Dienstag, Oktober 25, 2011

Ich wünsch' mir...

...eine Briefkastentante für Küchen-Kummer. Meine sorgenvollen Fragen täten dann ungefähr so lauten: "Warum ist der Broccoli immer entweder zu hart oder matschig wie Brei?", "Wie verhindere ich, dass er nach Seegras schmeckt?".

Oder auch "Wie, zum Geier, schaffe ich IMMER das perfekte Timing für Gemüse, Kartoffeln UND Fleisch, damit nicht das eine noch roh und das andere schon furztrocken ist?".

Und vor allem, etwa dreihundertmal in einem Jahr: "Was koche ich heute bloß?"

Donnerstag, Juni 30, 2011

Worte, Wörter?

Allein in der Überschrift, so kurz sie ist, steckt schon eine Masse von dem, was mich beschäftigt. Das eine hinterlässt doch eine ganz andere Farbe, Geruch, Geschmack, als das andere: "Worte" klingt irgendwie fühlreicher, bedeutsamer als "Wörter", das zumindest mich an Grammatik, an "Silben zählen" denken lässt.

Überhaupt was zwischen den Zeichen immer mitschwingt. Das hinterlässt doch bei jedem einen andern Klang. Sprache ist eine sehr feinstoffliche Angelegenheit und hat viel mit persönlicher Geschichte zu tun.

Manchmal fehlen die Worte, manchmal sind es viel zu viele.Welche Erfahrungen habe ich mit Worten gemacht, wie wende ich sie an. Was sagen sie über mich.

Und dann: "Nur Worte!" das gibt es gar nicht. Wenn "Landsmännin" auf Verständnis trifft, dann läuft da was verkehrt. Doch dies nur am Rande, weil Luisa ("Salamandra", Blogger mag grad' keine Hyperlinks) vorgestern so treffend auf die "Frauenmannschaft" zeigte.

Jedenfalls, aus mir fließen die Worte und Wörter einfach so heraus, dass sie mir fehlen, ist selten. Und so langsam sehe ich auch, dass die Wortlosigkeit des Gegenübers manchmal einfach nur hilflose Erschlagenheit ist - Erschlagenheit durch meine Flut: Schon im Kindergarten habe ich laut meiner Mutter jeden potentiellen Gegner an die Wand gequatscht.

Samstag, Juni 25, 2011

Aus meinem Junk-Mail-Ordner

"pub was able to all these guys? - I'd better again that some kind of a friendly letters. The shadow moved again. America, h_e cried Trillian. - O people and monkeys a little otion. Did the sensation he said. Its main console blotched"

Bing übersetzt dies so:
"war Pub in der Lage, alle diese Jungs? -Ich würde wieder besser, die irgendeine Art von einer freundlichen Buchstaben. Der Schatten zog wieder. Amerika, rief H_e Trillian. -O-Leute und ein wenig Otion Affen. Haben Sie das Gefühl, sagte er. Die Hauptkonsole gestromt"

Neee, is' klar! Obwohl - einige freundliche Buchstaben, die könnte ich wirklich vertragen! ;)

Samstag, Juni 18, 2011

Habe aktuell...

...bemerkenswerte Begegnungen mit meiner Vergangenheit.

Schön!

Eine Liebe aus Teenietagen hat sich vom Rande meines Horizontes, an welchem er sich die letzten Jahre bewegte, wieder nähergeschoben und es erfrischt mein Herz, in alten Sentimentalitäten herumzugraben. Jooah!

Soeben komm' ich von meinem ersten Klassentreffen nach 20 Jahren. Haben sich alle prima gemacht, die Mädels. Erfreulich, schön.

Aber keine hat in einer Zeitspanne von gut 14 Jahren 3,5 Jahre Schwangerschaft ;) 7 Jahre Windeln wechseln, 7 Jahre Kindergarten und bald 7 Jahre Grundschule untergebracht. Ha! ;)

Freitag, Mai 27, 2011

E-Heck? ;)

Na, nu' ham's wohl auch endlich mal was gefunden, was den Leuten das Grünzeug verleidet. Sonst mussten ja immer die Viecher herhalten...

Donnerstag, Mai 26, 2011

Intermezzo: Ohrenarzt!

Ist ja nun nicht so, dass hier neben dem Freiräumen, Aufräumen, Platz schaffen Langeweile aufkommt im Hause Krawall. Der schwerst ;) pubertierende Dreizehnjährige klagte über Ohrgeräusche und das mit einer gewissen Ausdauer. Der Ohrenarzt diagnostizierte einen Tinnitus und ich beschloss, dem Kinde die entsprechende fünftägige Infusionstherapie angedeien zu lassen.

"Das zahlt aber die Kasse nicht!" erklärte mir nachdrücklich die Sprechstundenhilfe bei der Terminabstimmung am Telefon. Dreizehn Euro für's Medikament, knapp hundert Euro für die Behandlung sollte ich gleich am ersten Tag zahlen. Humm. "Und unterschreiben sie doch bitte die Erklärung, dass Sie von uns informiert wurden, dass die Kasse die Kosten nicht trägt!"

Ich bekam also ein grünes Rezept, nahm den Schrieb mal mit und fragte die Apothekerin. "Das Medikament ist verschreibungspflichtig und also auch verschreibungsfähig. Ich versteh' nicht, wieso der Arzt da ein Privatrezept erstellt, noch dazu bei einem Kind!" Mit dieser Information verweigerte ich erst mal die Unterschrift, zumal diese in meinen Augen besagte, dass ICH die Behandlung als Privatleistung wünsche und damit mein Recht verliere, die Kosten doch erstattet zu bekommen.

"Dann wollen wir aber eine schriftliche Erklärung von Ihrer Kasse, dass die die Kosten trägt!" war dann die Aussage der Sprechstundenhilfe. Die Schreibtischtäterin von der Krankenkasse vermutete, der Arzt wolle nur deshalb privat abrechnen, weil er dann mehr verlangen kann, als im Falle der Abrechnung mit der Kasse. Das führte dann beim zweiten Termin zu einer Auseinandersetzung zwischen mir, den Sprechstundenhilfen :D und dem Arzt.

Ich schäme mich nicht! Kein Stück!

Da die Praxis die Behandlung abbrechen wollte, wenn ich nicht bezahle oder keine schriftliche Zahlungszusage der Kasse vorlege, habe ich dann bezahlt. Ich will, dass mein Kind sagen kann: "Es brummt nicht mehr in meinem Ohr!" So!

Und die Auflösung ist:
Bis zum 1. April 2009 haben die Krankenkassen die Kosten für Tinnitusbehandlung getragen. Dann hatte das für diese Richtlinien zuständige Gremium beschlossen, dass es keine nachweislich wirksame Behandlung gegen Ohrgeräusche gibt und seither haben Betroffene die Wahl: dem Arzt glauben und die Behandlung selbst bezahlen oder auf die Richtlinien vertrauen und schulmedizinisch gar nix unternehmen.

Ob für ein Medikament ein Kassenrezept ausgestellt werden kann, hängt von der Indikation ab. Eine Infusion gegen Durchblutungstörungen wird also bezahlt, wenn es sich nicht ums Innenohr handelt.

Ich gehe davon aus, dass diese Infusionsgeschichte, pharmazeutisch hin oder her, eine hohe Suggestivkraft hat. Und die lässt sich nun mal nicht messen - dennoch halte ich sie bei Tinnitus für auschlaggebend.

Dienstag, Mai 24, 2011

Fünf...

...nicht mehr pfandfähige Sonderpaletten von 120 mal 200 cm habe ich vom Hof geschafft. Der milkalila Bus hat sie noch wacker getragen... aber auf die Autobahn habe ich mich damit nicht getraut. Dafür habe ich jemanden gefunden, der die Monstren wenigstens kostenlos nimmt. Begeistert war er nicht, als er die gesehen hat. Aber: Absprache is' Absprache! Und ich hab' wieder was vom Hof.

Samstag, Mai 21, 2011

Und...

...die Gartenpumpe läuft nun auch. Leider musste die Küche dafür zum Teil dran glauben - ein paar Dinge, die ich anpacke, um sie abzuschließen, werden unerwartet zu mehr Arbeit. Dafür ist es mir aber gelungen, die Fliegentür an der Küche zu installieren, so dass ich mich nun endlich nicht mehr einsperren muss in diesem Raum.

Donnerstag, Mai 19, 2011

Auch die...

...beiden Rollcontainer sind nun an ihrem Bestimmungsort im Arbeitszimmer. Das Unterlagenchaos ist in Angriff genommen und ein alter Kleiderschrank verwandelt sich gerade in ein ordentliches Aktenarchiv.

Nur mal so, um mich selbst daran zu erinnern und für mich nachzuhalten, dass doch schon 'was bewegt ist...

Samstag, Mai 14, 2011

Abgehakt...

in der Liste vom vorigen Post:
Der Bus kriegt die Sommerreifen in den Kofferaum und bekommt einen Nachfolger.
Das Motorrad ist über'n TÜV.
Das Zelt ist leergeräumt, abgebaut und verrottungsbedingt entsorgt.
Der dritte gigantische Tisch hat auch den Weg ins Arbeitszimmer im ersten Stock gefunden.
Wanne, Dusche, WC, Waschbecken stehn' nun unmittelbar vor dem Raum, in den sie eingebaut werden sollen.

Mittwoch, Mai 11, 2011

Liste der Dinge, die sich jetzt mal gerne in Wohlgefallen auflösen dürfen!

Der vordere rechte Reifen von unserm lila Bus schreit seit heute früh während der Fahrt sehr laut. Entweder sitzt die Bremse fest oder ihr Belag ist 'runter.
Sommerreifen müssten auch mal daran, an den lila Bus.

Ebenso an den grünen Volvo.

Das Motorrad muss dringend über den TÜV. Leider hab' ich keinen Motorradführerschein.

Unsere gesamte Wiese wird belegt von einem entsprechend großen Zelt, in dem Zeug ist, das in die nun fast fertige Garage geräumt werden oder eben entsorgt werden muss.

Da muss noch eine Holzkonstruktion unter der Decke fertig gemacht werden für all' den Kleinkram, der nicht täglich gebraucht wird (z.B. Autoreifen).

Ein Arbeitszimmer ist eingerichtet, braucht aber noch einen Anschluss für den Computer und hat aktuell keine Deckenlampe.

Der dritte der gigantischen Arbeitstische, die da hinein sollen, steht noch im Zelt,

zusamen mit zwei von drei Schubladen-Roll-Containern, die ebenfalls sehr großzügige Ausmaße haben.

Die Küche muss aufgeräumt und gereinigt, anschließend zerlegt werden: die heiß geliebte riemen- und kolbengetriebene Gartenwasserpumpe mit ihrem üppigen Druckkessel befindet sich darin, muss geschmiert und endlich in Gang gebracht werden, damit das Kannenschleppen aufhören kann.

Steckdosen und Lichtschalter fehlen noch einige in neuen Räumen, ein Badezimmer befindet sich noch im Rohbauzustand,

(Wanne, Dusche, WC, Waschbecken liegen, ihr ahnt es, im Zelt!),

ein großer Flurraum hängt noch voller Kabel, braucht Feinschliff, Anstrich und Fußleisten.

Eine kleine Treppe von etwa fünf Stufen muss noch gebaut werden.

Der Dreizehnjährige ist für die ganze Woche krank geschrieben.

Er hat erbärmlichen Ärger in der Schule, ständig Krach mit sich und allen.

Von Unkraut, Unordnung, Dreck und den alltäglich nebenher laufenden Tatsächlichkeiten red'
ich gar nicht erst.

Nein, ich jammere nicht. Ich schreib' mir das nur mal vom Leib. Um es los zu werden. Um vielleicht mal eine Idee zu haben, wo und wie anfangen. Einiges ist eingestielt. Immer wieder stockt's, aber es muss auch immer wieder weitergehen.

Ich will, dass die Dinge sich endlich wieder bewegen, keine Baustellen mich mehr anklaffen. Ich tu' dafür, was ich kann.

Mittwoch, Mai 04, 2011

Mittwoch, April 13, 2011

Gefunden bei...

...Rosa P. Und sofort gemocht!

Donnerstag, März 31, 2011

Unreflektiert, aus dem Bauch heraus...

...finde ich's interessant, das hier mal mit diesem abzugleichen! Wobei ich weit entfernt davon bin, "böse, böse Männerwelt!" zu sagen. Okay, es ist Vieles ausradiert und unter den Tisch gekehrt worden, was Frauen geleistet haben und ich tendiere auch zu Luisa Francias Ansicht über die Auswirkungen der Inquisition. Aber unsere heute als Patriarchat empfundene Lebenswelt ist in meinen Augen nix anderes als der Ausschlag eines Pendels ins entgegengesetzte Extrem. D.h., die von der Vergöttlichung des Weiblichen geprägten, teilweise bereits prähistorischen Kulturformen, eben das gehabte Matriarchat, sind nicht grundlos verschwunden und zu den Unterlegenen geworden. Irgendwas war auch daran faul und falsch. Im Grunde also dasselbe in Grün. Ich find's wichtig, Frauengeschichte auszugraben. Eben, damit ich sehen kann: das Weibliche war schon mal groß - okay, das bestärkt mich natürlich und schadet grundsätzlich nicht. Muss aber sofort relativiert werden mit der Erkenntnis, dass es offenbar auch nicht funktioniert hat, sonst wär's ja nicht futsch! Der Erkenntnisgewinn für mich persönlich? Ganz einfach: Es wird Zeit, zur Mitte zu finden. Und da kommt jedes Pendel irgendwann hin. Feddich!

Mittwoch, März 02, 2011

Herr Doktor,...

...ich gestehe, nicht genug geistige Spannkraft zu besitzen, um mich mit politischen Belangen allzu gründlich zu befassen.

Aber was ich so über Macht und Wirtschaft begriffen habe in meinem Leben hat mir eine Vorstellung von einer gewissen Grundstruktur gegeben, die sich durch alle Belange, also auch durch die Politik, zieht

Ich spinne jetzt mal ein bisschen vor mich hin, ganz unwissenschaftlich und nicht besonders gut recherchiert.

Mal angenommen, dass es in gewissen Kreisen Usus ist, den Doktortitel zuerkannt zu bekommen, ohne große eigene geistige Leistung erbracht zu haben - also gekauft oder zusammengestümpert.

Spricht nicht für die Doktorväter, ist aber ein anderes Kapitel.

Weiterhin angenommen, unter der Hand weiß das eigentlich jeder von jedem, behält das As aber so lange im Ärmel, bis es wirklich richtig zum Trumpf wird.

So! Wie sieht das dann aus, wenn ein Mensch, der die Wehrpflicht abschaffen will und damit indirekt doch irgendwie an einem Pfrund der Bundeswehr ungebührlich herumpopelt, genau jetzt ausgebootet wird?

Ich finde, das sieht so aus, dass klar ist, wer da die Karte zu seinen Gunsten ausgespielt hat. Dazu möchte ich ausdrücklich unterstreichen, dass ich mit meiner kleinen Spinnerei weder dem Abgesägten das Wort rede, noch demjenigen, der die Säge in der Hand hält.

Blöd finde ich beide.

Aber eigentlich habe ich von sowas ja gar keine Ahnung.

Dienstag, Februar 15, 2011

Hausfeuer

Mein Schwiegervater schenkt mir zu Weihnachten traditionell einen Geldschein, den ich dazu nutze, mir ganz bewusst einen Wunsch zu erfüllen. Meistens habe ich mir vorher schon etwas Schönes überlegt. So auch zum letzten Fest.

Immer schon habe ich gern mit Wachs gespielt und an brennenden Kerzen herumgepopelt. Ich weiß, dass ich damit nicht allein bin. Mein Opa mütterlicherseits zum Beispiel hat sehr gern Metallnägel an der Flamme erhitzt und der dicken Stumpenkerze dann damit ein Muster verpasst. Mit ausgelaufenem Wachs kneten meine Kinder gern herum...



Auf diese Feuerschale hier hatte ich also schon länger ein Auge geworfen. Das Prinzip ist einfach: mittels Kapillarwirkung zieht der Glasfaserdocht das Wachs nach oben, wo es abbrennt. Dabei erhitzt sich die Aluverkleidung und schmilzt die Restkerzen, mit denen die Keramikschale gefüllt werden kann. Dochte u.Ä. können ab und an herausgefischt werden.

Die Flamme braucht Pflege. Zunächst dauert es etwas, bis der Fluss des Wachses in Gang kommt. Stearin eignet sich nicht, da es vergast. Farbige Kerzen sollten etwa 1:1 mit weißen gemischt werden, weil Farbpartikel in zu hoher Konzentration die Glasfasern verstopfen. Bienenwachs muss auch sorgfältig dosiert - besser noch gar nicht genommen! - werden, da es so starkt rußt, dass es die Fasern des Dochtes verschließt. Schwer, wieder loszukriegen!

Einen Karton mit Kerzenresten habe ich, die in absehbarer Zeit zur Neige gehen, da mein Feuer manchmal den ganzen Tag brennt. Immer mal wieder setzt sich jemand an den Tisch, bereitet ein paar Stücke "mundgerecht" auf und füttert die Flamme oder fischt mit der Pinzette Dochte und Tannennadeln aus der Schale.

Nachdem ich's gleich zu Anfang mit dem Bienenwachs viel zu gut gemeint hatte - wer lesen kann, ist klar im Vorteil! - werde ich nun die Glasfasern austauschen, Ersatz ist bestellt.

Ätherisches Öl im warmen Wachs erhöht die luftreinigende Wirkung.... glaube ich.

Donnerstag, Februar 10, 2011

Banal...


...heute früh die Erkenntnis - und doch

traf sie mich mit der Kraft eines

aufgehenden Lichtes:

"Abwarten und TEE trinken!"


Klar! Die Eintassen-Schnellbrüh-KAFFEE-Hexe erspart mir das Abwarten!

Donnerstag, Februar 03, 2011

So ein Gesicht...

...habe ich vorher noch nie gesehen. Ich finde einen Mann und eine Frau darin.
Aber so richtig beschreiben kann ich das nicht. Kleben geblieben bin ich daran. Hände wie Bratpfannen, große, dicke Finger. Sie versteckt sie sofort. "Entschuldigung! Ich wollte nicht starren!" Diese Widersprüche vereint in einer Gestalt, ich finde sie umwerfend. "Von dir lasse ich mich scheiden! MEIN Haus, MEIN Auto, MEIN Geld! Du kriegst 'ne Plastiktüte, darin ist DEINS!" An den beiden Abenden, an denen wir uns bisher begegnet sind, hat sie sich ungefähr achtmal von mir scheiden lassen.... ihre Augen blitzen. "Deine Gedanken!" sagt sie fast vorwurfsvoll. "Die willst du wissen?" Ich küsse sie
mitten auf ihren Mund.

Mittwoch, Januar 26, 2011

Was mich gerade anspringt...

Vor über dreißig Jahren, im Kinderkleiderladen.
Meine Mutter:"Möchtest du lieber den blauen oder den roten Pullover haben?"
Ich:"Lieber den Roten!"
Meine Mutter:"Ach, nimm' mal den Blauen!"

Sonntag, Januar 23, 2011

Aus gegebenem Anlass...

...muss ich mal kurz über RFID referieren; wie dem vorigen Post zu entnehmen, enthält mein neuer Büchereiausweis einen kleinen Transponder, der imstande ist, sich sozusagen per Funk dem entsprechenden Lesegerät gegenüber erkennbar zu machen.

Ich kam ins Grübeln und belas mich. Grejazi hatte dazu auch noch 'was zu sagen.

Dieses Dings in der Plastikkarte hat keine Energiequelle, kann also gar nicht permanent funken. Es ist vielmehr so, als riefe das Lesegerät:"Ist da wer?" und der Transponder täte erwachen und riefe:"Ja, hier, ich!"

Es kann nun sein, dass der Transponder bloß eine Nummer schickt, unter der das Lesegerät in einer entsprechenden Datenbank Informationen über mich findet. Wäre ja sicherer. Außerdem spricht "mein" Transponder nicht unbedingt mit jedem Lesegerät. Könnte mich auch beruhigen.

Jedenfalls streu' ich wohl nicht unwissentlich permanent Informationen über mich wild in der Gegend herum.

An meinen Formulierungen ist zu erkennen, dass ich dem Braten dennoch nicht vollständig traue. Rein technisch betrachtet ist es aber echt faszinierend...

Donnerstag, Januar 20, 2011

Begegnung der dritten Art oder so...

Meine schöne Heimatstadt hat nun eine neue Bücherei. Hochmodern. Die alte war urgemütlich, aber ein wirtschaftlicher Totalschaden, allein schon hinsichtlich ihrer Beheizbarkeit.

Ein Zeitungsbericht vor einigen Wochen verhieß nix Gutes: das neue Gebäude sei ungemütlich. DAS fand ich bei meinem ersten Besuch heute gar nicht - zumal es neben einem göttlichen kleinen Cafe im Erdgeschoss noch immer viel luftiges Tageslicht im neuen Haus gibt.

Aber zweierlei bemerkenswerte Erlebnisse hatte ich. Zunächst das weniger Erregende:

Ich:"Sind die DVD's alphabetisch geordnet?"
Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste (FfMuI):"Die sind gar nicht geordnet."
Ich (entsetzt):"Muss ich die ALLE durchgucken, wenn ich einen Film suche??"
FfMuI(heftig):"So viele sind das doch gar nicht!"
Ich (zögernd):"Nnajaa..."
FfMuI (aufgeräumt):"Ich seh' mal nach, ob der Film nicht verliehen ist, damit Sie nicht umsonst suchen." Nachsatz (leicht pikiert): "Hätten Sie reserviert, hätten WIR ja für Sie gesucht..."

Nein, der Film war nicht verliehen. Also ging ich systematisch vor. Eine beiläufige Feldzählung und Hochrechnung ergab, dass es sich um etwa sechshundert durchzuschauende Exemplare handelte. (Ich hatte Glück - das gesuchte Stück war ca. das einhundertfünfundneunzigste, das ich erkramte....).

Das zweite Erlebnis war bedenklicherer Natur:

Bei meiner Suche hatte ich noch einen weiteren Film gefunden und ging neugierig zur "Selbstverbuchung". Mehrere schlichte Podeste, großzügige Ablagefläche vor ebensolchem Display.

Die Filme nebst Handtasche ablegen und den Bildschirm taxieren war eins. Ja. Da stand dann sinngemäß: "Ausleihkonto Frau Kvinna Krawall, Film A, Film B, Ausleihen?"

Huppsela.

Okay, die Filme haben einen Chip. Aber ich hab' doch keinen. Also fragte ich fassungslos die nächsterreichbare FfMuI, woher die Maschine denn wisse....? Na, die lese meinen Leihausweis, wurde mir erklärt. Ja, aber wie denn??

Die Antwort, hört und staunt, war: "Mit Licht!" Neee. Kann nicht. Kann mir keiner erzählen. Infrarot funktioniert schon nicht, wenn was dazwischen ist. Und mein Ausweis hatte definitiv in meinem Portemonnaie in meiner Handtasche gesteckt.

Ich bin nicht technikängstlich wegen Strahlung oder so, beileibe nicht, aber Licht, "dat gibbet nich'!" Also, liebe FfMuI? (Fingertrommel auf der Theke). "Die haben uns das so erklärt!" Aha. Die Frage, wer "die" sind, ließ ich mal ungeklärt im Raum stehen und beschloss, mich im Web klüger zu machen.

"Es gibt auch noch eine Broschüre dazu!" meinte die FfMuI und drückte mir einen Vierseiter in die Hand. "Ah ja, danke!"

Ich lachte noch, als ich mein Auto bereits erreicht hatte.

(Bei dem Papier handelte es sich übrigens um eine Erläuterung zu einer bereits letzte Woche beendeten Fotoausstellung im Foyer des Gebäudes. Und Wikipedia weiß, was die FfMuI nicht wusste!)

Samstag, Januar 01, 2011

Ein gutes...

2011 allerseits! Was auch immer die Astrologie dazu sagen mag...

Winter am Niederrhein...

Sonne im Gasometer!
Ersteres gibt's im neuen Jahr wohl noch reichlich, letzteres hat seine Zelte vorgestern endgültig abgebrochen.