Mittwoch, Juli 28, 2010

Ich habe....

..soeben eine Flasche "Grüner Veltliner" geleert. Nehmt mich nicht ernst!!!

Aber wahr ist: heute ist mir eine Rotwangen-Schmuckschildkröte von ca. 4 Kilogramm Gewicht vor's Auto gelaufen. Doch, ich konnte rechtzeitig bremsen. Aber bevor ich das Tier ins Tierheim brachte, hat es mich ganz EKELHAFT und bis auf's Blut in den linken Daumen gebissen!!!

Ich bin eigentlich bekloppt!

Sonntag, Juli 25, 2010

Ich krieg's noch nicht...

...gepackt, krieg's nicht rund, was da gestern passiert ist in Duisburg.

Grejazi und ich wollten zur Loveparade, nicht um jeden Preis, denn in "unserem" Club am Rande des Sperrgebiets gab's die passende Party dazu. Wir dachten uns, von diesem Ausgangspunkt vielleicht mal auf's Festgelände zu gelangen, aber das haben wir uns angesichts der Menschenmassen und zwischenzeitlicher Polizeisperren dann instinktiv verkniffen.

So viele Uniformen überall.

Die kleine Seitenstraße, in der das Lokal ist, wurde von ganz jungen Polizisten (aus Bamberg!!!) abgeriegelt bis in die späte Nacht hinein. Wir waren eine Festung, eine Ruhepunkt, nur die Partygäste konnten 'rein und 'raus. Mehr als zwölf Stunden haben wir dort zugebracht; wegkommen war ohnehin schwer möglich und viele hatten den Club als Nottreffpunkt ausgemacht, da haben sich einige wiedergefunden. Geredet wurde die ganze Nacht, "einfach heimgehen" konnte nicht nur wegen der Zustände keiner.

Wir haben von den Toten gehört, mit unmittelbaren Augenzeugen gesprochen und vom späten Nachmittag bis zum Morgengrauen riss der Menschenstrom, der an der Mündung der kleinen Straße vorbeizog, nicht ab - ebensowenig wie der Klang der Martinshörner fern und nah oder das Hubschrauberknattern über unsern Köpfen.

Die verwirrenden Zahlenspiele der Nacht sind nicht eindeutiger geworden über den Tag. Aktuell ist mir nur klar, dass es 21 Tote und über 500 Verletzte gegeben hat. Aus wievielen Menschen die Masse bestand und ob das Festgelände lächerlich klein oder großzügig überdimensioniert war, dazu äußere ich mich nicht - denn hinterher sind immer alle klüger und eigentlich weiß doch keiner irgendwas genau.

Was die Ereignisse dem Club so vor die Türe spülten - unbeschreiblich. Die Traumatisierten dieser Nacht zählt niemand. Geredet haben wir die ganze Nacht. Selbst in unserer kleinen Gemeinde, weitab von den Ereignissen, fiel heute früh der Pastor aus, weil er als Notfallseelsorger nach Duisburg musste.

Ich jedenfalls war froh, wenn es mir zwischen vielen Fehlversuchen gelang, vom Handy aus Kinder, Schwiegervater, Schwägerin... zu benachrichtigen, dass, was sie Schreckliches im Fernsehen sahen und im Radio hörten, nicht Grejazi und mich betraf.

Ich hoffe, es wurden alle lebend gefunden, von denen ich in dieser Nacht gehört habe, dass sie gesucht wurden.

Bevor ich von dem Unglück erfuhr, sah ich Menschen mit dem Aufkleber "Dance Or Die" auf ihren Klamotten.

Wie gesagt, ich krieg's nicht rund.

Mittwoch, Juli 21, 2010

Montag, Juli 12, 2010

Nur mal so...


...weil der Niederrhein sich aktuell nicht entscheiden kann zwischen afrikanischem Steppen- und subtropischem Urwaldklima gibt's heute aus meim' Handy ein Bild, aufgenommen mit Rhônegletscher im Rücken in 2009 - fühlt ihr auch den kühlen Hauch?

Freitag, Juli 09, 2010

Eindeutig verheiratet!

"Also, ich seh' ja nun wirklich jedes Mal, wenn ich im Bad bin, wirklich jedes Mal, wie die Staubschicht auf dem Spiegelschrank immer dicker wird! Die ist echt inzwischen SO (er zeigt mit Daumen und Zeigefinger eine Höhe von etwa vier Zentimetern) hoch. Gut, die Frau ist kleiner als ich, die sieht das vielleicht nicht in der Höhe. Aber das muss die sich doch denken können, dass da oben mal gewischt werden muss!".
"Liebster Bruder, wenn dich die Staubschicht so sehr ärgert, nimm' doch
einfach mal einen feuchten Lappen und wisch' sie selber weg...?!";
"Also nee, DAS seh' ich dann aber auch nicht ein! Außerdem
fasst sie das ja dann wieder als Vorwurf auf".
Vertrackte Kiste.

Dienstag, Juli 06, 2010

Bilder im Kopf

Sonntag. Sonnig, heiß. Die Kinder aus dem Haus, am Bach, im Wald, mit Freunden: ströpen eben. Die Liege unterm Kirschbaum, ein gutes Buch, Kirschen von der Hand in den Mund: RU-HE!

Ein kleines bisschen tut's mir schon leid, dass ich nicht mit Grejazi und unseren Freunden nach Köln zum Christopher-Street-Day mitgefahren bin. Aber trotzdem ist das hier gerade "the best place to be"! Wahrscheinlich hätte die Hitze auf dem Asphalt mich bei diesem 8-km-Spaziergang durch Köln doch irgendwann umgehauen... die ersten Fotos, die ich am Montag dann ansehe, sind trotzdem toll.

Am Abend eine kleine Fahrradtour mit den Kindern zum Biergarten, der Schwiegervater kommt dazu. Nettes Geplauder. Dann:"Also meiner Meinung nach erreichen die doch mit ihren Paraden das genaue Gegenteil - müssen die das denn machen? Die provozieren das doch!"

Einer unserer Freunde, der schon mehrmals mitgegangen ist beim CSD in Köln, schnappte im letzten Jahr den Ausruf einer jugendlichen Zuschauerin auf: "Boah, kuck' dir ma' die Perversen an!" Da machte er einen beherzten Schritt 'raus aus der Parade und knöpfte sich das Mädel vor: "Pass' mal auf, du bist ja noch jung: lern' mal Toleranz!"