Samstag, Juni 14, 2008

Kleine Begegnung am Freitag, dem Dreizehnten...

Gestern, vor dem Abendessen: s' Brot ist alle, ich hab' Lust auf Brötchen. Trotz der nahenden dunklen Wolkenfront nehme ich für die zwei Kilometer bis zum Bäcker das Fahrrad.
Ich bin grad' erst in Schwung gekommen, da sehe ich aus dem Augenwinkeln ein winziges Vögelchen eher gebremst an einer Hauswand herunterfallen denn Richtung Boden fliegen. Mit dem Auto wär' mir das sicher entgangen... ausgerechnet am Haus der einzigen totalen Vogelphobikerin in unserer Straße landet das Federbüschel hilflos im Gestrüpp. Gegriffen ist's schnell, bei der andern Nachbarin in ein Reserve-Vogelbauer gesetzt und nach der Rückkehr vom Bäcker genauer unter die Lupe genommen. Die gelben Winkel am Schnabel weisen das Tier als Jungvogel aus, es ist ein Baumläufer. Fressen oder saufen will er nicht, er stirbt fast vor Angst. Daher habe ich mir die Umstände mit dem Fotoapparat gespart und ein Bild aus dem Netz geklaut.
Erstarrt kollert der Piepmatz in meiner Hand auf den Rücken und da sehe ich's: der linke Fuß ist in irgendwas verheddert, Kordel, zähe Pflanzenfaser, keine Ahnung, ist auf jeden Fall schon älter. Und damit kann auch der geschickteste Vogel keinen Halt finden, nirgendwo.
Nagelschere, Luft anhalten, geschafft: der Fuß ist wieder frei. Ich will das flauschige Knäuel in einen Baum setzen, die Eltern werden sich schon kümmern, denke ich.
Pustekuchen: Via Luftlinie hängt sich der kleine Piepser unter der Dachrinne an die Hauswand und erholt sich erst mal von dem ganzen Theater.
Eine Sorge weniger. Wie schön!

Dienstag, Juni 10, 2008

Touché! ;) -Editiert-

Ich hätte bei Stela nicht in dieser Art und Weise zum Thema "Unfälle" kommentieren sollen! Fällt ganz klar in die Kategorie "Beschrei' es nicht!"

Gestern ließ ich mein Auto mit Tochter 'drin "nur mal kurz" vor einem Laden stehen, ging ins Geschäft und sah wie ich mich umdrehte, meinen großen, dicken lila Bus führerlos und rückwärts über den Parkplatz in Richtung Fahrradhäuschen rollen. Ich raste hin, riss die Tür auf und stellte den Automatikwahlhebel auf "P" - was ich zuvor versäumt hatte!

Leider zu spät.

Obwohl es dort wenig bis gar kein Gefälle hat und die herrenlose Fahrt höchstens über fünf Meter ging, krachte der Wagen mit solcher Wucht gegen ein an der Schmalseite der Überdachung geparktes Fahrrad, dass der Korb auf dem Gepäckträger regelrecht zerknüllt wurde.

Wenn da jemand gestanden hätte!

Der hätte das tonnenschwere Gefährt gar nicht gehört, auch nix entgegenzusetzen gehabt und sicher ein paar Knochenbrüche erlitten. So war der schlimmste Schaden mein völlig aufgelöstes Kind, das hilflos weinend im Auto saß...

Nach der dicken Katsche am Kunststoff der Stoßstange zu urteilen, die wohl vom Fahrradpedal herrührt, muss die Kraft gewaltig gewesen sein, möglicherweise ist der Schaden am Fahrrad größer - und es ist neu.

Aber letztlich ist es nur ein Fahrrad und das Einzige, das mir meine Erleichterung trübt, ist der Ärger, den mir diese Geschichte so oder so einbringt!

Wirklich, das mit den "zwanzig Jahren" hätte ich nicht schreiben sollen bei Stela. ;)

Edit: Mein Papa hat mir das sehr nachhaltig eingeimpft, das mit der depressiven Angststarre bei gravierenderen Missgeschicken. Das ist mir diesmal schon nach Ablauf eines Vormittages aufgegangen, ätsch, ich hatte es schnell überwunden! Damit weiß ich jetzt auch, wofür diese blöde Geschichte gut war und das versetzte mich schnell in die Lage, eine angemessene Portion LmaA zwischen mich und die zwar an der Oberfläche freundliche, jedoch in Wahrheit etwas penetrante Eigentümerin des Fahrrades zu packen. Ich hab' im Fahrradladen die Reparaturrechnung bezahlt und das war's. Es war zwar etwas mehr kaputt als der Fahrradkorb, aber die Schmerzgrenze wurde nicht berührt, preislich. Alle sind zufrieden und fertig! :)))

Mittwoch, Juni 04, 2008

Zwischenbericht zwei: Geburtstag

Meine Jüngste hat morgen Geburtstag, sie wird sieben. Diesen Kindergeburtstag schmeiß' ich mit links - kein Wunder, ist ja auch schon das fünfundzwanzigste Mal! Das kluge Kind hat sich ihre Wünsche aus dem Katalog für eine glückliche Kindheit selbst herausgeschrieben, das Paket kam am Samstag, der Inhalt muss nur noch in der Verwandtschaft verteilt werden.

Gefeiert wird im Indoor-Spielplatz, wo ich sicherlich auch mit der Ballkanone schießen und auf den Luftkissen herumhüpfen werde. Für die Verschnaufpausen nehm' ich ein gutes Buch mit.

Besonders originell ist diese Art der Feier wohl nicht, aber erstens hat B. sich das ausdrücklich so gewünscht und zweitens weigere ich mich einfach, den Wettlauf um besonders originelle und anspruchsvolle Kindergeburtstagsfeiern in meiner Umgebung mit zu hecheln. Punkt!

Sonntag kommt die Familie zwecks Feier und es gibt - na, was wohl zu dieser Zeit mit einem Erdbeerbauern gegenüber? Bestimmt keinen Pflaumenkuchen... also auch da kein gedanklicher Stress! ;D