Sonntag, Januar 27, 2008

Wooaaah....

Er lässt mir ja keine Ruhe, der Vollmond. Irgendwie zerrt er an mir, wenn ich ihn betrachte, was auch immer das ist. Als ich Kind war, mussten meine Eltern mich nächtens gelegentlich einfangen, weil ich - tief schlafend - offenbar dringend irgendwo hin wollte, wenn die große Laterne am Himmel stand.

Ich erinnere mich besonders an eine Vollmondnacht im Sommerurlaub, als Teenager an der Ostsee. Die ersten unglücklichen Verliebtheiten im Herzen, noch nicht so recht wissend, wo's hingeht mit mir, habe ich ihn regelrecht angeheult den Mond, zu lauer Luft und Meeresrauschen...

Der letzte Vollmond war nicht der erste, dessen Betrachtung mich dazu verleitete, ihn mit völlig unzulänglichen Mitteln ablichten zu wollen. Wieder und wieder. Sogar mit dem Handy auf dem Rückweg von der Schulbushaltestelle am Morgen.

Derweil hat sich mein Holder, mein Grejazi, die professionelle Ausrüstung geschnappt und sehr planvoll sehr dramatische Bilder gemacht.

Hier eine Kostprobe:



Freitag, Januar 25, 2008

Tieftraurig...

Gestern, beim Wäschefalten, kurz vorm Abendbrot: hinter mir im Spielzimmer sitzen alle drei Kinder friedlich um's Trampolin und schubsen sich gegenseitig eine kleine Kugel zu, die M. auf dem Schulhof gefunden hat. Geht besser als auf dem Teppich, ist leiser als auf dem Tisch und gesünder als auf dem eiskalten Steinboden in der Küche. Alles paletti.

Bis J. meint, er müsse auf dem Trampolin nun sein eigenes Spiel spielen und seinen Geschwistern in die Quere kommen, die das natürlich nicht begeistert. Hmpf. Schlichtungsversuche und Alternativvorschläge scheitern, J. ist beleidigt, beharrt auf seinem Standpunkt.

In der Absicht, ihn aus der Situation zu ziehen und ihm eine Chance zu geben, sich wieder einzukriegen, schicke ich ihn sachlich ins Kinderzimmer:"Gut, wenn du dich nicht vertragen willst, geh' halt' nach oben und spiel' allein."


Kurze Zeit später ist er wieder unten und funkt B. und M. dazwischen. Seufz. M. hat großen Harmoniebedarf und ist immer kompromissbereit. Daher begeistert er seine Schwester mit einem andern Spielort und nun verschwinden die beiden nach oben, den zutiefst gekränkten J. nun ihrerseits verlassend.

Worauf dieser bitterlich zu weinen beginnt. Ich lasse Wäsche nun endgültig Wäsche sein und tröste mein schluchzendes Kind. Ich nehm' ihn in den Arm und nach und nach kommt heraus, dass ihn "ja sowieso keiner mag" und "alle immer nur auf ihm herumhacken", er ja sowieso "viel zu blöd" ist; er führt zahlreiche Beispiele aus seinem Schulalltag an, die dies beweisen sollen und schließlich stehen zwei Namen im Raum.

Ganz offensichtlich gefällt ihm die Rolle als Sündenbock. Ich weiß, was er nicht sieht und nicht wahrhaben will: dass er kein Unschuldslamm ist, dass er sich selbst nur zu gern in diese Rolle hineinmanövriert, weil ihm dann eines sicher ist: Aufmerksamkeit und Mitgefühl.

Ich bin erschüttert, dass er meint, zu solchen Mitteln greifen zu müssen, um sich geliebt zu fühlen... andererseits sehe ich natürlich auch seine Geschicklichkeit, mich bei meinem ständig schlechten Gewissen zu packen...

Es ist eine Gratwanderung und es ist kein Sicherungsseil in Sicht.

Donnerstag, Januar 24, 2008

Wie mir heute zumute ist...

Noch Fragen?

Falls ja:
Es ist mir endlich gelungen,
den Fehler im System für mich selbst in Worte zu fassen.
Diese aber erfolgreich an den Mann zu bringen,
ist eine ganz andere Geschichte...

Und: Ich hab' ein neues Handy.
Es spricht noch nicht so recht mit mir.
Ich arbeite schwer daran und ärgere mich
über die Zeit, die dafür draufgeht.
Meine Fragen könnten
einen VHS-Kurs füllen,
fürchte ich.

He, ich bin noch nicht mal vierzig Jahre alt!
Aber langsam beschleicht mich die harte Erkenntnis,
dass die technische Entwicklung beginnt,
mich zu überholen.

Dienstag, Januar 22, 2008

"Warum es Vorurteile gibt" oder "Objektivität ist unmöglich"

"(...) neuere Wahrnehmungstheorien kennen allerdings nur „selektive Wahrnehmung“. Wahrnehmung ist per se immer selektiv, da der Mensch nicht alle Daten, die von außen auf ihn einwirken gleichzeitig wahrnehmen kann. Daten werden erst dann zur Information für das Subjekt, wenn sie in dessen mentale Struktur „eingebaut“ werden können. Da unsere Wahrnehmung immer historisch-biografisch bedingt ist, gibt es keine andere Möglichkeit als die der „selektiven Wahrnehmung“, „objektive“ Wahrnehmung als solche ist unmöglich. (...)"

Zitat aus dem Wikipedia-Artikel "Selektive Wahrnehmung"

Eigentlich irrelevantes, aber anschauliches Beispiel: Sind tatsächlich seit e-bay und Online-Bestellung mehr Paket-Auslieferer unterwegs oder fallen sie mir nur verstärkt auf, weil ich darauf achte? Habe ich überhaupt eine Möglichkeit, das für mich sicher zu klären?

Für mich ein Aha-Erlebnis: Ich war mir sicher, das vorderste Auto in dem Unfall vor knapp einem Jahr sei dunkelrot gewesen und habe direkt an der Ampel gestanden. Ich sehe das Bild deutlich vor mir! Aber meine Freundin M., die zwar dabei, aber nicht in den Unfall verwickelt und daher sicher nicht so neben sich war wie ich, erklärte, jenes dunkelrote Fahrzeug sei schwarz gewesen und die Ampel noch ca. 100m entfernt.

Schön finde ich in dem Wikipedia- Artikel auch die Darstellung der selektiven Wahrnehmung als simple Notwehrreaktion, sinngemäß: "Wenn du das Übel eh' nicht ändern kannst, nimm' es am besten erst mal gar nicht war!" Schützt die betriebsinternen Abläufe zunächst mal zuverlässig vor heißlaufen und wundreiben, gell? Daher wird die Selektion ja auch per Auto-Pilot und nicht bewusst gesteuert. Das wär' ja sonst nicht zum Aushalten ;)

Mit der Gewissheit, nun wieder einige Geister auf die Barrikaden getrieben zu haben, wünsche ich uns allen eine förderliche Wahr-Nehmung...

Montag, Januar 21, 2008

Also gut: Stöckchen von Sam


Nun bin ich im Zugzwang; da Grejazi in seinem Blog das Stöckchen von Sam an uns Urlaubären schon aufgehoben hat, muss ich wohl gleichziehen. Dennoch nehme ich mir die Freiheit, ein bisschen zu modifizieren - denn mir über meine Wünsche klar zu werden ist schon schwer genug für mich; sie auch noch in vorgegebenen Kategorien zu längen und zu weiten, is' schier unmöglich!

Jedenfalls sind meine Ausführungen absolut ehrlich und kommen aus tiefstem Herzen, soviel kann ich sagen.

Drei materielle Wünsche, mehr oder weniger utopisch:

-Sendra-Boots in lila mit pink aufgestickten Rosen,
-ein kleines Holzhaus an 'nem einsamen See ohne Fernseher aber mit Sauna,
-eine Weltreise, die so lange dauert und so viele Ziele hat, wie ich will.

Vier andere Wünsche, völlig utopisch:

-eine Blickwinkelkanone*,
-einen kleinen Koch im Ohr, der mir täglich das jeweils beste Kochrezept flüstert,
-immer genug "Mama" parat zu haben, dass jedes Kind die zweckmäßige Dosis kriegt,
-mehr Zeit, um die Dinge zu tun, zu denen ich Lust habe.

Dinge, die das Glück locken:

-nach der Sauna im Eiswasserbecken UNTERTAUCHEN,
-so lange schlafen, bis ich ganz von allein aufwache,
-entspannte Zeit mit den Kindern verbringen,
-ein richtig sauguter Pott Kaffe mit einem großen Glas eiskaltem Orangensaft daneben,
-ein stilvolles Abendessen mit meinem Mann in einem wirklich guten Restaurant,
-mich hin und wieder mal beputteln lassen,
-nach 8 Stunden Isarlauf in meiner Hotelwanne ein heißes Totes-Meer-Salz-Bad nehmen,
-Strandlaufen,
-Sozia sein auf meines Mannes Motorrad,
-frisch und grob gemahlener schwarzer Pfeffer als I-Tüpfelchen auf meinem Essen,
-Erschöpfung nach dem Sport,
-ein Sportfahrwerk unterm Hintern,
-nach vollbrachtem Tag einen feinen alten Single-Malt-Whisky gemächlich trinken,
-Räucherstäbchen,
-im Bett lesen,
-im Hotel wohnen und hinterhergeräumt bekommen statt andern hinterher zu räumen,
-in Gewässern schwimmen, die nicht gekachelt sind.

So! Die Grenzen zwischen diesen drei Kategorien sind ein wenig fließend, denn was das Glück lockt, ist natürlich auch etwas, das ich mir wünsche und umgekehrt lockt der eine oder andre erfüllte Wunsch auch das Glück; folgerichtig müsste ich eigentlich "Zwölf Dinge mit D..." listen, aber ich erlaube mir, darin eine Spielverderberin zu sein.

Als diese möchte ich das Stöckchen gern weitergeben an Gabriela und an Sylke.

*Nach dem Buch „Per Anhalter durch die Galaxis“ wurde sie von einen Rat von verärgerten Hausfrauen in Auftrag gegeben, die endlose Diskussionen mit ihren Ehemännern satt hatten. Wenn die Blickwinkelkanone auf jemanden abgefeuert wird, erfährt der Getroffene augenblicklich die gesamte Situation aus Sicht des Schützen.

Donnerstag, Januar 17, 2008

Geliebte, aber bekloppte Katze...



...dabei kann sie ja nix dafür. Knatschig war sie, weil sie offenbar Hunger hatte und nicht richtig fressen konnte. Nach dem Wochenende - sie hat sich nicht untersuchen lassen von uns, no way! - also das Tier ins Auto gepackt und zum Tierarzt gekarrt.


Glücklicher Weise nur eine Fahrt von vielleicht drei Kilometern, der Leidgesang war steinerweichend. Und, ebenfalls erfreulich, sie ist wirklich selten richtig krank, die ganze Prozedur tut mir jedes Mal so leid für sie. Jemand hat sich wohl mit Kralle oder Zahn in ihrem Zahnfleisch verhakt. Nix ging, nicht mal saufen oder putzen, weil sich's entzündet hatte.


Mit drei Frauen haben wir sie festhalten müssen... sie kriegte eine Kombispritze aus Antibiotika und Drogen (Schmerzmittel :) Danach hat sie gefressen wie eine siebenköpfige Raupe. Fünf Tage Pillen 'reinfabrizieren is' allerdings eine Aufgabe...


Ja, und Hausarrest bis Dienstagabend. Oh weh! Noch länger, und sie wär' mir wohl noch auf den Monitor gestiegen. Und ich mit meinen Automatismen: jammernde Katze von innen vor der Tür und ich mach' treudoof auf... böse Falle! :D


Drei Tage war die Katz' so krank - nu' streunt sie wieder, Gott sei dank! ;)

Mittwoch, Januar 16, 2008

Dich will ich...



Harmonie. Gleichklang.
In dieselbe Richtung schauen, aber auch: einander ins Gesicht sehen.
Für einander aufmerksam bleiben.
Im strapazierenden Alltag ein schwer zu erlangendes Gut. Und doch:
Ich will dich!

In diesem Sinne:
hier, da und dort!

Dienstag, Januar 15, 2008

Kleiner Klimaexkurs für alle Weltverbesserer

Er geht mir nicht aus dem Kopf, dieser Text aus den Manufactum-Hausnachrichten vom Sommer 2007 (verfasst von Thomas Hoof), weil er so wohltuend gegen den "Wir-sind-eine-Plage-für-den-Planeten"-Selbstbezichtigungs-Mainstream steht - ich zitiere:

"(....) An der derzeitigen Klimaaufregung ist vielerlei bemerkenswert, u.a. der Mut, mit dem die öffentlich bestallten und mit mehreren Milliarden Dollar wohlversorgten Klimatologen ein für sie zeitlich und funktional völlig unüberblickbares System in einem Modell einfangen, das vergangene Ereignisse nur schwer erklären kann, zukünftige aber mit hoher Wahrscheinlichkeit prognostizieren will.

Und das nur kurz nachdem die Komplexitätswissenschaften uns mit ihrem volkstümlich gewordenen Spruch vom afrikanischen Schmetterling, dessen Flügelschlag in der Karibik einen Hurrikan verursache, darüber belehrt haben, dass es völlig illusorisch sei, aus einem derart (in Wechselwirkungen, positiven und negativen Rückkopplungen, Verstärkungen und Auspendelungen) verschlungenen und mit Oszillatoren, Auslösungs-, Sprung- und Übersprungspunkten durchsetzten Kräftespiel eine Wirkungskette herauslesen zu wollen - erst recht nicht beim "Klima", auf das Kräfte einwirken, die nur in Zyklen von 10.000, 25.000 oder - auf der Reise der Sonne durch die Spiralnebel ihrer Galaxie - gar in 1.000.000 Jahren wiederkehren.

Eigentlich müssten die kybernetisch klüger gewordenen Naturwissenschaften längst wieder angekommen sein bei dem methodischen Agnostizismus des alten "Ignoramus, Ignorabimus (Wir wissen es nicht. Wir werden es nicht wissen)", das sich Arthur Eddington nach einem langen Physikerleben auf den Grabstein meißeln ließ.

Stattdessen hört man überall ihr "Heureka"-Geschrei, jedenfalls dann, wenn Fernsehkameras und Fördermittelgeber in der Nähe sind - und muss daraus folgern, dass der Elfenbeinturm doch eine angemessene Heimstatt für die Wissenschaften war und wir sehr übel taten, sie dort 'rauszuzerren.

Ein Mensch mit Vertrauen in den Weltenlauf wird überhaupt daran zweifeln, dass die Schiebe- und Kippschalter in den klimabestimmenden Großsystemen tatsächlich so weich eingestellt sind, dass eine für mal gerade 50 Jährchen ökonomisch ausgerastete Menscheit ernsthaft daran drehen könnte (zumal die Entomologen, als Vertreter des vielköpfigen Insektenvolks, im Internet - halb stolz, halb peinlich berührt - bekennen, dass allein ihre Klientel gut das 70fache des jährlichen, anthoropogenen Kohlendioxidausstoßes zu verantworten habe). " (...)

"Ein Mensch mit Vertrauen in den Weltenlauf" - jo, das bin ich.

Was bringt das Wiegen, Messen, Zählen wirklich außer ein wenig Unterhaltung (okay, bestimmte Teile der Medizin z.B. ausgenommen) - Forschung kann faszinierend sein, ooh ja - und einer trügerischen Sicherheit, die aus der Hybris resultiert, auch nur einen Bruchteil der Welt begreifen und an ihren Rädchen drehen zu können?

Und dieses Nicht-wissen-können hat noch einen fatalen Nebeneffekt: Wer erzählt, er wüsste, "was die Welt im Innersten zusammenhält" sitzt dann am längeren Hebel, wenn die andern ihm glauben - denn: wer Angst hat, ist manipulier- und beherrschbar.

Oh, und falls das von irgendjemandem aus meinen Zeilen herausgelesen werden sollte: Ich bin ausdrücklich nicht der Ansicht, dass das quasi der Freifahrtschein ist, 'rumzudrecken.

Zufällige Begegnung in meiner Küche...


...als ich vom Markt kam traf ich ihn hier. (Nasenhaare, kann nur ein "er" sein!)

Sonntag, Januar 13, 2008

Neuwagen für 1700 Euro

Wooah! Was für ein Preis! Und dann ein Diesel, der 5 Liter auf 100 Kilometern bracht! Vier Sitze! Wenig Laderraum, Purismus in der Ausstattung. Der Tata Nano eben, der in Indien gebaut wird.

Irgendwo habe ich aufgeschnappt, dass er nicht mehr Dreck macht als ein Motorrad. Dafür kann er eine ganze Familie vergleichsweise komfortabler fortbewegen, mit ein bisschen mehr Zuladung, als sie auf einem Motorrad möglich ist.

Und viele, viele Menschen, die bisher auf's Fahrrad angewiesen waren, werden sich nun ein Auto leisten können...

Donnerstag, Januar 10, 2008

Fernsehen...


...mal ganz anders...
Dieses Foto machte ich im letzten April hier.

Mittwoch, Januar 09, 2008

Staatsangelegenheit...

Neulich habe ich mich hier heftig darüber ausgelassen, dass das NRW-Wappen geändert worden ist. Und NACHDEM ich den Post veröffentlicht hatte, habe ich zum Thema recherchiert, Asche auf mein Haupt. Da musste ich nämlich meine Aussagen übererabeiten.

Danach habe ich den Post komplett gelöscht. Weil ich mich völlig verlaufen und verstrickt hatte. Und ehe ich belangt werde - das NRW-Wappen ist nämlich ein Hoheitszeichen und darf nur von staatlichen Stellen benutzt werden - ziehe ich erst mal zurück! (Auch wenn ich viele Blogs gefunden habe, deren Betreiber ungeniert alle Wappenformen abbilden - wo kein Kläger, da kein Richter! Ich warte lieber nicht, bis der Kläger kommt....)

Ich hatte den Überblick verloren, WELCHE Version denn nun für jedermann ist. So eine gibt es nämlich. Wer's verstehen will, liest hier.

Kurz gesagt: es gibt eine hochoffizielle Version für Urkunden etc., für da, wo es echt total oberamtlich zugeht, also aufwändig sein darf - und eine abgespeckte Version, die im Alltag gebräuchlicher ist, aber auch nur von staatlichen Stellen verwandt werden darf. Und dann gibt es noch eine Ausführung, die frau in Schwarzweiß oder Farbe downloaden kann und benutzen darf, ohne ein Amt sein zu müssen.

Jedenfalls gefällt mir das amtliche Modell für den Alltagsgebrauch - das ist das, bei dem die Konturen fehlen und der Gaul das Maul hält während sein Hintern brennt; außerdem hat er den Bodenkontakt verloren! - überhaupt nicht. Die lippische Rose steht zwar bei diesem Exemplar endlich nicht mehr auf dem Kopf, sieht aber aus wie eine Prilblume.

Und Wappenmodernisierung ist ganz klar ein Widerspruch in sich!

Außerdem wäre ich in meiner Eigenschaft als Bürgerin dieses Bundeslandes ganz gerne mal gefragt worden! In diesen Dingen wünschte ich, ich lebte in der Schweiz. Dort, scheint mir, werden die Bürger für jeden Pups ausführlich befragt...

Stattdessen scheine ich in einem Land zu leben, in dem die Meinung in den Medien bequem und schlüsselfertig vorfabriziert wird - selber denken ist nicht mehr gefragt, Informationen, die dieser Tätigkeit dienlich sein könnten, werden verschwiegen und kurze Hauptsätze auf Bild-Niveau unter's Volk gebracht.

Damit jeder Hirni sie mitgrölen kann.

Nachtrag: Dabei funktioniert auch der Informationsmarkt ganz simpel: die Nachfrage regelt das Angebot. Und umgekehrt.

Donnerstag, Januar 03, 2008

Kurze Gedanken zu einem Kalender

Jetzt ist also der dritte Januar. Gerade eben. Zwei Uhr in der Nacht/am Morgen und ich komm' und komm' nicht ins Bett. Soeben habe ich den Kalender präpariert, sprich: mit allen zu beachtenden Terminen gespickt, für mich, für meinen Mann, für meine Kinder, für jeden Einzelnen und für alle zusammen. Fahrplan fertig: Geburtstage, Ferien, Urlaube, Rufbereitschaften, Festivitäten, Training, Spiele, Schule, Müllabfuhrtermine.
Sehr rhythmisch, teilweise.

Und da ich nur EINEN Kalender mit sechs Spalten kenne - von dem Versandhandel, der eine glückliche Kindheit liefert - auch mit ewig sich wiederholenden Motiven.

Eine gute Gelegenheit, zynisch zu werden über diese Vorhersehbarkeit der nächsten 364 Tage und der darauf folgenden Jahre. Seltsamer Weise graut und ödet mich da aber gar nix. Mich beruhigt das eher. Wie ein roter Faden in einem Irrgarten. Alles schön geordnet, kann ich auch die Zwischenräume erblicken, in denen ich mich lassen kann. Damit ich nicht zu kurz komme. Ich nicht und meine Liebe nicht.

Was für eine Nacht!

Obligatorisch...

...also, damit die Soft-Skills auch in dieser Runde nicht zu kurz kommen:
ein schönes, an Sorgen armes, an Erkenntnissen reiches
und möglichst noch knoten-platzen-lassendes
2008 allerseits!