Montag, September 29, 2008

Ich

Das Bild hat mein Ältester am Sonntag in der Leucht von mir gemacht.
Als ich das sah, wurde mir klar, dass ich mich verkleidet hatte.
Na ja. Nach ca. anderthalb Jahren durft's mal wieder
ein Bild von mir sein.

Sonntag, September 21, 2008

Herbst!

Der Herbst bringt nicht nur Morgennebel... ...sondern auch alljährlich das Ballonglühen an den Niederrhein. Ein ganzes Wochenende mit Riesenspektakel. Kirmes und Menschenauflauf allerorten, nicht nur um die Ballons herum, eigentlich überall in den angrenzenden Orten ist irgend etwas los.
Wir müssen nicht auf jeder Hochzeit tanzen. Neben den Terminen, die die Kinder an solchen Wochenenden vermehrt haben - Chorauftritte, Handballspiele - lassen wir es eher ruhig angehen.
Daher bin ich auch nicht dafür, mich allzusehr in den Rummel zu stürzen. So haben wir dann bei den Ballons wirklich nur dieses eine Spektakel herausgepickt: Ankunft eine knappe Stunde vor dem Aufleuchten, Glück bei der Parkplatzsuche, wenig Herumstehen in Menschenmassen im Dunkel, also entspannter für die Kinder und damit für alle Beteiligten.

Und allein das letzte Bild war's ja wohl wert, oder?

Freitag, September 19, 2008

The Haka - New Zealand Vs Tonga

Eines Tages saß ich mit dem Rücken zum Fernseher am Rechner und hörte hinter mir aus der Flimmerkiste, in der eigentlich gerade Rugby lief, sehr archaische Laute. Und als ich mich umdrehte, sah ich Männer. Männer mit aufgerissenen Augen und herausgestreckter Zunge, die annähernd animalische Drohgebärden machten und äußerst imponierend aus sich heraus gingen.

Doch, sie gefallen mir sehr. Das Haka der neuseeländischen Maori hat offenbar beim Rugby seinen öffentlichen Raum gefunden. Die Männer Tongas antworten hier darauf mit ihrem Sipi Tau.

Aber Haka! Haka ist wunderbar. Wer mag, sucht mal ein bisschen in youtube danach...

Sonntag, September 14, 2008

Gewitterwetterlagenstimmung - oder so...

Dieses Bild hat Grejazi mit meiner Kamera gemacht und es ist auch schon eine Weile her. Ich habe es spontan 'rausgesucht, weil... ja, warum eigentlich?

Kennt ihr das, wenn euch richtig schlecht ist und euch klar wird, dieser unerträgliche Zustand ist nur durch Kotzen zu lösen? Aber eigentlich graut euch vor dem Kotzen und ihr sträubt euch noch ein bisschen bis ihr euch fügt und denkt: "Also gut, dann eben hindurch durch diese ekelhafte Prozedur!" und eigentlich sehnt ihr es dann auch herbei, weil es euch danach endlich wieder besser gehen wird.

So oder ähnlich ist es mit vielen unerträglichen Zuständen im Leben. Ihr fürchtet euch vor dem dicken Ende und doch ist es dann eine Erlösung.

Finstere Wolken am Himmel mag auch eigentlich keiner. Aber wenn es schwül und feucht ist, die Luft steht und schon allein vom Denken der Schweiß fließt, dann sind sie verheißungsvoll, die dunklen Gebilde da oben.

Und wenn es dann endlich knallt und kracht ist nichts schöner, nichts köstlicher als der heftige Wind und der erfrischende Regen. Danach ist die Luft wieder klar und alles leuchtet. Auch der Sauerstoff, der in die Lungen dringt, hat nie besser geschmeckt als nach dem Abzug des Gewitters.

Für gewöhnlich kneife ich bei grausamen Szenen im Fernsehen die Augen zu. Blutbäder sind nicht mein Fall. Nicht so die Blutbäder des Quentin Tarantino. Mein erstes A-ha-Erlebnis hatte ich mit "From Dusk till Dawn" und heute Nacht habe ich mir "Kill Bill" Teil Eins und Zwei einmal wieder angesehen, obwohl ich die brutaleren Szenen nicht eben behaglich finde.

Diese bestimmte Stimmung habe ich nicht oft. Eine Frau, die schnurgerade mit dem Schwert eine blutige Spur zieht... manchmal tut sie mir gut.

Mittwoch, September 10, 2008

Invasoren!

Letzte Woche stellte ein Mitglied unserer Familie bei sich Würmer fest, Spulwürmer. Also macht nun die ganze Familie eine Wurmkur.

Ungefähr zur gleichen Zeit ließ eine beginnende Erkältung mit leichtem Fieber bei mir alle Alarmglocken schrillen: ich spürte, wie meine Bronchien sich von Minute zu Minute mehr zusetzten und wollte auf keinen Fall noch einmal so durch den Hades gehen wie im Frühjahr, außerdem hatte ich keine Zeit für sowas.

Ohne Umwege suchte ich unsere Hausarztpraxis auf und verlangte Antibiotika, die mir auch verschrieben wurden nicht ohne den Hinweis, wenn es mir so schlecht ginge, sollte ich doch nicht mit nassen Haaren zur Sprechstunde... jaja. Mir war zu warm gewesen nach dem Duschen, Föhn gespart, punkt.

Natürlich bekam ich trotz Einhalten aller bekannten Regeln Magenschmerzen und Dünnpfiff von diesen Penicillinbomben, sehenden Auges lief ich darauf zu und hindurch. Bekam dann auch noch in voller Fülle meine Regel und fühlte mich Montag wie durchgekaut und ausgespuckt, war neben mir, irgendwie bedröhnt.

Und rotzte und spuckte froh den ganzen Mist von meinen Bronchien 'runter, die Nase wund vom Abschleimen und trotzdem glücklich, nicht wieder die Lunge zum Hals hinaus husten zu müssen.

Vollgestopft mit pharmazeutischen Qualitätsprodukten verbrachte ich dann vorhin eine volle Stunde mit meiner Tochter im Bad, eine Giftwolke nach der andern veratmend - weil das Kind Kopfläuse hat.

Muss mir diese Abfolge jetzt irgend etwas sagen?

Mittwoch, September 03, 2008

Wo Stallhasen glücklich sind...


...treibt's Kinder den Totempfahl 'rauf! Ja, wir waren mal wieder in Irrland; dort hin zu kommen, erfordert weder Flug- noch Fährticket. Im Gegensatz zum ebenfalls grünen Irland liegt es nämlich bei Kevelaer.

Exkurs: In der Aussprache greift hier übrigens das westfälische Dehnungs-E, "Kewelaar"; eine eigenwillige Besonderheit unserer den Niederlanden nahen Sprachgewohnheiten. "Baerl" spricht sich eben nicht "Bärl". "Moers" bildet hier aber eine Ausnahme: Die Bürger sprechen sich genauso aus wie das nützliche Küchengerät: der "Mörser" und die "Mörserin". Warum auch immer. "Moors" käme jedenfalls dem alten Wort "Murse" für "Sumpfland" näher, welches namensgebend war für die kleine Grafenstadt. ;)

Na, Irrland jedenfalls: neben dem extrem günstigen Eintrittspreis von Euro 3,90 hat uns von Anfang an das Konzept überzeugt. Mit simpelsten Mitteln wie Sand, Wasser, Maiskörnern, Stroh, Go- und Bobby-Car(t)s-Bahnen sowie einigen spektakulären Rutschen, riesigen Luft- und Wasserkissen vergnügen sich hier die Kinder und Eltern, bis letztere müde sind und zu quengeln anfangen, weil sie nach Hause möchten.

KEINE elektronische, stromfressende Bespaßung, nichts, das extra kostet außer der moderaten Verpflegungspreise, jede Menge Grillplätze, an denen Mitgebrachtes gegart und verzehrt werden kann.

Bemerkenswert auch die zweckentfremdeten Fallschirme, die in allersimpelster Weise den Stroh- so wie auch einige Sandmatsch-Plätze vor der Witterung schützen. Oder die ausrangierten Flugzeuge und Hubschrauber, die originell in die Szene integriert wurden. Klettern geht fast überall.
Der Wasserspielplatz: total schlicht und doch für die Kinder ein Faszinosum, auf dem sie stundenlang Leitungen verlegen - so leer hier nur deshalb, weil im Feierabend begriffen.


Erdnüsse. Ich kann sie nicht ausstehen, in keiner Zubereitungsform, nicht geröstet, nicht als Flips, nicht als Butter und eigentlich auch nicht pur. Die Kinder mögen sie. In diese Tüte habe ich geguckt, weil ich müßig einen Kaffee trank, während meine Brut die Strohburg eroberte. WIESO steht da "Gelatine" in der Zutatenliste?


Jedes Jahr ist das Irrland bisher gewachsen, hat sich etwas Neues getan. Dieses Eichhörnchen sitzt in einem Drahttunnel, der es ihm ermöglicht, die Entfernung zwischen seinen zwei Volieren hoch über den Köpfen der Besucher in einer großen Runde zurückzulegen.

Juuut, Eichhörnchen in freier Wildbahn sind ja auch ziemlich quirrlig und machen manchmal den Eindruck, ein bisschen Gaga zu sein, zuviel Koffein im Blut zu haben. Aber dieses hier teilte sich die Behausungen mit mindestens zwei Artgenossen und die benahmen sich alle drei, als hätten sie Tinte geraucht. Ich weiß ja nicht...


Ursprünglich war Irrland ein jährlich neu kultivierter Irrgarten aus Maispflanzen. Daran erinnert heute nur noch eine alte Scheune, deren Boden etwa einen Meter hoch mit Maiskörnern gefüllt ist, in denen sich unglaubliche Dinge anstellen und wahr-nehmen lassen. Allein darauf mit nackten Füßen herumzulaufen ist ungeheuerlich, vom Sich-darin-wälzen ganz zu schweigen! Und zu Hause sind wir jedes mal voll beansprucht, wenn's heißt, ALLE Körner, Strohhalme, Sand, Steinchen... aus der Kleidung zu entfernen. Übrigens wird der Mais im Herbst an die Schweine verfüttert, die der Bauer noch immer hat.

Der Irrgarten nimmt inzwischen den kleinsten Teil des zum ehemaligen Bauernhof gehörenden Landes ein und ist aus Bambuspflanzen. Da die nicht in einer Saison hochwachsen, ist das Labyrinth in diesem Jahr NOCH gut zu überschauen.
Mal sehen, was nächstes Jahr ist.

Montag, September 01, 2008

Hasenglück

"...you can call me Al(brecht)!"