, weil uns etwas zur Verfügung gestellt wurde, das wir aufgrund der Leistungsfähigkeit unserer Zuleitungen gar nicht in Anspruch nehmen können. Außerdem könnten wir diese Konditionen regulär erst zum November 2009 kündigen, "rein aus Kulanz" macht sie es sofort, die gute Frau, soso. Aber was weiß ich denn schon!

Ich glaube das erst, wenn ich das Schreiben in der Hand habe.

Sonntag, August 03, 2008

Apfelglück!

Das war er, der eine von einigen Klaräpfeln, die in diesem Jahr zum ersten Mal, seit ich den Baum kenne, bis zur Schmackhaftigkeit an ihm hängen blieben. Und dieser eine hatte, aus der Erinnerung geschätzt, einen Durchmesser von 10 Zentimetern. Wirklich, vor einigen Tagen habe ich zum ersten Mal von diesem Baum einen Apfel gepflückt und sogleich verspeist. Danke, Sam!

Montag, Juli 28, 2008

Rin' inne Kartoffeln, 'raus ausse Kartoffeln...

...jo, die Heimfahrt am Freitag von der Schweiz war schön, aber auch anstrengend. Diverse deutsche Autobahnen waren so verstopft, wir fuhren über Frankreich. Sahen viel Landschaft, hier eine Umleitung, dort eine Baustelle... Letzten Endes waren wir ein bisschen weniger lang unterwegs als bei der Hinfahrt... aber die letzten 150 km zoooogen sich...

Samstag war dann ein verlorener Tag. Ich jedenfalls merkte schon, dass ich nicht mehr zwanzig bin. Nach der frischen, kühlen Bergluft, die einfach nur göttlich war, fühlte ich mich am schwülen Niederrhein, als müsse ich Öl atmen.

Aber da war ja noch das Billy-Idol-Konzert in Düsseldorf. Die Karten hatte ich schon Wochen vorher gekauft, aber einen Babysitter zu organisieren - in der Ferienzeit! - war sehr schwierig bis unmöglich. Und Grejazi wollte dann lieber auf der Couch liegen und seinen Rücken schonen; ich fand so kurzfristig niemanden mehr, der mitgekommen wär' oder mir die Karte abgekauft hätte.

Ehrlich gesagt musste ich mich ziemlich überwinden, mich ins Auto zu setzen und nach Düsseldorf zu fahren. Von Autobahnen hatte ich erst einmal genug.

Aber natürlich musste es die Lederhose mit der seitlichen Schnürung sein und auch die schwarzen Bikerboots. Nur mehr als ein Top obenrum war einfach nicht 'drin in tropischer Schwüle. Also eine marginale Ausrüstung - Geldscheine, Papiere, Eintrittskarten und das ALTE Handy in die engen Hosentaschen verteilt.

JAAA, ich MUSSTE die Luft anhalten, um die Hose zu zu kriegen.

Den von Grejazi ausgedruckten Routenplan auf den Beifahrersitz und los ging's.

Ich hab' keine Ahnung, was das ist mit mir und den Autobahnen. Vielleicht liegt das daran, dass ich manchmal nur die Nummern weiß und kein Bild von ihrem Verlauf, ihrer Richtung, vor meinem geistigen Auge habe. Jedenfalls war ich plötzlich falsch und völlig verloren auf der B1, keine Ahnung, wie und warum, wo doch alles ganz klar auf dem Plan stand.

Nach einem beherzten Wendemanöver an einer großen Kreuzung stimmte plötzlich alles wieder und der Weg verlief problemlos bis zu einem schattigen Parkplatz in Spuckweite des Konzertgeländes.

Zeit hatte ich noch überreichlich und so blieb ich noch vor der Tür; aber leider war da nur ein Aufkäufer an meiner überzähligen Karte interessiert und kein verzweifelter Fan. Oder ich hab' zu wenig "Verkäufer-Gen" im Blut. Jedenfalls hatte ich so wenigstens keinen Totalverlust.

Mit der Vorgruppe El*ke, benannt nach dem Nummernschild eines alten Autos aus dem Emsland, konnte ich GAR NICHTS anfangen. Kannte ich vorher nicht, sprang mich nicht an. Der Sänger sieht aus wie ein Versicherungskaufmann, der Gitarrist wie ein Gebrauchtwagenhändler. Der große Schwenkarm einer Kamera ging mir auf den Keks, weil er immer im Tiefflug über die Köpfe propellerte, uuuaaah!

Dann noch ein Stündchen Beine in den Bauch stehen - das wär's nicht gewesen für Grejazi, echt nicht! - bis Mr. Idol sich auf die Bühne bequemte, und alles war wieder gut. Zwei Stunden solider Rock, feines Gitarrenhandwerk von Mr. Stevens und gut gelaunte Fans.

Zwei "Mädchen", die sicher so alt waren wie ich, sich aber nicht so benahmen, sondern voll die Hilflosigkeit 'raushängten, hatten Stress mit einem Betrunkenen, der letzten Endes einfach nur kindisch war und "böse Blicke" von mir reichten aus, dass er die Flucht ergriff:"Da hab' ich Angst, nich' hauen!" Pffft!

Nass bin ich geworden. Es hat richtig geschüttet. Aber seit dem Vortag hatte ich eigentlich nur geschwitzt und konnte einfach nix auf der Haut ertragen. Der Regen tat so gut!!! Es wurden Ponchos verteilt und bald war es um mich rot, rot, rot. Ich spürte schon vom Hinsehen die Pilze auf meiner Haut sprießen, brrr, so wurde ich lieber nass und nasser - und, pööh, ich hab' mir nix geholt, nicht mal ein Schnüpfchen!

Das war ein warmer Sommerregen, ha!

Gerockt hab' ich, gedampft hab' ich und dem alten Mann auf der Bühne zugejubelt. Hey, 1987, als "Sweet Sixteen" 'rauskam, da war ich noch sechzehn und Billy, der Held meiner ersten feuchten Träume, der war da nahezu DOPPELT so alt.

Nu' bin ich 37, er ist 52 und natürlich bin ich total sentimental! Schön, dasser noch da is'!

Auf dem Weg zurück zum Auto sprach mich ein Jungspund (Anfang 20?), hörbar aus Frankfurt an und wir plauderten auf dem Weg. Er war so begeistert von alldem, er habe so viele Leute kennengelernt, einfach nur mit denen gequatscht, ohne die zu kennnen, sowas gäb's in Frankfurt nicht. Hm. Der Rheinländer an sich... ist....

Als ich beiläufig mein Alter erwähnte ("Wie lange bist du denn schon Fan?"), war er völlig perplex. Er hätte mich für jünger gehalten. Hach! Das braucht die Frau ab und an...

An der Ecke Abschied mit Handschlag, "Gute Fahrt!" und nachdem ich dann im Auto Gürtel und Hose aufgemacht hatte - Uuuuufff! - kam's wieder, das mit mir und der Autobahn.

ICH WEIß NICHT, WIE ICH DAS GEMACHT HABE, aber nachdem ich aus dem Gewerbegebiet heraus- in eine Wohngegend hineinirrte, war ich plötzlich auf der richtigen Autobahn in der richtigen Richtung unterwegs und ruckzuck zu Hause.

Vor der Garage pflückte ich dann noch eine Gehäuseschnecke vom Autodach, die ganz offensichtlich hin und zurück mitgefahren war. Bei über 120 Sachen auf der Autobahn...

Wollt's nur mal erzählt haben...

Mittwoch, Juli 16, 2008

Urlaub!

Grejazi und ich sind mit unseren Kindern ab dem 17. d. M. wieder in der Schweiz, werden nicht vor dem 25. wieder da sein! Schöne Sommertage bis dahin...

Montag, Juli 14, 2008

Morgentau


Das Bild ist vom Anfang letzten Monats. Die in der Morgensonne leuchtende, taubenetzte Blüte hatte mich berührt. Wie mich so viele Dinge berühren und sagen: "Fotografier' mich, dann hast du meinen Anblick länger!" Oft zerreißen sie mir mein Herz.
Die Baumgruppe, die ich entfernt am anderen Ende der gegenüberliegenden Wiese sehe, wenn ich hier am Schreibtisch über meine rechte Schulter schaue, möchte ich fast täglich festhalten; im sich wandelnden Licht, im Wechsel der Jahreszeiten. Das ständig sich ändernde Grün.
SO VIEL KANN ICH GAR NICHT KNIPSEN!!!
Aber was um mich ist, gefällt mir. Es tröstet mich,
es bezaubert mich, es ist SO SCHÖN.
Viele kleine Juwelen für jeden Tag.
Und immer ist mit jeder
etwas verknüpft.

Mittwoch, Juli 09, 2008

Logik - eine Randnotiz

Ich mache denselben Fehler wieder und wieder. Ich stelle meinem Mann "Oder"-Fragen und er antwortet mit "Ja!". Dass er auf "Möchtest du nicht...?" mit "Ja!" antwortet, was dann logischerweise im Sinngehalt "Nein, möchte ich nicht!" bedeutet, damit kann ich ja inzwischen umgehen...

Zwei Apfelbäume



Mein Schwiegervater pflanzte diese beiden Apfelbäume, bevor das Grundstück geteilt wurde und meine Schwägerin im ehemaligen Gemüsegarten ihr Haus baute, in ungefährer Ost-West-Ausrichtung nebeneinander und zog sie mühsam auf Spalier.

Als die Bäume der Baustelle weichen mussten, standen sie bereits einige Jahre dort. Wir holten sie in unseren Garten, pflanzten sie parallel zur neuen Grundstückgrenze, was bedeutet, das ihre Zweige nun einigermaßen eine Nord-Süd-Linie vorgeben.

Wir bangten, ob sie die Aktion überleben täten. Sie taten es. Nun stehen sie seit mehr als 10 Jahren so wie auf dem Bild. Der dunklere rechte Baum ist ein Boskoop, der nicht überreichlich, aber zuverlässig trägt. Rechts oben reichen die Zweige unseres Schwarzkirschbaumes ins Bild. Der linke Baum hat nicht nur helleres Laub und hellere Rinde, seine Früchte sind auch sehr hell, es sind Klaräpfel, die ich überhaupt nicht kannte, bevor dieser Baum gepflanzt wurde.

Seine Zweige biegen sich in jedem Jahr unter der Last seiner Früchte - die immer abgefallen sind, kurz bevor sie einigermaßen reif waren. Uns ein Rätsel.

Im letzten Herbst sprach ich mit Sam darüber und bei einem Telefonat letztens hat sie mir geraten, den Baum mit Silicea D12 zu behandeln. Nach dem ersten Gießen einer entsprechenden Lösung bei abnehmendem Mond gab ich einige Zeit später die Tabletten weisungsgemäß an den Stamm, damit Tau und Regen sie nach und nach auflösen würden.

Die Begegnung war denkwürdig. Ich ließ mich auf den Baum ein und, wie soll ich das erklären, ich spürte eine unendliche Liebe mir entgegenwallen. Dankbarkeit? Ich weiß es nicht. Es hat mich sehr beeindruckt.

Einige Zeit später nahm ich Kontakt mit dem Boskoop auf und da kam Wut. Unendliche Wut. "Er platzt vor Wut!" kam mir spontan in den Sinn. Das passt auch gut zu seiner schon seit längerem senkrecht aufplatzenden Rinde. Ein paar Schritte zurückweichend sah ich dann auch, dass der Baum den auf ihn herunter kommenden Kirschbaumzweigen aus dem Weg zu wachsen versucht.

Vielleicht ist es das.

Samstag, Juni 14, 2008

Kleine Begegnung am Freitag, dem Dreizehnten...

Gestern, vor dem Abendessen: s' Brot ist alle, ich hab' Lust auf Brötchen. Trotz der nahenden dunklen Wolkenfront nehme ich für die zwei Kilometer bis zum Bäcker das Fahrrad.
Ich bin grad' erst in Schwung gekommen, da sehe ich aus dem Augenwinkeln ein winziges Vögelchen eher gebremst an einer Hauswand herunterfallen denn Richtung Boden fliegen. Mit dem Auto wär' mir das sicher entgangen... ausgerechnet am Haus der einzigen totalen Vogelphobikerin in unserer Straße landet das Federbüschel hilflos im Gestrüpp. Gegriffen ist's schnell, bei der andern Nachbarin in ein Reserve-Vogelbauer gesetzt und nach der Rückkehr vom Bäcker genauer unter die Lupe genommen. Die gelben Winkel am Schnabel weisen das Tier als Jungvogel aus, es ist ein Baumläufer. Fressen oder saufen will er nicht, er stirbt fast vor Angst. Daher habe ich mir die Umstände mit dem Fotoapparat gespart und ein Bild aus dem Netz geklaut.
Erstarrt kollert der Piepmatz in meiner Hand auf den Rücken und da sehe ich's: der linke Fuß ist in irgendwas verheddert, Kordel, zähe Pflanzenfaser, keine Ahnung, ist auf jeden Fall schon älter. Und damit kann auch der geschickteste Vogel keinen Halt finden, nirgendwo.
Nagelschere, Luft anhalten, geschafft: der Fuß ist wieder frei. Ich will das flauschige Knäuel in einen Baum setzen, die Eltern werden sich schon kümmern, denke ich.
Pustekuchen: Via Luftlinie hängt sich der kleine Piepser unter der Dachrinne an die Hauswand und erholt sich erst mal von dem ganzen Theater.
Eine Sorge weniger. Wie schön!

Dienstag, Juni 10, 2008

Touché! ;) -Editiert-

Ich hätte bei Stela nicht in dieser Art und Weise zum Thema "Unfälle" kommentieren sollen! Fällt ganz klar in die Kategorie "Beschrei' es nicht!"

Gestern ließ ich mein Auto mit Tochter 'drin "nur mal kurz" vor einem Laden stehen, ging ins Geschäft und sah wie ich mich umdrehte, meinen großen, dicken lila Bus führerlos und rückwärts über den Parkplatz in Richtung Fahrradhäuschen rollen. Ich raste hin, riss die Tür auf und stellte den Automatikwahlhebel auf "P" - was ich zuvor versäumt hatte!

Leider zu spät.

Obwohl es dort wenig bis gar kein Gefälle hat und die herrenlose Fahrt höchstens über fünf Meter ging, krachte der Wagen mit solcher Wucht gegen ein an der Schmalseite der Überdachung geparktes Fahrrad, dass der Korb auf dem Gepäckträger regelrecht zerknüllt wurde.

Wenn da jemand gestanden hätte!

Der hätte das tonnenschwere Gefährt gar nicht gehört, auch nix entgegenzusetzen gehabt und sicher ein paar Knochenbrüche erlitten. So war der schlimmste Schaden mein völlig aufgelöstes Kind, das hilflos weinend im Auto saß...

Nach der dicken Katsche am Kunststoff der Stoßstange zu urteilen, die wohl vom Fahrradpedal herrührt, muss die Kraft gewaltig gewesen sein, möglicherweise ist der Schaden am Fahrrad größer - und es ist neu.

Aber letztlich ist es nur ein Fahrrad und das Einzige, das mir meine Erleichterung trübt, ist der Ärger, den mir diese Geschichte so oder so einbringt!

Wirklich, das mit den "zwanzig Jahren" hätte ich nicht schreiben sollen bei Stela. ;)

Edit: Mein Papa hat mir das sehr nachhaltig eingeimpft, das mit der depressiven Angststarre bei gravierenderen Missgeschicken. Das ist mir diesmal schon nach Ablauf eines Vormittages aufgegangen, ätsch, ich hatte es schnell überwunden! Damit weiß ich jetzt auch, wofür diese blöde Geschichte gut war und das versetzte mich schnell in die Lage, eine angemessene Portion LmaA zwischen mich und die zwar an der Oberfläche freundliche, jedoch in Wahrheit etwas penetrante Eigentümerin des Fahrrades zu packen. Ich hab' im Fahrradladen die Reparaturrechnung bezahlt und das war's. Es war zwar etwas mehr kaputt als der Fahrradkorb, aber die Schmerzgrenze wurde nicht berührt, preislich. Alle sind zufrieden und fertig! :)))

Mittwoch, Juni 04, 2008

Zwischenbericht zwei: Geburtstag

Meine Jüngste hat morgen Geburtstag, sie wird sieben. Diesen Kindergeburtstag schmeiß' ich mit links - kein Wunder, ist ja auch schon das fünfundzwanzigste Mal! Das kluge Kind hat sich ihre Wünsche aus dem Katalog für eine glückliche Kindheit selbst herausgeschrieben, das Paket kam am Samstag, der Inhalt muss nur noch in der Verwandtschaft verteilt werden.

Gefeiert wird im Indoor-Spielplatz, wo ich sicherlich auch mit der Ballkanone schießen und auf den Luftkissen herumhüpfen werde. Für die Verschnaufpausen nehm' ich ein gutes Buch mit.

Besonders originell ist diese Art der Feier wohl nicht, aber erstens hat B. sich das ausdrücklich so gewünscht und zweitens weigere ich mich einfach, den Wettlauf um besonders originelle und anspruchsvolle Kindergeburtstagsfeiern in meiner Umgebung mit zu hecheln. Punkt!

Sonntag kommt die Familie zwecks Feier und es gibt - na, was wohl zu dieser Zeit mit einem Erdbeerbauern gegenüber? Bestimmt keinen Pflaumenkuchen... also auch da kein gedanklicher Stress! ;D

Dienstag, Mai 27, 2008

Auf schmalem Grat

Viele Wege führen von unserem Ort in den benachbarten, je nachdem, an welchem Ende desselben das angestrebte Ziel liegt.

Da wir "nebenan" viele Ziele haben, benutzen wir sie oft, diese Wege. Die Autobahn muss in jedem Fall unterquert werden.

Ein grüner Schleichweg, fernab der schnellen Straßen und außerdem auch noch kurz führt auf dem Damm entlang.

Dieser ist mal Teil einer über Land führenden Straßenbahntrasse gewesen und fast jedes Mal, wenn ich ihn benutze, staune ich über seine schmale Steilheit und finde mich wirklich "hoch oben".

So ganz stabil ist er wohl nicht mehr, der Grat. Der zum Weg verdichtete Schotter auf seinem Rücken mürbt arg am Rande, die alten Betonmasten, in regelmäßigen Abständen sinnberaubt am Rande stehend, neigen sich in alle möglichen und unmöglichen Richtungen; insgesamt wirkt die "Rückenlinie" hie und da taumelig.

Der "tunneligen" Anmutung zu widerstehen fällt mir schwer.




















Zudem lässt sich hier gut "von höherer Warte" schauen.

Freitag, Mai 09, 2008

Sinnlicher kleiner Abendausflug...

Manchmal hilft einfach nur Wasser. Alleine sein muss ich damit. Wobei ich da genügsam bin: ein von Menschen freier Radius über zehn bis fünfzehn Meter langt mir schon.

Dieses Wasser hier ist eine von den Kiesgruben, die es am sonst planen Niederrhein vermutlich ebenso häufig gibt wie die Bergehalden. Inzwischen sind die Bagger weg und haben ein Naherholungsgebiet zurück gelassen.

Nah ist es wirklich, das Gebiet - gemütliche 10 Radminuten. Trotzdem bin ich hier nur sehr selten.

Durch den grünen Tunnel auf sanftem Gefälle rollend, löste der erste Blick auf den abendlichen See meine Seele, sie glitt nach unten zu meinen Füßen heraus und floss mir voran dem Wasser zu.

Ich sah dem Himmel beim Verfärben zu. Haubentaucher waren da, neben den üblichen Stockenten. Fledermäuse habe ich auch endlich wieder getroffen.

Zu meiner großen Überraschung begegnete ich einer riesigen Grauganskolonie mit unzähligen Jungtieren. Es wird wohl nicht lange dauern, bis die Besucher des Freibades sich über die Hinterlassenschaften beschweren, vermutlich tun sie das bereits. Denn die Küken waren schon ziemlich groß und mit ihnen sind ihre Haufen gewachsen, das dürfte die Anzahl derselben verdreifacht haben.

Aber dieses Farbspiel! Mit der zunehmenden Dämmerung legte sich auch der Wind, der sowieso nur ganz leise das Wasser gestreichelt hatte.
Danach war die Seefläche wirklich spiegelglatt, nur in den Reflexionen der Bäume waren die zarten Kringelchen sichtbar, die von Futter suchenden Fischmäulern herrührten.

Einer der Haubentaucher fischte immer näher an meinen Füßen, bei jedem Auftauchen galt sein erster sichernder Blick mir.

Die Welt war woanders.

Dienstag, Mai 06, 2008

Entscheiden Sie - JETZT!

Das hübsche kleine Gesicht ist ganz verzerrt, die schönen braunen Augen schwimmen im Tränenmeer: "Mama! Das tut so weeeeeh!" schluchzt M., 8 Jahre alt, und blickt verzweifelt zu mir auf. Es schneidet in mein Herz!

Dennoch blicke ich zweifelnd auf seine Nase, die ihm scheinbar Pein bereitet, nachdem sie letzte Woche unter Vollnarkose gerichtet werden musste, weil einer von den "Großen" auf dem Schulhof gemeint hatte, es sei cool, einfach mal unprovoziert M.'s Kopf mit dem seines Freundes D. zusammen zu knallen.

Ist sie doch wieder schief, die Nase? Der HNO hatte gemeint, es sei zwar sehr unwahrscheinlich, aber doch nicht ganz auszuschließen, dass der Knorpel wieder in die verkehrte Position zurückspringt. Hm.

Der Eingriff liegt jetzt über eine Woche zurück und alles war prima, bis mich gestern M.'s Frage stutzig machte: "Was ist denn, wenn morgen meine Nase wieder wehtut?" Ich beschwichtigte ihn und verkniff mir in weiser Vorausschau den Satz: "Na, dann bleibst du eben zu Hause!"

Trotzdem fühle ich mich wie die letzte Rabenmutter, kalt und grausam, dass ich heute früh das weinende Kind im Kameltreiberton durch den Morgenparcours schiebe. Der gestern verkniffene Satz droht mir nun doch aus dem Mund zu schlüpfen.

Rückenstreicheln, aufbauende Worte, widerstrebend rüstet M. sich für den Tag, nicht ohne zu schluchzen und zu jammern, so er mich in Hör- und Sichtweite weiß.

Wer diese Kinderaugen je in Tränen schwimmen sah, weiß, wie ICH leide!

Als er begreift, dass ich stur bleiben werde, ruft er empört: "Mama! Ich brauch' den Blumentopf für die Schule, das habe ich dir gestern schon gesagt, du hast nicht zugehört!" Nun weiß ich ganz genau, dass er den Topf schon vor Wochen mit zur Schule genommen hat, angesichts der nahenden Muttertagsbastelei.

Wenn das Teil nun also nicht in seinem Fach in der Schule liegt, habe ICH das nicht zu verantworten und DAS KIND hat ein Problem mit seiner Lehrerin.

Ahaaa! ;))

Edit: Und NATÜRLICH stellte sich gestern mittag heraus, dass der Topf in der Schule war.

Montag, Mai 05, 2008

In unserm Garten wächst 'was...

Jetzt ist auch die Wiese im schattigeren Teil des Gartens so weit, dass sie gemäht werden muss. Durch regelmäßige Ballbespielung ist sie nicht überall gleich hoch, so hat's ein paar recht puschelige Stellen.

Letztens entdeckte ich an solch einem Plätzchen fleischigere, längliche Blätter, zu denen auch noch einige Knospen gehörten. Daraus wurden diese hübschen Blüten hier. Na ja. Als Lilienartige hab' ich sie gleich angesprochen, aber sooo einfach war's dann doch nicht.


Das lag daran, dass der "Doldige Milchstern", Ornithogalum umbellatum, zu den "LilienÄHNLICHEN" gehört und ein Hyazinthengewächs ist. Die Verwandschaften sind nicht nur bei Blumens manchmal etwas undurchsichtig, jedenfalls vom Habitus her... volkstümlich heißt er übrigens "Stern von Betlehem" und ist aus dem mediterranen Raum gekommen.

Beim 'rumstöbern stieß ich auch noch auf die Eigenschaften, die dieser Pflanze als Bachblütenextrakt zugeschrieben werden. Empfohlen bei u.a. Kummer, Trostbedürftigkeit und Albträumen. Vor dem Mähen werde ich die Zwiebelchen in jedem Falle ausgraben.

Das letzte wilde Fußballspiel hat ihn dann, wupps, umgelegt, den Milchstern. Nu' leistet er den auf dem Wochenmarkt geschenkt bekommenen Tulpen in der Vase Gesellschaft und freut mein Auge. Na ja, einen hat mir meine Tochter irgendwo am Wegrand gepflückt und mitgebracht.

Da fällt mir mein letzter Albtraum wieder ein, vor zwei Nächten: Der "Neubau" der Tankstelle meiner Eltern (ist 8(?) Jahre alt) wurde abgerissen und die alte Tankstelle naturgetreu wieder aufgebaut, sogar alle Gerüche waren wieder da. Ich habe so verzweifelt geweint, dass ich davon aufwachte. Fast so schlimm wie der Albtraum vor Monaten (im letzten Jahr irgendwann), in dem Grejazi unseren in voller Blüte stehenden Kirschbaum gefällt hatte - da bin ich allerdings von meinem eigenen lauten Schreien wach geworden.

Wie auf dem oberen Foto sehr schön zu sehen, macht mein Handy auch scharfe Bilder von kleinen Sachen. Da kann ich mir ja vielleicht doch endlich meine Digitalkamera vom Herzen reißen und sie zur Reparatur-Kur nach Düsseldorf schicken...

Und außerdem!!! hat irgendjemand schon Schwalben gesehen??? Ich noch nicht... und müssten nicht langsam mal die Fledermäuse wieder auftauchen?