Dienstag, Februar 15, 2011

Hausfeuer

Mein Schwiegervater schenkt mir zu Weihnachten traditionell einen Geldschein, den ich dazu nutze, mir ganz bewusst einen Wunsch zu erfüllen. Meistens habe ich mir vorher schon etwas Schönes überlegt. So auch zum letzten Fest.

Immer schon habe ich gern mit Wachs gespielt und an brennenden Kerzen herumgepopelt. Ich weiß, dass ich damit nicht allein bin. Mein Opa mütterlicherseits zum Beispiel hat sehr gern Metallnägel an der Flamme erhitzt und der dicken Stumpenkerze dann damit ein Muster verpasst. Mit ausgelaufenem Wachs kneten meine Kinder gern herum...



Auf diese Feuerschale hier hatte ich also schon länger ein Auge geworfen. Das Prinzip ist einfach: mittels Kapillarwirkung zieht der Glasfaserdocht das Wachs nach oben, wo es abbrennt. Dabei erhitzt sich die Aluverkleidung und schmilzt die Restkerzen, mit denen die Keramikschale gefüllt werden kann. Dochte u.Ä. können ab und an herausgefischt werden.

Die Flamme braucht Pflege. Zunächst dauert es etwas, bis der Fluss des Wachses in Gang kommt. Stearin eignet sich nicht, da es vergast. Farbige Kerzen sollten etwa 1:1 mit weißen gemischt werden, weil Farbpartikel in zu hoher Konzentration die Glasfasern verstopfen. Bienenwachs muss auch sorgfältig dosiert - besser noch gar nicht genommen! - werden, da es so starkt rußt, dass es die Fasern des Dochtes verschließt. Schwer, wieder loszukriegen!

Einen Karton mit Kerzenresten habe ich, die in absehbarer Zeit zur Neige gehen, da mein Feuer manchmal den ganzen Tag brennt. Immer mal wieder setzt sich jemand an den Tisch, bereitet ein paar Stücke "mundgerecht" auf und füttert die Flamme oder fischt mit der Pinzette Dochte und Tannennadeln aus der Schale.

Nachdem ich's gleich zu Anfang mit dem Bienenwachs viel zu gut gemeint hatte - wer lesen kann, ist klar im Vorteil! - werde ich nun die Glasfasern austauschen, Ersatz ist bestellt.

Ätherisches Öl im warmen Wachs erhöht die luftreinigende Wirkung.... glaube ich.

Donnerstag, Februar 10, 2011

Banal...


...heute früh die Erkenntnis - und doch

traf sie mich mit der Kraft eines

aufgehenden Lichtes:

"Abwarten und TEE trinken!"


Klar! Die Eintassen-Schnellbrüh-KAFFEE-Hexe erspart mir das Abwarten!

Donnerstag, Februar 03, 2011

So ein Gesicht...

...habe ich vorher noch nie gesehen. Ich finde einen Mann und eine Frau darin.
Aber so richtig beschreiben kann ich das nicht. Kleben geblieben bin ich daran. Hände wie Bratpfannen, große, dicke Finger. Sie versteckt sie sofort. "Entschuldigung! Ich wollte nicht starren!" Diese Widersprüche vereint in einer Gestalt, ich finde sie umwerfend. "Von dir lasse ich mich scheiden! MEIN Haus, MEIN Auto, MEIN Geld! Du kriegst 'ne Plastiktüte, darin ist DEINS!" An den beiden Abenden, an denen wir uns bisher begegnet sind, hat sie sich ungefähr achtmal von mir scheiden lassen.... ihre Augen blitzen. "Deine Gedanken!" sagt sie fast vorwurfsvoll. "Die willst du wissen?" Ich küsse sie
mitten auf ihren Mund.